Mit Sparkonten war in Deutschland lange wenig zu holen, doch dieser Trend dreht sich gerade beim Tagesgeld immer mehr. Insbesondere die Aktionszinsen erklimmen immer neue Höhen.
Im Tagesgeld-Vergleich ein Angebot zu finden, das die Inflation schlägt, war über viele Jahre kaum möglich. Doch mittlerweile hat der Wind, speziell bei Aktionsangeboten, stark gedreht. Blickt man auf eine Inflationsrate von 2,2 Prozent in den Jahren 2024 und 2025, sehen aktuelle Zinsangebote ausgesprochen attraktiv aus. Gerade weil die hohen Zinsen sich zu einer Art Standard entwickelt haben, wie neue Angebote zeigen.
📩 Der Finanz- und Loyalitäts-Newsletter von reisetopia
Würdet Ihr gerne Eure smarten finanziellen Entscheidungen in unvergessliche Luxuserlebnisse umwandeln? Dann abonniert kostenlos unseren Newsletter, immer donnerstags im Postfach!
Neue Anbieter definieren den neuen Standard bei den Tagesgeldzinsen
Dass das Zinsniveau beim Tagesgeld in Deutschland überhaupt auf so ein Level gestiegen ist, hat primär mit neuen Wettbewerbern zu tun. Den Anfang gemacht hat dabei unter anderem das BBVA Girokonto, das mit einem integrierten Tagesgeldkonto auf den Markt gekommen ist und seit dem Marktstart eine garantierte Verzinsung von 3 Prozent für anfangs zwölf, dann noch sechs Monate bietet.
BBVA Tagesgeld
- 3 Prozent Zinsen für sechs Monate
- 0,5 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Hoher Anlagebetrag bis 500.000 Euro
- Monatliche Zinsausschüttung
- Solide Einlagensicherung
Seitdem ist es zu einer Art Normalität geworden, dass andere neue Anbieter mit mindestens ähnlichen Angeboten starten. Überraschen mag das nicht, denn Aufmerksamkeit bei Kunden bekommt man als Bank aktuell nur noch dann, wenn man bei den Zinsen auf einem ähnlichen Niveau unterwegs ist.
Das zeigt sich etwa am neu gestarteten Angebot der Hamburg Direct Bank, denn die Tochter der Hamburg Commercial Bank will den Sprung ins Privatkundengeschäft schaffen. Dafür stehen beim Hamburg Direct Bank Tagesgeld direkt zum Start Zinsen von 3 Prozent, garantiert für vier Monate, im Schaufenster.
Hamburg Direct Bank Tagesgeld
- 3 Prozent Zinsen für vier Monate
- 1,5 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Anlagebetrag bis 500.000 Euro
- Quartalsweise Zinsausschüttung
- Sehr gute Einlagensicherung
Neben der hohen Verzinsung besticht das Angebot dadurch, dass kein gesondertes Girokonto notwendig ist und die Bank die Gelder zusätzlich zur deutschen Einlagensicherung auch noch über den BdB-Fonds absichert.
Etablierte Anbieter werden vom Jäger zum Gejagten
Dass der aggressive Marktstart neuer Anbieter seine Schatten wirft, sieht man primär bei den Banken, die bei Sparanlagen lange dominiert haben. Bei diesen sind die Zinsen in den vergangenen Monaten ebenfalls häufig gestiegen, meist nachdem ein Konkurrent mit einem neuen Angebot an den Start gegangen ist.
Ein anschauliches Beispiel dafür ist das Consorsbank Tagesgeld, bei dem noch im vergangenen Jahr ein Zinssatz von deutlich unter 3 Prozent die Regel und gleichzeitig dennoch eines der interessantesten Neukundenangebote auf dem Markt war. In den vergangenen Monaten sind die Zinsen dann immer weiter gestiegen, mittlerweile gibt es für Neukunden ganze 3,4 Prozent Zinsen in den ersten drei Monaten.
Consorsbank Tagesgeld
- 3,4 Prozent Zinsen für drei Monate
- 0,8 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Hoher Anlagebetrag bis 1.000.000 Euro
- Quartalsweise Zinsausschüttung
- Hervorragende Einlagensicherung
Einen ähnlichen Effekt kann man auch bei anderen Konkurrenten beobachten, denn viele etablierte Anbieter kämpfen um die Gunst von Neukunden. Angestachelt von der Konkurrenz werden dabei immer neue Spitzenzinsen aufgerufen. Das gilt selbst für lange etablierte Banken, wie sich etwa beim Deutsche Bank Tagesgeld oder dem Bank of Scotland Tagesgeld zeigt, die mittlerweile ebenfalls regelmäßig Aktionen bieten.
Wechselwillige profitieren beim Tagesgeld weiterhin besonders
Beim Tagesgeld hat sich allerdings zeitgleich ein anderer Aspekt manifestiert: Wirklich profitieren können nur diejenigen, die bereit sind, die Bank (öfter) zu wechseln. So richtig attraktiv sind meist nur die Aktionszinsen, mit den regulären Konditionen lässt sich die Inflation bei fast allen Anbietern nur schwerlich schlagen.
Dass sich das sogenannte Tagesgeld-Hopping mittlerweile etabliert hat, ist dabei keine Überraschung. Hierbei handelt es sich um eine Strategie, alle paar Monate – immer nach Ablauf des Aktionsangebots – die Bank zu wechseln. Über diesen Weg lassen sich auf dem aktuellen Markt konstant Zinssätze von über 3 Prozent sichern.
Gleichzeitig sollte man konkret darauf achten, dass Angebote keine Schufa-Relevanz haben und der Aufwand für die Eröffnung des jeweiligen Kontos begrenzt ist. Nur so wird aus dem Tagesgeld-Hopping tatsächlich eine Strategie, die sich auf dem aktuellen Markt für Tagesgeldangebote geschickt anwenden lässt, um teils hunderte Euro mehr Zinsen im Jahr abzustauben.
Genau das scheint dabei das neue Normal beim Tagesgeld zu sein, denn die immer verrückteren Aktionsangebote dürften an der Tagesordnung bleiben. Blickt man auf die vergangenen Monate, scheint sogar ein weiterer Anstieg bei einigen Angeboten nicht ausgeschlossen. Mit der richtigen Strategie lässt sich die Vermögensbildung so auch abseits des Aktienmarktes geschickt optimieren!
📩 Der Finanz- und Loyalitäts-Newsletter von reisetopia
Würdet Ihr gerne Eure smarten finanziellen Entscheidungen in unvergessliche Luxuserlebnisse umwandeln? Dann abonniert kostenlos unseren Newsletter, immer donnerstags im Postfach!





