Die Neobank Revolut ändert ihre Handelsbedingungen für das Investieren in Wertpapiere. Sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden gibt es Neuerungen.

In einem Schreiben per Mail informiert Revolut seine Kunden über neue Handelsbedingungen (Trading Terms). Die Änderungen greifen ab sofort. Für Kunden ergeben sich insbesondere beim Trading neue Möglichkeiten. Kontomodelle und Abopreise bleiben aber grundsätzlich unverändert. Die reisetopia-Redaktion hat das Schreiben vorliegen und schlüsselt die Details auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem 12. Oktober 2026 gelten bei Revolut neue Handelsbedingungen für das Investieren
  • Privatkunden können Wertpapiere jetzt auch mit Geld in anderen Währungen kaufen, Revolut tauscht dabei automatisch um
  • Geschäftskunden können mit Business Invest erstmals in Aktien, ETFs und Anleihen investieren

Einfachere Wertpapierkäufe für Privatkunden

In mehr als einem Dutzend Punkten nimmt Revolut Änderungen an seinen Handelsbedingungen vor. Davon bleiben die Kontomodelle und -preise weitestgehend unberührt. Das gilt sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden mit Revolut Business. Aktiv werden müssen Kunden zudem nicht. Die neuen Bedingungen gelten ab sofort.

Revolut Karte

Aktion: 20 Euro Willkommensbonus
  • Keine SCHUFA-Prüfung
  • Bargeld abheben – kostenlos bis 200 €/Monat
  • Kostenlose Überweisungen in 36 Währungen
  • Apple Pay und Google Pay
  • 1 RevPoint je 10 Euro Umsatz sammeln
Ab 0 Euro Jahresgebühr

Wichtige Neuerungen gibt es im Privatkundengeschäft: Die Neobank fasst diese in ihrem Schreiben unter den Begriffen “Buying Power” und “Move money automations” zusammen. Dahinter stehen jeweils Vereinfachungen bei Wertpapiertransaktionen, welche Revolut nun etabliert.

Im Detail ist damit Folgendes gemeint: Zum einen können Privatkunden ab sofort Wertpapiere wie Aktien und ETFs auch mit Geld in einer anderen Währung kaufen. Sie müssen es vorher nicht mehr selbst umtauschen. Dabei lassen sich auch mehrere Währungen (Währungs-Pockets) kombinieren, etwa Euro und Pfund. Revolut tauscht den Betrag dann automatisch zum eigenen Kurs um. Eine Wechselgebühr fällt nicht an.

Revolut Hauptgebaeude Außenansicht
Das Hauptgebäude der deutschen Zweigniederlassung von Revolut

Zum anderen lassen sich jetzt automatische Transfers zwischen einem Geldmarktfonds-Portfolio (Flexible Cash Funds) und dem Revolut-Hauptkonto einrichten.

Achtgeben sollten jedoch Kunden, die mit ihrem Depot umziehen oder ihr Konto schließen wollen. Revolut stellt in den neuen Bedingungen klar: Wertpapiere lassen sich nur zu oder von Plattformen übertragen, die Revolut in der App freigegeben hat. Über die Übertragbarkeit eines einzelnen Papiers entscheidet die Neobank zudem selbst.

Neue Investitionsoptionen für Geschäftskunden

Speziell für Geschäftskunden kommt mit den neuen Bedingungen schrittweise die Option “Business Invest” hinzu: Unternehmen können jetzt auf Revolut Aktien, ETFs und Anleihen handeln. Einen ähnlichen Schritt verkündete kürzlich erst Konkurrent Trade Republic.

Bisher durften Unternehmen nur Geldmarktfonds bei Revolut nutzen. Ausgenommen von der neuen Trading-Option für Unternehmen sind aber Freiberufler, Vereine, Stiftungen, Genossenschaften und der öffentliche Sektor.

Einschränkungen bei Kontoschließung

Unverändert gilt für Privat- und Geschäftskunden: Kündigen Kunden ihr Investmentkonto bei Revolut, müssen sie ihre Wertpapiere innerhalb von 21 Tagen verkaufen. Tun sie das nicht, verkauft Revolut die Papiere ohne weitere Ankündigung zum Marktpreis.

Neu ist dagegen: Schulden Kunden Revolut aus dem Wertpapierhandel Geld, etwa für Gebühren, und reicht das Guthaben im Investmentkonto nicht aus, darf Revolut nach eigenem Ermessen direkt Wertpapiere verkaufen. Bisher musste die Neobank dafür zuerst auf das Revolut-Konto zugreifen.

Ihr habt spannende Informationen, Euch fehlen wichtige Themen oder Ihr habt einfach eine Anregung für neue Content Ideen? Dann sendet sie uns über dieses Formular!

Autor

Während seiner Studienzeit ist Thomas bereits viel herumgekommen. Er hat bei verschiedenen Print- und Online-Zeitungen im In- und Ausland Praktika gemacht, Schreiberfahrung gesammelt und gelernt aus dem Ausland zu berichten. Zuletzt hat der studierte Journalist für die Handelsblatt Media Group gearbeitet – vor allem im Bereich SEO. So weiß er, wie man Menschen erreicht, Reichweite generiert und zugleich Mehrwert für Userinnen und User schafft.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.