Qatar Airways verkündet für den Winter einen umfangreichen Flugplan. Auf Vorkrisenniveau fliegt die Airline aber in den kommenden Monaten nicht allerorts.
Mit Flügen an mehr als 170 Destinationen plant Qatar Airways für die Wintersaison. Neue Ziele oder Märkte sind darunter nicht. Jedoch gibt es auf einigen Strecken Frequenzveränderungen und Wiederaufnahmen. Für Flugreisende aus Europa ergeben sich dabei immer noch Einschnitte. Die Airline plant mit weniger Flügen nach Europa als vor Krisenbeginn. Das gibt die Airline in einer Pressemitteilung bekannt.
Das Wichtigste in Kürze
- Qatar Airways präsentiert ihren Winterflugplan mit mehr als 170 Destinationen
- Die Airline fliegt unter anderem wieder nach Sansibar und Canberra
- Qatar Airways reduziert aber gegenüber dem Vorjahr Flüge nach Europa
Wiederaufnahme von sechs Verbindungen steht bevor
Trotz des Konfliktes im Nahen Osten konnte Qatar Airways im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Rekordgewinn erzielen. Aktuell arbeitet die Airline an einer vollständigen Rückkehr zum alten Flugplan mit Blick auf viele Ziele. Perspektivisch sollen Flotte und Flug- und Bordangebot sogar wachsen. Für 2027 ist die Einführung der nächsten Generation seiner Qsuite-Business Class geplant. Zuletzt hatte die Airline bereits 150 Langstreckenflüge mit Starlink-WLAN ausgestattet.

Dazu passt, dass Qatar Airways nun bekannt gegeben hat, dass sechs zuvor längerfristig gestrichene Verbindungen im Rahmen des Winterflugplans wieder zurückkehren sollen. So fliegt die Airline im Rahmen ihres Winterflugplans von Doha wieder nach Sansibar, Canberra, Al Qassim, Taif, Yanbu und Tabuk Stadt. All diese Verbindungen hatte Qatar Airways seit der Eskalation des Nahost-Konfliktes im Frühjahr gestrichen.
Im Winter sind vom Hamad International Airport, dem Hub der Airline, folgende Häufigkeiten und Startdaten für die Wiederaufnahme vorgesehen:
| Ziel | Start | Frequenz |
| Sansibar | 25. Oktober 2026 | täglich |
| Al Qassim | 25. Oktober 2026 | zweimal wöchentlich |
| Taif | 31. Oktober 2026 | zweimal wöchentlich |
| Yanbu | 2. Januar 2027 | zweimal wöchentlich |
| Tabuk | 3. Januar 2027 | zweimal wöchentlich |
| Canberra via Melbourne | 8. Dezember 2026 | viermal wöchentlich, steigend auf täglich ab März 2027 |
Mit Blick auf andere Neuerungen, die der Winterflugplan mit sich bringt, gestaltet sich die Lage etwas unübersichtlicher. Zwar plant Qatar Airways die Frequenzen auf einigen bestehenden Verbindungen gegenüber dem Sommerflugplan zu erhöhen, und bewirbt dies auch so. Tatsächlich sind die Strecken jedoch weniger frequentiert als im vergangenen Winter, vor Ausbruch der Konflikte im Nahen Osten.
Der Hintergrund: Die Airline gibt in der Pressemitteilung zwar an, dass es mit dem Winterflugplan auf viele Routen Erhöhungen der Frequenzen gebe. Das trifft allerdings nur zu, wenn man diese mit dem aktuellen Sommerflugplan vergleicht. Verglichen mit dem Winterflugplan 2025/2026 ist die Airline auf den entsprechenden Strecken noch nicht wieder so oft unterwegs wie zuvor.

Bei über 170 Destinationen, die nun im Winterflugplan stehen, kann die Airline ein ähnlich dichtes Streckennetzwerk vorweisen wie in Vorjahren – und ist an nahezu alle Destinationen zurückgekehrt. Einen kompletten Stillstand ihrer Airbus A380-Flotte hat sie zudem überwunden. Auf einigen Verbindungen erreicht sie das Normalniveau aber nicht.
Flugplan bestätigt reduzierte Frequenzen nach Europa
Insbesondere mit Blick auf europäische Destinationen sind die Frequenzen erheblich reduziert worden, legt man den vorherigen Winterflugplan beziehungsweise das Vorkrisenniveau zugrunde. 19 Ziele in Europa sind über den Winter weniger häufig mit Qatar Airways erreichbar als im Vorjahr. Aus Hamburg zieht sich die Fluggesellschaft komplett zurück. Ein entsprechender Bericht unsererseits bestätigte sich somit.
Verschoben wurden zudem die Wiederaufnahmen der Verbindungen Doha – Sofia, Doha – Malta, Doha – Venedig und Doha – Istanbul-Sabiha Gökçen.
Hintergrund für die Reduzierung in Europa dürfte die Zurückhaltung vieler Reisender aus Europa sein, Reisen an und über Regionen im Nahen Osten anzutreten. Für viele Ziele dort gelten nach wie vor Reisehinweise, zeitweise auch Reisewarnungen, die das Auswärtige Amt ausspricht.
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