Die Explora II ist ein Luxuskreuzfahrtschiff – das zweite von Explora Journeys, dem Luxussegment der MSC-Gruppe, und seit September 2024 unterwegs. Sie ist die Schwester der Explora I – baugleich bis auf ein Detail, über das die Marke gern spricht.
Kreuzfahrt mit Explora Journeys
- Reine Suiten-Schiffe mit privater Terrasse
- Junge Luxusmarke der MSC-Gruppe mit eigenem Nachhaltigkeitskonzept
- Entspannte Atmosphäre ohne strenge Dresscodes
- Preislich unterhalb der klassischen Ultra-Luxus-Reedereien
Übergeben wurde sie am 12. September 2024 bei Fincantieri in Sestri Ponente bei Genua. Vier Tage später brach sie von Civitavecchia zu ihrer Jungfernfahrt auf. 63.900 BRZ, 456 Suiten, rund 900 Gäste.
Getauft wurde sie in Civitavecchia von Rosalba Giugni, Gründerin der italienischen Meeresschutzstiftung Marevivo – passend zum Umweltanspruch, mit dem die Marke antritt.
Das Wichtigste in Kürze
- Kategorie: Luxusklasse – 456 Suiten, jede mit Terrasse; als einziges Schiff der Flotte mit einer Buccellati-Boutique an Bord
- Zweites Schiff von Explora Journeys, dem Luxussegment der MSC-Gruppe, seit September 2024 im Dienst
- 456 Suiten für rund 900 Gäste – jede mit eigener Terrasse
- Fast alles inklusive – bezahlt wird nur ein Restaurant und der Spa-Katalog
- Keine Kinderclubs, kein Aquapark, keine Bühnenshows – der Hauptpool ist Erwachsenen vorbehalten
- Einziger echter Ausstattungsunterschied zur Explora I: die Buccellati-Boutique
- Winter 2026/2027 durchgehend im Mittelmeer statt in der Karibik
Auf dieser Seite lest Ihr, worin sich die beiden Schwestern unterscheiden, wie die Suiten gestaffelt sind, was auf welchem Deck liegt, welche Restaurants ohne Rechnung auskommen – und wohin die Explora II in den kommenden Saisons fährt.
Inhaltsverzeichnis
- Was unterscheidet die Explora II von der Explora I?
- Die technischen Daten der Explora II
- Welche Suiten hat die Explora II?
- Essen und Trinken an Bord der Explora II
- Deckplan der Explora II: Was liegt wo?
- Pools und Ocean Wellness
- Welche Routen fährt die Explora II?
- Für wen lohnt sich die Explora II?
- Mit der Explora II unterwegs
- Weitere Themen rund um Explora Journeys
Was unterscheidet die Explora II von der Explora I?
Wer die beiden Deckpläne nebeneinanderlegt, findet erstaunlich wenig: gleiche Vermessung, gleiche Suitenzahl, gleiche Restaurants, gleiche Decknamen. Der Unterschied steckt in der Ladenzeile auf Deck 4.
Dort betreibt die Explora II die erste Buccellati-Boutique auf See. Auf der Explora I steht an dieser Stelle Rolex; die übrigen Namen – Cartier, Panerai und Piaget – sind auf beiden Schiffen gleich. Für die Buchungsentscheidung ist das ein kleines Detail, für die Marke war es eine eigene Pressemitteilung wert.
Ansonsten gilt: Wer auf der einen war, kennt die andere. Das ist bei Schwesterschiffen keine Schwäche, sondern Absicht – die Marke will einen wiedererkennbaren Standard, keinen Überraschungseffekt.
Fährt die Explora II mit LNG?
Nein. Der Antrieb läuft über Schiffsdiesel mit SCR-Katalysator zur Stickoxid-Reduktion, dazu kommen Landstrom und ein System gegen Unterwasserlärm. Flüssigerdgas gibt es bei Explora Journeys erst ab der Explora III – eine Angabe, die im Netz häufig falsch weitergereicht wird.
Die technischen Daten der Explora II
Die Zahlen entsprechen denen des Typschiffs. Bemerkenswert ist weniger die Größe als das Verhältnis: 63.900 BRZ für rund 900 Gäste bedeutet sehr viel Fläche pro Kopf.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kategorie | Luxuskreuzfahrt – Suiten-only, All-inclusive-Konzept |
| Übergabe | 12. September 2024 bei Fincantieri in Sestri Ponente |
| Jungfernfahrt | 16. September 2024 ab Civitavecchia |
| Taufpatin | Rosalba Giugni, Gründerin der Stiftung Marevivo |
| Vermessung | 63.900 BRZ |
| Suiten | 456, sämtlich mit Terrasse |
| Gäste | rund 900 |
| Gastgeber je Gast | 1,25:1 |
| Gästedecks | Deck 3 bis Deck 12 sowie Deck 14 |
Ein Deck 13 existiert nicht – die Nummer wurde ausgelassen. Gäste bewegen sich also auf elf Decks, von denen fünf ausschließlich Suiten beherbergen.
Welche Suiten hat die Explora II?
Die Kategorien staffeln sich in drei Gruppen. Nach oben wächst dabei nicht nur die Fläche, sondern auch der Service – der entscheidende Sprung liegt beim Übergang zu den Residences.
| Gruppe | Was dazugehört |
|---|---|
| Ocean Suites | Ocean Terrace Suite ab rund 35 Quadratmetern und Ocean Grand Terrace Suite mit größerer Terrasse |
| Ocean Penthouses | Penthouse, Deluxe, Premier und Grand Penthouse – mit abgetrenntem Wohnbereich |
| Ocean Residences | Cove, Retreat, Serenity und Cocoon – ab etwa 70 Quadratmetern, mit Whirlpool auf der Terrasse |
Ab den Ocean Residences gehört ein persönlicher Residence Host dazu, der Koffer aus- und einpackt, Reservierungen übernimmt und das Essen in die Suite bringt. In den Kategorien darunter gibt es diesen Service nicht – ein Punkt, der beim Vergleich mit anderen Luxusreedereien gern übersehen wird.
Die Lage entscheidet über den Zuschnitt der Terrasse: Die Cocoon– und Serenity Residences liegen am Heck mit Panoramaterrasse, die Retreat Residences blicken nach vorn über den Bug.
Was steckt in jeder Suite?
Unabhängig von der Kategorie ist die Grundausstattung identisch – und ungewöhnlich vollständig. Zu jeder Suite gehören eine gekühlte Minibar, die nach Euren Wünschen befüllt wird, eine Espressomaschine samt Wasserkocher, ein begehbarer Kleiderschrank mit Frisiertisch und eine Flasche Champagner zur Begrüßung.
Im Bad liegen Pflegeprodukte der hauseigenen Linie Mandala Blue, dazu kommen ein Dyson-Haartrockner und eine Fußbodenheizung. Kleinigkeiten, die den Charakter beschreiben: ein Fernglas für die Dauer der Reise, eine persönliche nachfüllbare Wasserflasche je Gast und ein Dampfglätter für die Garderobe.
Wie groß ist die Owner’s Residence?
Die größte Einheit misst 280 Quadratmeter – 155 Quadratmeter innen, dazu eine Terrasse von 125 Quadratmetern über die volle Schiffsbreite mit Infinity-Whirlpool. Auf der Explora II gibt es eine davon; erst die Explora III bietet als erstes Schiff der Marke zwei.
Essen und Trinken an Bord der Explora II
Sechs Restaurants, zwölf Bars und Lounges – und eine Abrechnungslogik, die sich von klassischen Kreuzfahrtschiffen unterscheidet. Nur eine einzige Adresse kostet Aufpreis.
Ohne Rechnung essen könnt Ihr im Emporium Marketplace mit seinen offenen Kochstationen, im mediterranen Med Yacht Club, im panasiatischen Sakura, im Steakhaus Marble & Co. Grill und im französisch geprägten Fil Rouge. Dazu kommen Crema Café, Gelateria und In-Suite-Dining.
Welche Bars gibt es auf der Explora II?
Zwölf Bars und Lounges sind an Bord verteilt, und sie unterscheiden sich stärker durch die Tageszeit als durch die Karte. Tagsüber ist die Astern Lounge am Heck der gesellige Ort, abends wandert das Publikum in die Explora Lounge auf Deck 11 – dort steht ein Flügel, und dort spielt die Live-Musik.
Ruhiger wird es in der Malt Whisky Bar nebenan, luftiger in der Sky Bar on 14 über den Sportflächen. Die Lobby Bar auf Deck 4 ist der Treffpunkt vor dem Abendessen. Ein Theater mit Abendvorstellung sucht Ihr vergeblich: Das Bordprogramm setzt auf Musik, Vorträge und den Nautilus Club statt auf große Bühnenshows.
Wofür zahlt Ihr an Bord extra?
Die Liste ist kurz – und genau das ist das Verkaufsargument der Marke.
| Kostet extra | Ungefährer Preis |
|---|---|
| Anthology, das Gastkoch-Restaurant | rund 165 Euro pro Person für das Degustationsmenü |
| Weinbegleitung im Anthology | etwa 70 Euro pro Person |
| Raritäten aus The Cellar | ab etwa 15 bis 20 Euro pro Glas |
| Chef’s Kitchen und Chef’s Table | je nach Format unterschiedlich |
| Behandlungen im Spa und Destination Experiences | je nach Anwendung und Ziel |
Alles andere ist abgegolten: sämtliche Getränke inklusive Weinen, Champagner und Spirituosen, die nach Wunsch befüllte Minibar, das Satelliten-WLAN, die Trinkgelder und der Shuttle vom Hafen ins Zentrum. Ein Getränkepaket gibt es schlicht nicht, weil es nichts zu paketieren gibt.
Deckplan der Explora II: Was liegt wo?
Öffentliche Flächen und Suiten sind sauber getrennt. Unten und ganz oben spielt sich das Bordleben ab, dazwischen liegen fünf ruhige Suitendecks.
| Deck | Was sich dort befindet |
|---|---|
| 3 | Bordhospital |
| 4 | Lobby und Lobby Bar, Guest Services, Casino, Journeys Lounge, Fil Rouge, Med Yacht Club sowie die Boutiquen mit Buccellati |
| 5 | The Spa, Anthology, Marble & Co. Grill, Sakura, Astern Pool & Bar, Galleria d’Arte und Crema Café |
| 6 bis 9 | ausschließlich Suiten |
| 10 | Suiten, Brücke, Fitness Centre und Atoll Pool & Bar |
| 11 | Emporium Marketplace, The Conservatory, Explora Lounge, Malt Whisky Bar, Nautilus Club sowie Gelateria und Crêperie |
| 12 | Helios Pool & Bar nur für Erwachsene, Laufbahn und Whirlpools |
| 14 | Sportplatz, Sky Bar on 14 und Freiluft-Fitnessbereich |
Wer es leise mag, bucht mittschiffs auf den Decks 7 bis 9: Darunter endet der öffentliche Bereich mit Deck 5, darüber beginnt er erst mit Deck 10 wieder. Den vollständigen Grundriss stellt die Reederei selbst bereit: der offizielle Deckplan der Explora II.
Pools und Ocean Wellness
Vier Pools tragen einen eigenen Namen und haben eine eigene Bar; insgesamt zählt die Reederei fünf beheizte Becken. Sie liegen bewusst auf vier verschiedenen Decks, damit sich die Gäste verteilen: Astern auf Deck 5, Atoll auf Deck 10, The Conservatory unter Glasdach auf Deck 11 und Helios auf Deck 12.
Der Helios Pool ist Erwachsenen vorbehalten – der einzige Bereich an Bord mit einer Altersgrenze. Das passt zum Publikum: Die Explora II ist kein Familienschiff, es gibt weder Kinderclubs nach Altersgruppen noch einen Aquapark.
Der Wellnessbereich Ocean Wellness umfasst knapp 1.000 Quadratmeter und verteilt sich über mehrere Ebenen: Spa und Thermalbereich auf Deck 5, Fitness Centre auf Deck 10, Laufbahn auf Deck 12, Freiluft-Fitness und Sportplatz auf Deck 14.
Der Thermalbereich mit Salzraum, Sauna, Dampfbad, Eisbrunnen und Hydrotherapiebecken ist im Reisepreis enthalten. Massagen und kosmetische Anwendungen laufen dagegen über das Bordkonto.
Welche Routen fährt die Explora II?
Der Einsatzplan der Explora II ist mediterran geprägt. Von April bis November 2026 und erneut von März bis November 2027 fährt sie im Mittelmeer und in Westeuropa – von Barcelona, Piräus, Civitavecchia und Fusina bei Venedig aus.
Was ist „A Mediterranean Winter”?
Ungewöhnlich ist der Winter 2026/2027: Statt in die Karibik zu wechseln, bleibt die Explora II von November 2026 bis März 2027 im Mittelmeerraum. Die Saison läuft unter dem Titel A Mediterranean Winter und umfasst rund 46 Ziele in zehn Ländern Südeuropas und Nordafrikas.
Darunter sind Häfen, die im Sommerbetrieb kaum vorkommen: Algier als erster Anlauf der Marke in Algerien, dazu San Sebastián de La Gomera, Fuerteventura und Palamós. Für den Winter 2027/2028 ist die Explora II wieder in der Karibik eingeplant – verbindlich ist immer das Buchungsportal.
Die Wintersaison lebt von Terminen, die im Sommer nicht zu haben sind: ein privates Weihnachtskonzert in der Sankt-Michaels-Höhle in Gibraltar, eine Abendöffnung der Alhambra für Gäste des Schiffes, ein kulturelles Programm in Funchal und eine Übernachtungsreise von Casablanca nach Marrakesch. Es ist der Versuch, Kreuzfahrt und Kulturreise zu verschränken.
Wie laufen die Landausflüge ab?
Landausflüge heißen bei Explora Journeys Destination Experiences und sind nicht im Reisepreis enthalten. Gebucht werden sie vorab online oder am Schalter auf Deck 4. Der Zuschnitt ist bewusst kleinteilig: statt Bustouren für 50 Personen eher Küchenbesuche, Weingüter und private Öffnungen.
Gäste der Ocean Residences bekommen ein bevorzugtes Buchungsrecht – bei limitierten Formaten ist das der praktische Vorteil der oberen Kategorien. Der Shuttle vom Hafen ins Stadtzentrum ist dagegen für alle kostenfrei.
Kreuzfahrt mit Explora Journeys
- Reine Suiten-Schiffe mit privater Terrasse
- Junge Luxusmarke der MSC-Gruppe mit eigenem Nachhaltigkeitskonzept
- Entspannte Atmosphäre ohne strenge Dresscodes
- Preislich unterhalb der klassischen Ultra-Luxus-Reedereien
Für wen lohnt sich die Explora II?
Die Antwort hängt weniger am Schiff als am Reisestil. Die Explora II liefert Platz, Ruhe und ein weitgehend geschlossenes Preisschild – aber kein Programm.
| Passt zu Euch, wenn | Eher nicht, wenn |
|---|---|
| Ihr im Winter Europa statt Karibik wollt – die Saison 2026/2027 bleibt im Mittelmeer | Ihr mit Kindern reist und Betreuung nach Altersgruppen braucht |
| Ihr eine Suite mit Terrasse als Untergrenze setzt | Ihr abends Shows, Theater und ein volles Bühnenprogramm sucht |
| Ihr ohne Dresscode und ohne feste Tischzeiten essen möchtet | Ihr auf deutschsprachige Betreuung an Bord angewiesen seid |
| Ihr lange Hafenaufenthalte und Übernachtungen im Hafen schätzt | Ihr ein möglichst günstiges Kreuzfahrt-Angebot sucht |
Zur Einordnung des Preises: Eine Woche liegt je nach Kategorie und Saison bei etwa 5.500 bis 6.500 Euro pro Person. Wer davon Getränkepaket, Trinkgelder, WLAN und Spa-Zugang einer klassischen Kreuzfahrt abzieht, kommt dem tatsächlichen Aufpreis näher.
Welche Sprache wird an Bord gesprochen?
Die Bordsprache ist Englisch. Explora Journeys richtet sich an ein internationales Publikum und führt kein festes deutschsprachiges Programm – weder bei den Ansagen noch bei der Reiseleitung. Im Mittelmeerwinter fällt der europäische Anteil an Bord naturgemäß höher aus als auf einer Karibikroute; ein deutschsprachiges Schiff im Sinne von AIDA oder TUI Cruises wird daraus aber nicht.
Sammelt Ihr auf der Explora II Statuspunkte?
Ja. Der Explora Club existiert seit April 2025 und kennt fünf Stufen von Classic bis Diamond. Gezählt werden gewichtete Nächte an Bord, multipliziert mit der Suitenkategorie; Bordausgaben und vorab gebuchte Destination Experiences zählen mit. Wer bei einer anderen Luxusreederei Status hat, kann ihn per Status Match mitbringen.
Mit der Explora II unterwegs
Die Explora II ist der Beweis, dass das Konzept der Marke trägt: Das zweite Schiff hat am Erfolgsrezept des ersten nichts Wesentliches geändert. Wer Wiedererkennbarkeit sucht, bekommt sie hier.
Der Reiz liegt im Einsatzplan. Ein kompletter Winter im Mittelmeer ist in diesem Segment selten – und für alle interessant, die lange Anreisen in die Karibik vermeiden wollen, ohne auf Wärme und lange Hafentage zu verzichten.
Wer zwischen den beiden Schwestern schwankt, entscheidet deshalb nicht über das Schiff, sondern über die Route und den Termin. Die Ausstattung nimmt sich bis auf die Ladenzeile nichts – und wer sich einmal an Bord zurechtgefunden hat, findet sich auf der anderen sofort wieder zurecht.
Weitere Themen rund um Explora Journeys
Diese Seiten helfen bei der Einordnung im Flotten- und Markenvergleich weiter:
- Explora Journeys – Konzept, Preise und Flotte der Marke im Überblick
- Explora I – das Typschiff von 2023
- Explora III – die größere dritte Einheit von 2026
- MSC Cruises – die Muttermarke mit deutlich größeren Schiffen
- Reedereien im Vergleich – welche Linie zu welchem Reisetyp passt
