Stiftung Warentest hat in der Finanzen-Ausgabe 8/2026 insgesamt 21 Kinderdepots geprüft. Hintergrund ist die von der Bundesregierung geplante Frühstartrente, die Kindern zwischen sechs und 18 Jahren künftig einen monatlichen Staatszuschuss von zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot bringen soll.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stiftung Warentest hat 21 Kinderdepots von Filial- und Direktbanken sowie Neobrokern getestet
  • Neun Depots sind bei einem 50-Euro-Sparplan komplett kostenlos, sechs weitere kosten unter zehn Euro im Jahr
  • Teuerster Anbieter im Test ist die Commerzbank mit 33 Euro Jahreskosten bei gleicher Sparrate

So hat die Stiftung Warentest Kinderdepots getestet

Für den Vergleich hat Stiftung Warentest Kinderdepots ausgewählt, über die sich ein Sparplan auf mindestens einen der empfohlenen weltweit anlegenden Aktien-ETF abschließen lässt. Geprüft wurden dabei:

  • Kosten je Sparplanausführung bei einer Monatsrate von 50 Euro
  • Kosten für eine Einzelorder über 1.000 Euro
  • Mindestsparrate für den ETF-Sparplan
  • Möglichkeit der Depoteröffnung komplett online per Video-Ident
  • Konditionen des Depots nach Eintritt der Volljährigkeit

Nicht im Test: Anbieter wie Ebase oder Morgenfund, die Kinderdepots nur über Fondsvermittler anbieten, sowie die Fondsgesellschaften Deka, Union Investment und DWS, da diese auf aktiv gemanagte Fonds setzen.

Kind sitzt am Tisch und zaehlt Muenzen
Die Stiftung Warentest überprüft Kinderdepots

Wichtigste Erkenntnisse aus dem Kinderdepot Test

Von 21 untersuchten Kinderdepots sind nur neun Angebote bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro tatsächlich kostenlos. Zu den kostenfreien Depots für Minderjährige gehören unter anderem das ING Junior Direkt-Depot und das Kinderdepot von Trade Republic.

ING Direkt-Depot Junior

  • Kostenloses Depotführung
  • Einfache Online-Beantragung
  • Sparpläne schon ab einem Euro
  • Inklusive Extra-Konto Junior mit 3,2% Zinsen für 4 Monate
  • Über 2.000 ETF-Sparpläne dauerhaft zu vergünstigten Konditionen

Trade Republic Kinderdepot

  • Kostenlose Depotführung
  • Schnelle Depoteröffnung über die App
  • Kostenfreie Sparpläne inklusive
  • Bis zu 13.000 Euro kapitalertragsfreie Erträge pro Jahr und Kind
  • Flexibel investieren in Aktien, ETFs und mehr für die Zukunft der Kinder
  • Kosten von Vanguard Fonds werden von Trade Republic reinvestiert

Sechs weitere Anbieter bleiben mit Jahreskosten unter zehn Euro ebenfalls günstig. Dazu gehört das Comdirect Junior Depot mit Kosten in Höhe von etwa neun Euro im Jahr bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro.

Comdirect Juniordepot

Aktion: 100 Euro Prämie
  • Kostenloses Junior Depot
  • Kostenlose ETFs ohne Orderentgelt verfügbar
  • Einmalanlage oder Sparplan für Kinder ab 1 Euro
  • Aktien, ETFs, Fonds und Zertifikate handelbar

Am teuersten schneidet die Commerzbank ab: Pro Sparplanausführung berechnet die Bank 2,50 Euro plus 0,5 Prozent des Einzahlbetrags. Das macht laut Tabelle 33 Euro Jahreskosten – hochgerechnet auf 18 Jahre laut Stiftung Warentest bedeutet das einen Unterschied von rund 1.100 Euro gegenüber einem kostenlosen Depot für Minderjährige.

Zusatztest: Festgeld für Minderjährige

Neben den Wertpapierdepots für Kinder hat Stiftung Warentest auch die aktuell besten Festgeldangebote für Minderjährige verglichen. Das Ergebnis: Die Ford Bank nimmt mit 3 Prozent Zinsen bei dreijähriger Laufzeit die Spitzenposition ein.

Ford Bank Festgeld

  • 2,4 bis 3,1 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 1 bis 5 Jahre Anlagedauer
  • 500 bis 1.000.000 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung monatlich oder jährlich
  • Hervorragende Einlagensicherung

Was ist die Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest ist eine unabhängige Verbraucherorganisation, die seit 1964 Produkte und Dienstleistungen in Deutschland untersucht. Ziel ist es, mehr Transparenz zu schaffen und Verbrauchern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu geben. Mit ihrer Zeitschrift Finanztest führt sie regelmäßig umfassende Untersuchungen zu Finanzprodukten durch.

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Autor

Amel ist SEO-Managerin bei reisetopia. Sie bringt fast ein Jahrzehnt Erfahrung im Online-Marketing mit, wobei ein besonderer Fokus über viele Jahre auf dem Luxussegment lag. Parallel dazu entwickelte Amel ein starkes Interesse an Finanzprodukten, das sie durch kontinuierliche Tests und Analysen zu tiefgehender Expertise ausbaute – insbesondere im Bereich lukrativer (Premium-)Kreditkarten, Tagesgelder und Geschäftskonten. Mit diesem Finanz-Know-how zeigt Amel heute gemeinsam mit dem reisetopia Team, wie Ihr Eure Finanzen gezielt verbessern könnt – und gibt praxisnahe Tipps, damit auch Ihr Luxus smart finanzieren könnt.

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