SNCF und die Deutsche Bahn gehen eine Partnerschaft ein: Sie wollen Paris und Berlin in sieben Stunden miteinander verbinden. Diese Direktverbindung mit dem TGV zwischen den beiden Hauptstädten soll Ende 2023 an den Start gehen.

Während Paris und Frankfurt bereits in 3,5 Stunden miteinander verbunden sind, ist es immer noch eine Herausforderung, schnell mit dem Zug zwischen Paris und Berlin zu reisen. Das soll sich ab 2023 ändern! Das kündigen jedenfalls SNCF und die Deutsche Bahn an. Beide planen, eine TGV-Verbindung einzuführen, welche die beiden Hauptstädte in maximal sieben Stunden miteinander verbinden soll. Zum Start ist eine Hin- und Rückfahrt pro Tag vorgesehen.

Ein Gewinn an Komfort, Zeit und Geld

Jetzt ist es offiziell! Die beiden größten Eisenbahngesellschaften Frankreichs und Deutschlands haben den Start ihrer nächsten verstärkten Zusammenarbeit mit dem Projekt eines TGV von Paris nach Berlin in maximal sieben Stunden für das Jahr 2023 angekündigt. Diese Ankündigung, die von der Tatsache geprägt ist, dass die Entwicklung des Schienenverkehrs “wesentlich für die Erreichung der Klimaziele” – so die beiden Unternehmen – ist, erfolgte im Rahmen der 15-jährigen Zusammenarbeit zwischen der SNCF und dem deutschen Unternehmen am Dienstag, dem 24. Mai.

Das [Anm.d.R. die neue TGV-Verbindung zwischen Paris und Berlin] macht Sinn, weil wir feststellen, dass die Menschen immer längere Fahrten in Kauf nehmen. Es gibt wirklich Leute, die bereit sind, fünf, sechs oder sieben Stunden in einem Zug zu sitzen. Mit dem Zug zu fahren, ist eine Möglichkeit, Mobilität und Naturschutz miteinander zu vereinbaren.

Jean-Pierre Farandou, Präsident der SNCF

Paris und Berlin schnell mit dem Zug zu verbinden, ist heutzutage eine echte Herausforderung. Die Fahrten dauern zwischen acht und zwölf Stunden, wobei man in Deutschland mindestens einmal umsteigen muss. Außerdem sind die Fahrkarten für diese Strecken alles andere als erschwinglich. Die aktuellen Preise, die für Juni 2022 beispielsweise aufgerufen werden, liegen bei über 200 Euro. Es besteht also die Hoffnung, dass die neue TGV-Linie dazu beitragen wird, die Kosten zu senken.

TGV

Die beiden Bahngesellschaften planen zunächst eine Hin- und Rückfahrt pro Tag, die über Frankfurt führt. Es werden Züge der Deutschen Bahn fahren, die durch französische Züge ergänzt werden, sobald die Anzahl der täglichen Fahrten erhöht wird. Laut France Inter betonte der Präsident der SNCF, Jean-Pierre Farandou, die Bedeutung dieser Entscheidung in einem Kontext, in dem sich Züge wie Paris-Mailand oder Paris-Barcelona nicht mehr bewähren müssen. Vielmehr scheint es hier also um eine Prestige-Verbindung zwischen den beiden Metropolen zu gehen, die die deutsch-französischen Verbindungen stärken dürfte.

Darüber hinaus wird der TGV Paris-Berlin durch eine Nachtzugverbindung zwischen den beiden Hauptstädten ergänzt, die von den Österreichischen Bundesbahnen ÖBB (in Kooperation mit SNCF und der Deutschen Bahn) ebenfalls ab Ende 2023 betrieben werden soll.

Fazit zur neuen TGV-Verbindung zwischen Paris und Berlin

Das Gerücht wurde endlich bestätigt: Die TGV-Linie, die Paris und Berlin in sieben Stunden verbinden soll, wurde offiziell angekündigt. Die SNCF und die Deutsche Bahn planen den Start der neuen Verbindung für Ende 2023. Beginnend mit einer Frequenz von einer Verbindung in beide Richtungen pro Tag soll diese in Zukunft sogar noch ausgebaut werden. Neben dem Komfort- und Zeitgewinn für die Reisenden wird dies hoffentlich auch zu einer Senkung der Preise für Zugtickets zwischen den beiden Hauptstädten führen.

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Autor

Seit April 2022 arbeitet Albane bei der französischen Seite suitespot als Praktikantin im Content. Seit sie alt genug ist, um allein zu reisen, ist Albane auf der Suche nach neuen Erfahrungen und neuen Sitten und Gebräuchen. Nordsee, Berge in den Alpen, europäische Großstädte oder auch Lavendelfelder in der Provence und eine kleine kroatische Insel - alles ist für sie eine Quelle der Aufregung und des Staunens. Mit reisetopia freut sie sich, ihre neuesten Entdeckungen mit Euch zu teilen.

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