Die deutsche Regierung hat angesichts der sich zuspitzenden Sicherheitslage in Venezuela eine offizielle Reisewarnung für das gesamte Land herausgegeben und appelliert an deutsche Staatsbürger, von Reisen abzusehen und bereits vor Ort befindliche Personen, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Das Auswärtige Amt hat Venezuela auf die höchste Warnstufe gesetzt und spricht eine deutliche Reisewarnung für das gesamte Land aus. Deutsche Staatsangehörige werden aufgerufen, Reisen nach Venezuela dringend zu verschieben oder abzusagen. Die staatlichen Sicherheitshinweise heben die Risiken für Reisende hervor und betonen die dynamische, prekäre Lage im Land und in der Region, wie mehrere Medien und die FAZ berichten.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Bundesregierung hat nach Einschätzung der Lage und in Abstimmung mit diplomatischen Vertretungen eine Reisewarnung für das gesamte Land erlassen
- Die Reisewarnung beruht auf der angespannten politischen und sicherheitspolitischen Situation, einschließlicher militärischer Spannungen in der Region und Reaktionen internationale Behörden
- Parallel zu der Reisewarnung haben internationale Luftfahrtbehörden und Fluggesellschaften Verbindungen ausgesetzt oder eingeschränkt
Auswärtiges Amt reagiert auf jüngste Ereignisse
Venezuela befindet sich derzeit in einer politisch und gesellschaftlich extrem angespannten Lage, die bereits seit 2025 sowohl innenpolitisch als auch international zu verstärkten Spannungen führt. In diesem Kontext reagiert das Auswärtige Amt auf die Gefährdungslage und spricht eine klare Warnung aus, vor allem da Faktoren wie eingeschränkte Kommunikationsnetze, mögliche militärische Aktivitäten und Sicherheitsbedenken Reisende deutlich betreffen können.

Die Warnung steht auch im Kontext verstärkter US-Militäroperationen in der Karibik. Bereits im letzten Jahr wurden zusätzliche Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Region verlegt – offiziell zur Bekämpfung des Drogenhandels.
Am 03.01.2026 kam es zu Luftschlägen US-amerikanischer Streitkräfte in der Hauptstadt Caracas und in weiteren Landesteilen, Präsident Maduro soll festgenommen und außer Landes gebracht worden sein. Die Lage ist derzeit noch unübersichtlich.
Auswärtiges Amt – Stand 4. Januar 2026
Parallel zu der Reisewarnung haben internationale Luftfahrtbehörden und Fluggesellschaften Verbindungen ausgesetzt oder eingeschränkt, was die Mobilität von Reisenden zusätzlich beeinträchtigt. Schon am gestrigen Morgen reagierte die US-Luftfahrtbehörde FAA auf die angespannte Lage und untersagte Flüge in mehreren Regionen rund um Venezuela. Das Verbot galt für kommerzielle wie private US-Flüge und umfasste unter anderem die venezolanische Küstenstadt Maiquetía sowie die Karibikinsel Curaçao, Piarco auf Trinidad und Tobago und San Juan auf Puerto Rico.
Nach vorübergehenden Einschränkungen im karibischen Luftraum infolge des US-Angriffs auf Venezuela haben mehrere Airlines ihre Flugpläne angepasst. Während am Samstag zahlreiche Flüge gestrichen wurden, nimmt beispielsweise KLM ab Sonntag, 4. Januar den Betrieb zu Zielen wie Curaçao, Aruba, Bonaire, St. Maarten, Port of Spain, Georgetown und Bridgetown wieder auf, wie aerotelegraph berichtet.
Auswärtiges Amt spricht ebenso Warnungen für die Grenzregionen zu Kolumbien und Brasilien aus
Angesichts der aktuellen Lage reagiert auch das Auswärtige Amt mit verschärften Warnungen und Hinweisen für Reisende der Grenzregionen zu Kolumbien und Brasilien. Das Auswärtige Amt warnt und weist ausdrücklich auf die instabile Sicherheitslage hin.
In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze insbesondere in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia, aber auch im Grenzgebiet zu Brasilien besteht eine hohe Gefahr durch organisierte Kriminalität mit Entführungen und anderen Gewaltverbrechen.
Auswärtiges Amt – Stand 4. Januar 2026
Zusätzlich weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass es in den Grenzregionen jederzeit und auch kurzfristig zu Grenzschließungen kommen kann. Sowohl die Grenze zu Kolumbien als auch die zu Brasilien könne vorübergehend geschlossen werden, was die Aus- oder Weiterreise erheblich erschwert oder unmöglich macht.
Die besten Tipps von reisetopia findet Ihr täglich in unserem Newsletter, aber auch auf Instagram und TikTok. Austauschen könnt Ihr Euch auch in unserer Facebook Gruppe!





