Emirates musste aufgrund der Coronakrise ihre Flugzeuge zeitweise am Boden belassen. Auch wenn ihre Maschinen aktuell wieder abheben, muss Emirates sich trotzdem nun von mehreren Tausenden Mitarbeitern trennen. Das berichtet auch die Webseite aero.de.  

Die Luftfahrtbranche hat in der vergangenen Wochen stark unter der Coronakrise gelitten, weshalb der Großteil der Airlines immer noch mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Auch Emirates treffen die Auswirkungen der Pandemie hart, weswegen die Airline nun mit einem massiven Stellenabbau reagiert.

Überwiegend Piloten und Kabinenpersonal gekündigt

Die aktuelle Krise fordert verschiedenste Maßahmen von Airlines, um trotz der geringen Nachfrage nicht allzu hohe Verluste zu erzielen. So hat Emirates während der Pandemie mit innovativen Ideen, die den Flugverkehr in Corona-Zeiten schneller wiederbeleben sollten, etwa den Covid19-Schnelltests an Bord, auf sich aufmerksam gemacht. Die Nachfrage ist dennoch weiterhin nicht annähernd an der des Vorjahresniveaus, weshalb die Fluggesellschaft nun zahlreiche Kündigungen aussprechen muss.

Laut Insidern wurden diese Woche so bereits 400 A380- und 200 777-Piloten gekündigt, auch wenn Emirates die Zahlen noch nicht offiziell bestätigt hat. Die Kündigungswelle betrifft dabei wohl insbesondere Piloten und Flugbegleiter, was aufgrund der geringeren Nachfrage nach Flügen wenig überraschend ist. Dabei sollen zu den 600 gekündigten Piloten noch etwa 6.500 Stellen beim Kabinenpersonal abgebaut werden. Aber auch die Mitarbeiter der Technik und Verwaltung können sich nicht in Sicherheit wiegen, denn hier soll es ebenfalls einen Abbau geben.

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Für die Mitarbeiter von Emirates ist dies nun schon die zweite Kündigungswelle, da bereits im letzten Monat 180 angehende A380-Piloten und mehrere Hundert Flugbegleiter entlassen wurden.

Doch obwohl die Entlassungen natürlich für alle gekündigten Mitarbeiter einen herben Rückschlag bedeuten, kamen die Massenkündigungen jedoch nicht vollkommen unerwartet. Der Emirates-Chef Tim Clark hatte diese Maßnahmen bereits in der Woche zuvor in einem Webcast angedeutet.

“Wir können unsere Mitarbeiter nicht beliebig lange unterbeschäftigen”

Tim Clark, Emirates CEO

Gehaltskürzungen bei den verbliebenen Mitarbeitern

Aktuell beschäftigt die Airline 60.000 Menschen – wie viele davon noch gekündigt werden, ist nicht bekannt. Klar jedoch ist, dass auch die verbliebenen Mitarbeiter Rückschläge hinnehmen müssen. So soll es monetäre Einbußen für alle Mitarbeiter geben, die deutlich spürbar sind, denn bis mindestens September müssen Gehaltskürzungen von 50 Prozent hingenommen werden.

Doch auch wenn die Einsparungen auf den ersten Blick etwas willkürlich aussehen, wurden laut OMAAT vor Allem bei der zweiten Kündigungswelle die Auswahl der gekündigten Mitarbeiter sorfältig getroffen. Denn so sollen Einträge in der Personalakte und Krankheitstage ausschlaggebende Kriterien gewesen sein, nach denen Emirates entschieden hat.

Emirates will sich zu den Entlassungen aktuell nicht näher äußern, weshalb eine genaue Zahl nicht bekannt ist. Clark rechnet 2021 zwar mit deutlichen Erholungstendenzen, bis Emirates aber wieder an das Vorkrisenniveau von 157 internationalen Zielen anknüpft, könnten laut Clark vier Jahre ins Land gehen. Neben den Kündigungen hat Emirates in den letzten Tagen und Wochen bereits durch Einschränkungen in den Dienstleistungen andere Sparmaßnahmen unter dem Deckmantel von Hygienevorschriften veröffentlicht – der Chauffeurservice wird bis 2021 – dem Jahr der erwarteten Erholung von Emirates – ausgesetzt. Auch der Service in der Emirates First Class wird stark eingeschränkt.

Fazit zum Stellenabbau von Emirates

Die Massenkündigungen betreffen aber nicht nur Emirates – auch andere Airlines reagierten in der Vergangenheit mit massivem Personalabbau und weiteren Einschränkungen beim Serviceangebote. Es bleibt weiterhin unklar, wie viele Arbeitsplätze Emirates noch streichen möchte, da sich die Airline bislang nur über die Maßnahme, aber keine genauen Zahlen oder Pläne geäußert hat.

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Autorin

Stella war schon als Kind am liebsten auf Reisen - das hat sich bis heute nicht geändert. Sie fühlt sich überall auf der Welt zu Hause und zeigt Euch so jeden Tag spannende Einblicke auf reisetopia! 

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