Mehr Konkurrenz für die Deutsche Bahn: Der italienische Fernzugbetreiber Italo darf ab 2028 auf dem deutschen Markt starten. Das bestätigte nun die Bundesnetzagentur.
Bereits vor kurzem wurde bekannt, dass die Bundesnetzagentur über den Markteintritt des italienischen Fernzugbetreibers Italo in Deutschland entscheiden will. Ziel ist es, den Wettbewerb auf der Schiene zu stärken und damit langfristig für günstigere Preise sowie ein dichteres Zugangebot zu sorgen. Nun hat die Bundesnetzagentur ihre Pläne bestätigt und den Weg für den Einstieg von Italo in den deutschen Fernverkehr freigemacht, wie die Tagesschau berichtet.
Das Wichtigste in Kürze
- Italos Markteintritt in Deutschland im Jahr 2028 wurde bestätigt
- Kunden könnten von einer verbesserten Zugtaktung und günstigeren Preisen im Fernverkehr profitieren
- Die Bundesnetzagentur hat den geplanten Markteinstieg nun genehmigt
Bahn frei für Italo
Während die Deutsche Bahn ihr europäisches Streckennetz ausbauen will, steht ihr auf dem Heimatmarkt neue Konkurrenz bevor: Der italienische Fernzugbetreiber Italo plant bereits seit einiger Zeit den Einstieg in den deutschen Markt ab 2028. Bislang fehlte jedoch die notwendige Genehmigung. Nun hat die Bundesnetzagentur grünes Licht für die Pläne gegeben. Mit dem Markteintritt des neuen Anbieters soll der Wettbewerb im deutschen Fernverkehr gestärkt werden – mit dem Ziel, Reisenden langfristig attraktivere Angebote, mehr Verbindungen und günstigere Preise zu ermöglichen.
Durch die jüngste Entscheidung der Bundesnetzagentur könnte sich im deutschen Fernverkehr künftig einiges ändern. Der Markteintritt von Italo dürfte den Wettbewerbsdruck auf die Deutsche Bahn erhöhen. Konkret geht es um die Vergabe von Zugtrassen auf stark ausgelasteten Strecken. Künftig soll die Infrastrukturtochter DB InfraGO die verfügbaren Fahrwegkapazitäten nicht mehr vollständig an ein einzelnes Bahnunternehmen vergeben. Stattdessen sollen die Trassen auf mehrere Anbieter verteilt werden, um den Wettbewerb im Fernverkehr zu fördern.
Je nach Strecke sollen künftig höchstens 60 bis 75 Prozent der verfügbaren Kapazitäten an einen einzelnen Anbieter vergeben werden. Damit soll die marktbeherrschende Stellung der Deutschen Bahn im Fernverkehr geschwächt werden. Derzeit liegt ihr Marktanteil laut der Tagesschau bei rund 95 Prozent. Künftig sollen die Kapazitäten auf stark nachgefragten Fernverkehrsstrecken auf mindestens zwei Eisenbahnunternehmen verteilt werden.
Die Regelung soll erstmals mit dem Netzfahrplan 2028 greifen. Wie das Boulevardblatt Bild berichtet, soll Italo zunächst folgende Strecken mit 30 Fernzügen im Ein- bzw. Zwei-Stunden-Takt bedienen:
- München-Köln-Dortmund
- München-Berlin-Hamburg
In einem weiteren Schritt plane das Unternehmen, das Streckennetz auf folgende Verbindungen auszuweiten:
- Köln-Dortmund-Berlin
- Hamburg-Frankfurt-Würzburg
Moderne Züge mit erster Klasse
La Rocca gab gegenüber der Bild an, dass alle Fernzüge von Italo über Ledersessel, 5G und Starlink verfügen werden. Zudem verfügen die Züge über eine Kapazität von 500 Sitzplätzen und sind in drei Klassen buchbar:
- Smart Class
- Prima Business (2. Klasse)
- Club Exekutive (1. Klasse)
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Richtig ist, dass Prima Business die 1. Klasse darstellt mit Sitzen in 1-2 Anordnung. Executive ist die Clubklasse und nur Smart die die 2. Klasse mit 2-2 An0rdnung und weniger Service.
Das selbe Konzept fährt auch Frecciarossa von Trenitalia,
Die suchen sich nur die Schmankerl raus, da wo es am meisten Geld zu verdienen gibt, damit die Investoren glücklich gemacht werden können. Freuen werden sich wahrscheinlich die Pendler zwischen den Bahnhöfen in den großen Städten, und verlieren werden die Reisenden in der Fläche, weil der Fernverkehr sich mit denm schwachen Flächen-Fernverkehr und dem gewinnbringenden Magistralen querfinanziert. Das will Italo natürlich nicht. Und das Netz ist eh schon überlastet, also zuviele Züge auf dem Streckennetz, wenn Italo kommt, werden dafür DB-Züge Platz machen müssen, und die Takte werden ausgedünnt. Und ich vermute, das Umsteigefreie Verbindungen von den Magistralen in die Fläche dafür geofert werden. Und wenn die Investoren mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, stehen die 2500 Mitarbeiter ganz schnell ohne Job da. Investoren