Die Pandemie lässt nicht nur die Unternehmenszahlen der Airlines und Hotellerie-Betriebe auf historische Tiefstände sinken, auch die Flughafenbetreiber verzeichnen anhaltende Verluste.

Nachdem der deutsche Passagierflugverkehr bereits seit über einem Jahr fast vollständig stillsteht, galt die Hoffnung für das Jahr 2021 dem Aufschwung – vergebens, denn auch noch im März verzeichneten die deutschen Airports anhaltende Tiefstände, wie aero.de berichtet.

Airports zeigen sich wenig optimistisch

Nachdem im vergangenen März 2020 erstmals Fluglinien als Folge der Pandemieausbreitung den Flugbetrieb einstellen mussten, stellte sich ein nicht enden wollender Tiefstand ein. Anhaltende Reisebeschränkungen und sich ständig ändernde Corona-Maßnahmen bedingen seitdem das Ausbleiben des Flugverkehrs. Touristen sind durch die unbeständige Lage zunehmend verunsichert und planen, wenn überhaupt, vor allem einen Urlaub innerhalb Deutschlands – die deutschen Airports bleiben somit auch im aktuellen Jahr vorerst unausgelastet.

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Mit einem Passagieraufkommen von nur 1,97 Millionen beförderten Passagieren im vergangenen März, verschlechterten sich die Zahlen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um insgesamt 89,7 Prozent.

Die Verkündungen zur Aufhebung der Reisewarnung nach Mallorca ließen die Buchungszahlen zwar kurzzeitig ansteigen, jedoch bei weitem nicht in dem benötigten Ausmaß. Die neuen Kontingente für Mallorca-Flüge konnten also auch nur kurzzeitig für erste kleine Aufschwünge sorgen, während der größte Teil des deutschen Flugverkehrs weiterhin stillsteht.

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Lediglich die Lufthansa kann durch die Drehkreuzverbindungen am Frankfurter Flughafen zumindest die wichtigsten Strecken aufrechterhalten. Ebenfalls wurden die Hoffnungen auf einen allgemeinen Aufschwung des Sommergeschäfts, durch erste Lockerungen der Einreisebestimmungen in vielen beliebten Urlaubsdestinationen, erneut in den Mittelpunkt gerückt. Fraglich ist jedoch wie realistisch diese Hoffnungen, im Hinblick auf den aktuellen Pandemieverlauf und neue Virus-Mutationen, wirklich sind. Aktuell kann somit vorerst nicht von einer sich abzeichnenden Besserung gesprochen werden.

Frachtflüge übersteigen das Vorkrisenniveau

Während sich der deutsche Passagierflugverkehr auf einem anhaltend niedrigen Niveau einpendelt, übersteigt der Frachtverkehr sogar das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019. Coronabedingt konnte für das vergangene Jahr ein deutlicher Rückgang des Passagieraufkommens verzeichnet werden. So kann ein Verlust von rund 90 Prozent der Passagiere im Vergleich zum Aufkommen an deutschen Flughäfen im Jahr 2019 verzeichnet werden. Dementsprechend wächst die Sorge um die Zukunft des Flugverkehrs enorm.

Lediglich der Entwicklung des Frachtflugverkehrs muss nicht mit Bedenken entgegengesehen werden. Mit rund 1,27 Millionen Tonnen beförderter Fracht und Luftpost wird sogar das Niveau vor der Krise überstiegen.

Fazit zum anhaltenden Tiefstand an deutschen Airports

Die anhaltenden Reisebeschränkungen und neu auftretenden Mutationen des Virus lassen wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung der aktuellen schwierigen Lage. Fraglich ist ebenfalls, inwiefern eine geplante Rückkehr zum “normalen” Flugverkehr unter den aktuellen Umständen erreicht werden kann. Die bevorstehende Sommersaison 2021 galt in den vergangene Monaten als Lichtblick schlechthin für etwaige Buchungsaufschwünge und Verbesserungen der Geschäfte – nun müssen jedoch erneut weitere Entwicklungen der Pandemie abgewartet werden. Was ist Eure Meinung?

Autor

Seit Ann-Cathrin ihr erstes Praktikum in der Reisebranche absolviert hat stand fest, dass sie beruflich in die Welt des Reisens eintauchen möchte. Ihr Tourismusstudium und viele Kurztrips während der Semesterferien haben ihr bereits viele Einblicke in die Hintergründe und Abläufe und genauso die wunderschönsten Orte in den verschiedensten Ländern gezeigt.

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