Die Bank of Scotland zieht die Konditionen ihres Festgelds über die gesamte Laufzeitpalette an. Wer sein Geld für zwölf Monate festlegt, erhält jetzt 3 Prozent Zinsen statt bisher 2,8 Prozent. Der Haken: Diesen Spitzensatz garantiert die Bank nur noch bis Ende Juli.

Bank of Scotland Festgeld

  • 2,6 bis 3 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 3 Monate bis 1 Jahr Anlagedauer
  • Ab 100 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung zum Laufzeitende
  • Gute Einlagensicherung

Damit schiebt sich die Direktbank bei den kurzen Laufzeiten wieder nach vorne. Gerade zwischen drei und zwölf Monaten liegen die Angebote derzeit dicht beieinander, sodass 0,2 Prozentpunkte über die Platzierung entscheiden – ein Blick in den Festgeld-Vergleich lohnt sich deshalb.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwölf Monate bringen jetzt 3 statt 2,8 Prozent
  • Auch die Laufzeiten über drei, sechs und neun Monate steigen
  • Der Spitzenzins gilt nur für Abschlüsse bis zum 31. Juli 2026

3 Prozent für zwölf Monate – aber nur bis Ende Juli

Die größte Bewegung gibt es am oberen Ende: Für eine zwölfmonatige Anlage zahlt die Bank of Scotland jetzt 3 Prozent statt 2,8 Prozent. Das ist der höchste Satz, den das Institut derzeit anbietet, und gleichzeitig der einzige, den die Bank ausdrücklich befristet hat. Wer davon profitieren will, muss den Vertrag bis zum 31. Juli 2026 abschließen.

Aber auch die kürzeren Laufzeiten wurden angefasst. Drei Monate bringen statt 2,4 nun 2,6 Prozent, sechs Monate steigen von 2,6 auf 2,7 Prozent und die neunmonatige Variante klettert von 2,7 auf 2,8 Prozent. Die Erhöhung betrifft also das gesamte Angebot und nicht nur einen einzelnen Werbezins.

Schon ab 100 Euro – die Konditionen im Detail

Die Einstiegshürde bleibt mit 100 Euro ausgesprochen niedrig, die Zinsen fließen jeweils am Ende der Laufzeit. Alle Konditionen im Überblick:

LaufzeitZinsen
3 Monate2,6 Prozent p.a.
6 Monate2,7 Prozent p.a.
9 Monate2,8 Prozent p.a.
12 Monate3 Prozent p.a.
Anlagebetrag100 bis 500.000 Euro
Einlagensicherung100.000 Euro

Starker Kurzläufer – aber nichts für lange Bindung

Im Kurzfrist-Segment gehört das Angebot damit klar zur Spitzengruppe: Über drei Monate liegt die Bank of Scotland mit 2,6 Prozent aktuell an der Spitze unseres Vergleichs, über zwölf Monate reicht es für einen Platz im vorderen Feld. Bigbank und die J&T Direktbank zahlen dort mit jeweils 3,05 Prozent allerdings noch etwas mehr.

Der entscheidende Nachteil liegt woanders: Bei zwölf Monaten ist Schluss. Wer sich längerfristig binden und die aktuellen Sätze über mehrere Jahre sichern möchte, findet hier schlicht kein passendes Produkt. Auch die Zinsausschüttung erst zum Laufzeitende kostet im Vergleich zu jährlich gutschreibenden Anbietern etwas Rendite.

Die Festgeld- sowie Sparbriefzinsen orientieren sich in der Regel am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Dieser wurde am 11. Juni 2026 erstmals seit September 2023 wieder angehoben: Der Einlagenzins stieg zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent. Hintergrund der Erhöhung ist die zuletzt wieder anziehende Inflation infolge steigender Energiepreise.

Wie umfangreiche Recherchen der reisetopia Finanzexperten zeigen, liegt der durchschnittliche Zinssatz für Angebote in den Bereichen Festgeld und Sparbrief in Deutschland im August 2026 bei Wahl eines der besser verzinsten Angebote bereits bei kurzen Laufzeiten von einem Jahr deutlich über dem Leitzins der EZB.

Nach einer relativen Stagnation in den ersten Monaten des Jahres ziehen die Festgeldzinsen seit einiger Zeit wieder spürbar an. Die reisetopia Analyse der verschiedenen Laufzeiten zeigt, dass die Zinsen über alle Laufzeiten hinweg seit dem Frühjahr kontinuierlich gestiegen sind und zuletzt sogar noch einmal deutlicher zugelegt haben:

Festgeld Zinsen August 2026

Die durchschnittliche Höhe der Zinsen in den vergangenen sechs Monaten stellte sich bei einer beispielhaften Anlagedauer von drei Jahren wie folgt dar, wobei sich der anhaltend positive Trend gut erkennen lässt:

  • Februar 2026: 2,27 Prozent
  • März 2026: 2,30 Prozent
  • April 2026: 2,38 Prozent
  • Mai 2026: 2,45 Prozent
  • Juni 2026: 2,56 Prozent
  • Juli 2026: 2,71 Prozent

Im August 2026 liegt der durchschnittliche Zinssatz für Festgeldanlagen bei einer Anlagedauer von einem Jahr bei 2,52 Prozent. Wer sich für eine Anlage über drei Jahre entscheidet, erzielt im Schnitt sogar einen Zinssatz von 2,78 Prozent – ein weiterer spürbarer Anstieg gegenüber dem Vormonat!

Diese Banken zahlen bei längeren Laufzeiten mehr

Wer über zwölf Monate hinaus plant, muss sich anderweitig umsehen – alle Eckdaten dazu haben wir im Test zum Bank of Scotland Festgeld zusammengefasst. Für mehrjährige Anlagen zahlen andere Institute derzeit deutlich mehr, etwa die J&T Direktbank mit 3,2 Prozent über zwei bis fünf Jahre. Die folgende Übersicht zeigt, welche Banken über welche Laufzeit aktuell vorne liegen.

Bigbank Festgeld

  • Zinssatz: bis zu 3,20 Prozent p.a.
  • Laufzeit: 1 Monat bis 10 Jahre
  • Anlagebetrag: ab 1.000 Euro
  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: zum Laufzeitende oder jährlich

Gefa Bank Festgeld

  • Zinssatz: bis zu 3,3 Prozent p.a.
  • Laufzeit: 6 Monate bis 5 Jahre
  • Anlagebetrag: ab 10.000 Euro
  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: zum Laufzeitende

Volkswagen Bank Sparbrief

  • Zinssatz: 2,8 bis zu 3,1 Prozent p.a.
  • Laufzeit: 1 Jahr bis 5 Jahre
  • Anlagebetrag: ab 2.500 Euro
  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: jährlich

Die breiteste Auswahl bietet im August 2026 das Bigbank Festgeld: Anlegen lässt sich von einem Monat bis zu zehn Jahren, schon ab 1.000 Euro und ohne Obergrenze nach oben. Fürs Jahresfestgeld gibt es 3,05 Prozent, ab drei Jahren durchgehend 3,2 Prozent.

Wer maximale Zinsen mit freier Laufzeitwahl verbinden möchte, ist hier goldrichtig. Zu bedenken ist allerdings, dass die Einlagen über die estnische Einlagensicherung abgesichert sind.

Bigbank Festgeld

  • 2,25 bis 3,20 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 1 Monat bis 10 Jahre Anlagedauer
  • Ab 1.000 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung: zum Laufzeitende oder jährlich
  • Ausbaufähige Einlagensicherung

Für lange Bindungen zählt das Gefa Bank Festgeld zu den Spitzenreitern: über fünf Jahre zahlt die Bank 3,3 Prozent, über vier Jahre 3,1 Prozent – und das mit deutscher Einlagensicherung.

Kurze Laufzeiten sind dagegen nicht die Stärke des Angebots, fürs Jahresfestgeld gibt es lediglich 2,35 Prozent. Der Einstieg gelingt erst ab 10.000 Euro, dafür ist zum Laufzeitende keine Kündigung nötig.

Gefa Bank Festgeld

  • 2,11 bis 3,3 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 6 Monate bis 5 Jahre Anlagedauer
  • Ab 10.000 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung zum Laufzeitende
  • Hervorragende Einlagensicherung

Wer größere Summen deutsch absichern möchte, findet im Volkswagen Bank Sparbrief die passende Adresse: Bis zu drei Millionen Euro lassen sich anlegen, über zwei und drei Jahre gibt es jeweils 3,1 Prozent, fürs Jahresfestgeld 3 Prozent.

Der Einstieg beginnt bei 2.500 Euro, eine Kündigung zum Laufzeitende ist nicht nötig. Bei vier und fünf Jahren fällt der Zins auf 2,8 Prozent – für sehr lange Bindungen gibt es also bessere Optionen.

Volkswagen Bank Sparbrief

  • 2,8 bis 3,1 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 1 Jahr bis 5 Jahre Anlagedauer
  • Ab 2.500 Euro Anlagebetrag
  • Jährliche Zinsausschüttung
  • Hervorragende Einlagensicherung

Sofern mehr Flexibilität bei der Anlage gewünscht ist, könnte sich auch ein Blick auf die momentan besten Angebote aus dem reisetopia Tagesgeld-Vergleich lohnen.

Zu begeistern weiß hierbei aktuell speziell das Bank of Scotland Tagesgeld, das Neukunden 3 Prozent für zwölf Monate garantiert – danach greift der reguläre Zins von 1,25 Prozent.

Bank of Scotland Tagesgeld

  • 3 Prozent Zinsen für Neukunden bis zu zwölf Monate
  • 1,25 Prozent Zinsen für Bestandskunden
  • Aktionszins bis 50.000 Euro
  • Jährliche Zinsausschüttung
  • Gute Einlagensicherung

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Autor

Nina unterstützt das Content-Team als Junior Content Managerin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Erstellung abwechslungsreicher News bis hin zu aktuellen Deals. Darüber hinaus achtet sie darauf, dass bestehende Inhalte regelmäßig aktualisiert und inhaltlich auf dem neusten Stand bleiben.

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