Die Bank of Scotland erhöht ihre Festgeldzinsen erneut – diesmal am kurzen Ende. Ab sechs Monaten Laufzeit zahlt die Bank damit mittlerweile 3 Prozent – und die frühere Befristung des Spitzenzinses ist ersatzlos entfallen.

Bank of Scotland Festgeld

  • 2,75 bis 3 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 3 Monate bis 1 Jahr Anlagedauer
  • Ab 100 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung zum Laufzeitende
  • Gute Einlagensicherung

Damit setzt sich die Direktbank am kurzen Ende an die Spitze: Über drei und über sechs Monate zahlt derzeit kein anderes Institut in unserem Festgeld-Vergleich mehr.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sechs und neun Monate bringen jetzt 3 statt 2,7 beziehungsweise 2,8 Prozent
  • Über drei Monate steigt der Zins von 2,6 auf 2,75 Prozent
  • Die Befristung des Spitzenzinses ist entfallen, zwölf Monate bleiben bei 3 Prozent

3 Prozent schon ab sechs Monaten Laufzeit

Die größte Bewegung gibt es diesmal in der Mitte der Laufzeitpalette: Sechs und neun Monate bringen jetzt jeweils 3 Prozent statt bisher 2,7 und 2,8 Prozent. Damit erreichen sie denselben Satz wie die zwölfmonatige Anlage, die unverändert bei 3 Prozent liegt. Wer sich nicht für ein ganzes Jahr binden möchte, verzichtet also auf keinen Zins mehr.

Auch die kürzeste Laufzeit wurde angefasst: Drei Monate bringen statt 2,6 nun 2,75 Prozent. Ebenso wichtig ist, was weggefallen ist – bislang galt der Spitzensatz nur für Abschlüsse bis Ende Juli. Diese Befristung führt die Bank nicht mehr, das Angebot steht damit ohne Stichtag.

Schon ab 100 Euro – die Konditionen im Detail

Die Einstiegshürde bleibt mit 100 Euro ausgesprochen niedrig, die Zinsen fließen jeweils am Ende der Laufzeit. Alle Konditionen im Überblick:

LaufzeitZinsen
3 Monate2,75 Prozent p.a.
6 Monate3 Prozent p.a.
9 Monate3 Prozent p.a.
12 Monate3 Prozent p.a.
Anlagebetrag100 bis 500.000 Euro
Einlagensicherung100.000 Euro

Starker Kurzläufer – aber nichts für lange Bindung

Im Kurzfrist-Segment führt das Angebot unseren Vergleich jetzt an: Über drei Monate liegt die Bank of Scotland mit 2,75 Prozent vorne, über sechs Monate mit 3 Prozent ebenfalls. Über zwölf Monate reicht es weiterhin für das vordere Feld – die BBVA zahlt dort mit 3,1 Prozent sowie Bigbank und die J&T Direktbank mit jeweils 3,05 Prozent noch etwas mehr.

Der entscheidende Nachteil liegt woanders: Bei zwölf Monaten ist Schluss. Wer sich längerfristig binden und die aktuellen Sätze über mehrere Jahre sichern möchte, findet hier schlicht kein passendes Produkt. Auch die Zinsausschüttung erst zum Laufzeitende kostet im Vergleich zu jährlich gutschreibenden Anbietern etwas Rendite.

Die Festgeld- sowie Sparbriefzinsen orientieren sich in der Regel am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Dieser wurde am 11. Juni 2026 erstmals seit September 2023 wieder angehoben: Der Einlagenzins stieg zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent. Hintergrund der Erhöhung ist die zuletzt wieder anziehende Inflation infolge steigender Energiepreise.

Wie umfangreiche Recherchen der reisetopia Finanzexperten zeigen, liegt der durchschnittliche Zinssatz für Angebote in den Bereichen Festgeld und Sparbrief in Deutschland im August 2026 bei Wahl eines der besser verzinsten Angebote bereits bei kurzen Laufzeiten von einem Jahr deutlich über dem Leitzins der EZB.

Nach einer relativen Stagnation in den ersten Monaten des Jahres ziehen die Festgeldzinsen seit einiger Zeit wieder spürbar an. Die reisetopia Analyse der verschiedenen Laufzeiten zeigt, dass die Zinsen über alle Laufzeiten hinweg seit dem Frühjahr kontinuierlich gestiegen sind und zuletzt sogar noch einmal deutlicher zugelegt haben:

Festgeld Zinsen August 2026

Die durchschnittliche Höhe der Zinsen in den vergangenen sechs Monaten stellte sich bei einer beispielhaften Anlagedauer von drei Jahren wie folgt dar, wobei sich der anhaltend positive Trend gut erkennen lässt:

  • Februar 2026: 2,27 Prozent
  • März 2026: 2,30 Prozent
  • April 2026: 2,38 Prozent
  • Mai 2026: 2,45 Prozent
  • Juni 2026: 2,56 Prozent
  • Juli 2026: 2,71 Prozent

Im August 2026 liegt der durchschnittliche Zinssatz für Festgeldanlagen bei einer Anlagedauer von einem Jahr bei 2,52 Prozent. Wer sich für eine Anlage über drei Jahre entscheidet, erzielt im Schnitt sogar einen Zinssatz von 2,78 Prozent – ein weiterer spürbarer Anstieg gegenüber dem Vormonat!

Diese Banken zahlen bei längeren Laufzeiten mehr

Wer über zwölf Monate hinaus plant, muss sich anderweitig umsehen – alle Eckdaten dazu haben wir im Test zum Bank of Scotland Festgeld zusammengefasst. Für mehrjährige Anlagen zahlen andere Institute derzeit deutlich mehr, etwa die J&T Direktbank mit 3,2 Prozent über zwei bis fünf Jahre. Die folgende Übersicht zeigt, welche Banken über welche Laufzeit aktuell vorne liegen.

BBVA Festgeld

  • Zinssatz: bis zu 3,5 Prozent p.a.
  • Laufzeit: 6 Monate bis 5 Jahre
  • Anlagebetrag: ab 500 Euro
  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: zum Laufzeitende

Gefa Bank Festgeld

  • Zinssatz: bis zu 3,3 Prozent p.a.
  • Laufzeit: 6 Monate bis 5 Jahre
  • Anlagebetrag: ab 10.000 Euro
  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: zum Laufzeitende

Volkswagen Bank Sparbrief

  • Zinssatz: 2,8 bis zu 3,1 Prozent p.a.
  • Laufzeit: 1 Jahr bis 5 Jahre
  • Anlagebetrag: ab 2.500 Euro
  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: jährlich

Die stärksten Zinsen fürs Jahresfestgeld bietet im August 2026 das BBVA Bank Festgeld: Über zwölf Monate zahlt die Bank 3,1 Prozent, über drei Jahre 3,3 Prozent und über fünf Jahre 3,5 Prozent. Schon für sechs Monate gibt es 2,85 Prozent.

Die Einlagen sichert der spanische Einlagensicherungsfonds bis 100.000 Euro ab, die Zinsen fließen vollständig zum Laufzeitende. Angelegt werden können 500 bis 1.000.000 Euro, vorausgesetzt wird ein kostenloses BBVA Girokonto.

BBVA Festgeld

  • 2,85 bis 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 6 Monate bis 5 Jahre Anlagedauer
  • Ab 500 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung zum Laufzeitende
  • Hervorragende Einlagensicherung

Für lange Bindungen zählt das Gefa Bank Festgeld zu den Spitzenreitern: über fünf Jahre zahlt die Bank 3,3 Prozent, über vier Jahre 3,1 Prozent – und das mit deutscher Einlagensicherung.

Kurze Laufzeiten sind dagegen nicht die Stärke des Angebots, fürs Jahresfestgeld gibt es lediglich 2,35 Prozent. Der Einstieg gelingt erst ab 10.000 Euro, dafür ist zum Laufzeitende keine Kündigung nötig.

Gefa Bank Festgeld

  • 2,11 bis 3,3 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 6 Monate bis 5 Jahre Anlagedauer
  • Ab 10.000 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung zum Laufzeitende
  • Hervorragende Einlagensicherung

Wer größere Summen deutsch absichern möchte, findet im Volkswagen Bank Sparbrief die passende Adresse: Bis zu drei Millionen Euro lassen sich anlegen, über zwei und drei Jahre gibt es jeweils 3,1 Prozent, fürs Jahresfestgeld 3 Prozent.

Der Einstieg beginnt bei 2.500 Euro, eine Kündigung zum Laufzeitende ist nicht nötig. Bei vier und fünf Jahren fällt der Zins auf 2,8 Prozent – für sehr lange Bindungen gibt es also bessere Optionen.

Volkswagen Bank Sparbrief

  • 2,8 bis 3,1 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 1 Jahr bis 5 Jahre Anlagedauer
  • Ab 2.500 Euro Anlagebetrag
  • Jährliche Zinsausschüttung
  • Hervorragende Einlagensicherung

Sofern mehr Flexibilität bei der Anlage gewünscht ist, könnte sich auch ein Blick auf die momentan besten Angebote aus dem reisetopia Tagesgeld-Vergleich lohnen.

Zu begeistern weiß hierbei aktuell speziell das Bank of Scotland Tagesgeld, das Neukunden 3 Prozent für zwölf Monate garantiert – danach greift der reguläre Zins von 1,25 Prozent.

Bank of Scotland Tagesgeld

  • 3 Prozent Zinsen für Neukunden bis zu zwölf Monate
  • 1,25 Prozent Zinsen für Bestandskunden
  • Aktionszins bis 50.000 Euro
  • Jährliche Zinsausschüttung
  • Gute Einlagensicherung

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Autor

Nina unterstützt das Content-Team als Junior Content Managerin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Erstellung abwechslungsreicher News bis hin zu aktuellen Deals. Darüber hinaus achtet sie darauf, dass bestehende Inhalte regelmäßig aktualisiert und inhaltlich auf dem neusten Stand bleiben.

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