Trade.com wirbt als internationaler Multi-Asset-Broker mit über 2.100 Handelsinstrumenten, professionellen Plattformen wie MetaTrader 5 und einer EU-Regulierung durch die zypriotische CySEC. Doch hinter dem breiten Angebot steckt ein reiner CFD-Broker — echte Aktien oder ETFs gibt es im europäischen Angebot nicht. Wir haben die Trade.com Erfahrungen, Kosten und Leistungen im Detail geprüft und zeigen Euch, für wen sich der Anbieter lohnt und wer besser zu einer Alternative greift.

Trade.com

  • Über 2.100 CFD-Instrumente auf Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe & Krypto
  • MetaTrader 5, WebTrader & TradingView-Anbindung
  • Kostenloses Demokonto & Schulungsbereich
  • Keine Ein- und Auszahlungsgebühren
  • CySEC-reguliert, 20.000 € Anlegerentschädigung (ICF)

Der Broker richtet sich klar an aktive Trader: Gehandelt werden Differenzkontrakte (CFDs) auf Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe, ETFs und Kryptowährungen — mit Hebel, in beide Richtungen und zu Konditionen, die je nach Kontomodell variieren. Was das in der Praxis bedeutet, haben wir uns genau angesehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trade.com ist ein CySEC-regulierter CFD-Broker mit über 2.100 Instrumenten auf Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe und Kryptowährungen
  • Im europäischen Angebot handelt Ihr ausschließlich CFDs — echte Aktien, ETFs oder Sparpläne gibt es nicht
  • Mit Kommissionen ab 0,4 Prozent je Aktien-CFD-Order, Spreads und 2 Prozent Währungsumrechnung liegen die Kosten deutlich über deutschen Neobrokern
  • Für langfristige Anleger und ETF-Sparer sind Depots wie Smartbroker+ oder Trade Republic die klar bessere Wahl

In diesem Test erfahrt Ihr, welche Leistungen und Kontomodelle Trade.com bietet, welche Gebühren wirklich anfallen, wie sicher Eure Einlagen sind und welche Erfahrungen andere Kunden mit dem Broker gemacht haben.

Für wen eignet sich Trade.com?

Trade.com ist kein klassisches Depot, sondern eine Trading-Plattform für den kurzfristigen, spekulativen Handel. Wer regelmäßig mit Hebel auf steigende oder fallende Kurse setzen möchte und die Risiken von Differenzkontrakten kennt, findet hier ein breites Instrumentenangebot. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist der Anbieter dagegen ungeeignet.

Geeignet fürWeniger geeignet für
✔️ Erfahrene, aktive CFD- und Forex-Trader✘ ETF-Sparer — es gibt keinerlei Sparpläne
✔️ Trader, die MetaTrader 5 oder TradingView nutzen möchten✘ Langfristige Anleger — echte Aktien und ETFs fehlen im Angebot
✔️ Nutzer, die viele Anlageklassen über eine Plattform handeln wollen✘ Einsteiger — 72 Prozent der Kleinanlegerkonten verlieren laut Anbieter Geld mit CFDs
✔️ Interessenten, die zunächst mit einem Demokonto üben möchten✘ Alle, die eine automatische deutsche Steuerabführung erwarten

Die Tabelle zeigt bereits das Kernproblem: Trade.com bedient eine Nische. Wer kein aktiver Trader ist, zahlt hier für Leistungen, die er nicht braucht — und verzichtet auf Basics wie Sparpläne oder die deutsche Einlagensicherung, die bei einem Trade Republic Depot selbstverständlich sind.

reisetopia Tipp: Für den langfristigen Vermögensaufbau mit echten Aktien und ETFs sind kostenlose deutsche Neobroker wie Smartbroker+ oder Trade Republic die deutlich bessere Wahl. Trade.com lohnt sich höchstens für erfahrene Trader, die gezielt CFDs handeln wollen.

Bevor wir in die Details gehen, lohnt ein Blick auf die Eckdaten des Anbieters im Überblick.

Trade.com

  • Über 2.100 CFD-Instrumente auf Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe & Krypto
  • MetaTrader 5, WebTrader & TradingView-Anbindung
  • Kostenloses Demokonto & Schulungsbereich
  • Keine Ein- und Auszahlungsgebühren
  • CySEC-reguliert, 20.000 € Anlegerentschädigung (ICF)

Welche Leistungen bietet Trade.com?

Trade.com bündelt den Handel mit über 2.100 CFD-Instrumenten auf einer Plattform: Devisenpaare, Aktien- und ETF-CFDs, Indizes, Rohstoffe und Kryptowährungen. Gehandelt wird wahlweise über die hauseigene App, den browserbasierten WebTrader oder MetaTrader 5 — inklusive TradingView-Anbindung und Analysen von Trading Central.

Die Konditionen hängen vom Kontomodell ab, das sich nach der Einzahlungshöhe richtet. Bereits ab 100 Euro seid Ihr mit dem Silber-Konto dabei, die besten Spreads gibt es allerdings erst im sechsstelligen Bereich.

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Die vier Kontomodelle im Überblick:

KontomodellMindesteinzahlungSpread EUR/USDKommission Aktien-CFDs
Silber100 €ab 1,9 Pips0,4 % (min. 10 USD)
Gold10.000 €ab 1,4 Pips0,32 %
Platin50.000 €ab 1 Pip0,24 %
Exklusiv100.000 €ab 0,8 Pips0,16 %

Alle Kontomodelle beinhalten tägliche Marktanalysen, den Zugang zu allen Plattformen und den Kundensupport; ab dem Gold-Konto kommt ein persönlicher Kundenbetreuer hinzu. Ein kostenloses Demokonto mit virtuellem Guthaben steht ebenfalls bereit — für einen CFD-Broker dieser Preisklasse ein Muss.

Trade com Erfahrungen mit MetaTrader WebTrader und App
Gehandelt wird bei Trade.com wahlweise per App, WebTrader oder MetaTrader 5

Wichtig zur Einordnung: Anders als bei deutschen Brokern erwerbt Ihr bei Trade.com im EU-Angebot zu keinem Zeitpunkt echte Wertpapiere. Ein CFD bildet nur den Kursverlauf ab — Dividenden werden verrechnet, Stimmrechte oder eine Verwahrung im eigenen Depot gibt es nicht.

Welche Vorteile bietet Trade.com?

Auch wenn Trade.com für die meisten Privatanleger nicht die erste Wahl ist, bringt der Broker für seine Zielgruppe — aktive CFD-Trader — einige handfeste Stärken mit.

Die wichtigsten Trade.com Vorteile im Überblick:

  • Über 2.100 CFD-Instrumente auf Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe, ETFs und Kryptowährungen
  • Professionelle Plattformen: MetaTrader 5, WebTrader, App und TradingView-Anbindung
  • Kostenloses Demokonto und umfangreicher Schulungsbereich
  • Keine Ein- und Auszahlungsgebühren
  • CySEC-Regulierung mit getrennten Kundengeldern und Negativsaldoschutz
  • Support mit deutscher Rufnummer und Live-Chat

Breites CFD-Angebot über alle Anlageklassen

Mit über 2.100 Instrumenten deckt Trade.com praktisch alle relevanten Märkte ab: von den großen Devisenpaaren über internationale Aktien und Indizes bis zu Rohstoffen wie Gold und Öl sowie Kryptowährungen. Wer verschiedene Anlageklassen über ein einziges Konto handeln möchte, muss hier nicht zwischen mehreren Anbietern wechseln.

Professionelle Plattformen: MetaTrader 5, WebTrader & TradingView

Neben der hauseigenen App und dem WebTrader stellt Trade.com den Branchenstandard MetaTrader 5 bereit — inklusive macOS-Version, automatisierten Handelsstrategien und umfangreicher Chartanalyse. Die TradingView-Anbindung und die Analysen von Trading Central runden das Paket ab. Bei den Plattformen spielt der Broker auf dem Niveau deutlich größerer Konkurrenten.

Kostenloses Demokonto & Schulungsbereich

Über das Demokonto könnt Ihr sämtliche Plattformen mit virtuellem Guthaben risikofrei testen, bevor echtes Geld fließt. Dazu kommen Webinare, Video-Tutorials, Marktanalysen und ein Wirtschaftskalender. Gerade beim hochriskanten CFD-Handel ist das eine sinnvolle Möglichkeit, die eigene Strategie zu prüfen.

Keine Ein- und Auszahlungsgebühren

Einzahlungen per Visa, Mastercard, Banküberweisung, Skrill oder Neteller sind ebenso kostenfrei wie Auszahlungen — die entstehenden Transaktionskosten übernimmt laut Anbieter Trade.com. Auszahlungen werden nach unseren Recherchen in der Regel innerhalb von 24 Stunden bearbeitet.

Regulierung in der EU mit Negativsaldoschutz

Das europäische Angebot wird von der Trade Capital Markets Ltd betrieben, die seit 2014 von der zypriotischen Finanzaufsicht CySEC lizenziert ist (Lizenznummer 227/14). Kundengelder liegen getrennt vom Firmenvermögen auf separaten Bankkonten, und der EU-weit vorgeschriebene Negativsaldoschutz stellt sicher, dass Ihr nicht mehr verlieren könnt, als auf dem Konto liegt.

Support mit deutscher Rufnummer

Der Kundenservice ist von Sonntagabend bis Freitagabend durchgehend erreichbar — per Live-Chat, E-Mail und über eine Rufnummer mit deutscher Vorwahl. E-Mail-Anfragen werden meist innerhalb eines Tages beantwortet. Das ist mehr, als manch deutscher Neobroker bietet, auch wenn die Qualität des Supports in Kundenbewertungen gemischt wegkommt.

Trade.com

  • Über 2.100 CFD-Instrumente auf Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe & Krypto
  • MetaTrader 5, WebTrader & TradingView-Anbindung
  • Kostenloses Demokonto & Schulungsbereich
  • Keine Ein- und Auszahlungsgebühren
  • CySEC-reguliert, 20.000 € Anlegerentschädigung (ICF)

Welche Nachteile hat Trade.com?

Den Stärken für aktive Trader stehen gravierende Schwächen gegenüber — vor allem, wenn man Trade.com mit deutschen Depots und Neobrokern vergleicht.

Die wichtigsten Trade.com Nachteile im Überblick:

  • Keine echten Aktien, ETFs oder Sparpläne — ausschließlich CFD-Handel
  • Hohe Handelskosten: Kommission ab 0,4 Prozent plus Spreads und 2 Prozent Währungsumrechnung
  • Inaktivitätsgebühr von 25 USD pro Monat nach 90 Tagen ohne Handel
  • Nicht steuereinfach — die Abgeltungsteuer müsst Ihr selbst deklarieren
  • Nur 20.000 Euro Anlegerentschädigung statt deutscher Einlagensicherung, durchwachsene Kundenbewertungen

Keine echten Aktien, ETFs oder Sparpläne

Der größte Nachteil: Im EU-Angebot von Trade.com gibt es ausschließlich CFDs. Ihr könnt weder echte Aktien noch ETFs kaufen, geschweige denn einen Sparplan einrichten. Für den langfristigen Vermögensaufbau — das Ziel der allermeisten Privatanleger — ist der Anbieter damit schlicht ungeeignet.

Hohe Handelskosten im Vergleich zu Neobrokern

Im Silber-Konto — dem Modell, in dem die meisten Kunden starten — kostet ein Aktien-CFD 0,4 Prozent Kommission, mindestens aber 10 USD pro Order. Dazu kommen Spreads ab 1,9 Pips bei EUR/USD und eine happige Gebühr von 2 Prozent für jede Währungsumrechnung. Deutsche Neobroker handeln echte Aktien für 0 bis 1 Euro pro Order.

Inaktivitätsgebühr von 25 USD pro Monat

Wer 90 Tage lang nicht handelt, zahlt 25 USD Inaktivitätsgebühr — pro Monat. Nach zwölf Monaten Inaktivität wird zusätzlich eine jährliche Gebühr von 100 USD fällig. Ein Konto bei Trade.com “einfach liegen lassen” wird damit teuer und macht den Broker für Gelegenheitsnutzer unattraktiv.

Nicht steuereinfach — Abgeltungsteuer in Eigenregie

Als zypriotischer Anbieter führt Trade.com keine deutsche Abgeltungsteuer ab. Sämtliche Gewinne müsst Ihr selbst in der Steuererklärung angeben — inklusive der seit 2021 geltenden Verlustverrechnungsbeschränkung für Termingeschäfte, die CFD-Trader besonders trifft. Deutsche Broker wie das Smartbroker+ Depot erledigen das automatisch.

Durchwachsene Bewertungen & begrenzte Entschädigung

Auf Trustpilot kommt Trade.com nur auf rund 2,9 von 5 Sternen. Häufigste Kritikpunkte sind lange Wartezeiten beim Support und eine als intransparent empfundene Gebührenstruktur. Dazu kommt: Im Insolvenzfall greift lediglich der zypriotische Anlegerentschädigungsfonds (ICF) mit maximal 20.000 Euro — deutlich weniger als die 100.000 Euro der deutschen Einlagensicherung.

Welche Kosten fallen bei Trade.com an?

Die Gebührenstruktur von Trade.com ist komplexer als bei deutschen Brokern, weil sie sich aus Kommissionen, Spreads und Nebenkosten zusammensetzt. Die wichtigsten Posten haben wir zusammengefasst:

KostenpunktHöhe
Kontoführung0 €
Kommission Aktien-/ETF-CFDs0,16–0,4 % (Silber: min. 10 USD)
Spread EUR/USDab 0,8–1,9 Pips (je nach Kontomodell)
Übernachtfinanzierung (Swap)variabel je Instrument, täglich
Währungsumrechnung2 %
Inaktivitätsgebühr25 USD/Monat (nach 90 Tagen), 100 USD/Jahr (nach 12 Monaten)
Ein-/Auszahlungen0 €

Besonders die Übernachtfinanzierung wird häufig unterschätzt: Wer eine gehebelte Position über Nacht hält, zahlt täglich eine Swap-Gebühr. CFDs sind dadurch als längerfristiges Investment strukturell teuer — sie sind für den kurzfristigen Handel gebaut.

Trade com Kosten und Gebühren im Überblick
Kommissionen, Spreads und Nebenkosten: Die Gebühren von Trade.com liegen deutlich über deutschen Neobrokern

Positiv bleibt festzuhalten: Kontoführung, Ein- und Auszahlungen sind kostenlos, und die Mindesteinzahlung von 100 Euro ist niedrig. Die laufenden Handelskosten machen diesen Vorteil allerdings schnell zunichte.

Wie schlägt sich Trade.com im Kostenvergleich?

Der direkte Vergleich mit deutschen Anbietern zeigt, wie groß der Kostenunterschied wirklich ist. Als Beispiel dient eine Aktienposition über 1.000 Euro:

AnbieterKosten 1.000-€-OrderProduktartETF-Sparpläne
Trade.comca. 10 USD (0,4 %, min. 10 USD) + SpreadCFDkeine
Smartbroker+0 € (gettex, ab 500 €)echte Aktien/ETFsalle kostenlos
Trade Republic1 €echte Aktien/ETFsalle kostenlos
XTB0 € Kommission (bis 100.000 € Monatsumsatz)echte Aktien/ETFs + CFDskostenlos

Der Vergleich fällt eindeutig aus — und das noch ohne die Währungsumrechnungsgebühr und mögliche Inaktivitätskosten:

Mehrkosten bei Trade.com: Wer 20 Aktienpositionen à 1.000 Euro im Jahr handelt, zahlt bei Trade.com rund 185 Euro allein an Kommissionen — bei Trade Republic wären es 20 Euro, bei Smartbroker+ und XTB sogar 0 Euro. Dazu kommen Spreads, Swaps und 2 Prozent Währungsumrechnung bei USD-Positionen.

Wer die Auswahl unter kostengünstigen Anbietern systematisch angehen möchte, findet in unserem Depot-Vergleich alle von uns getesteten Broker im Überblick.

Wie sicher ist Trade.com?

Trade.com ist kein unregulierter Offshore-Broker: Die Trade Capital Markets Ltd unterliegt als zypriotisches Investmentunternehmen der CySEC und darf ihre Dienstleistungen über das EU-Passporting-Verfahren im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anbieten — auch in Deutschland. Eine direkte Aufsicht durch die BaFin besteht dabei allerdings nicht.

Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen auf separaten Konten internationaler Banken verwahrt und bleiben auch im Insolvenzfall Eigentum der Kunden. Zusätzlich greift der zypriotische Investor Compensation Fund (ICF) mit einer Absicherung von bis zu 20.000 Euro pro Kunde. Zum Vergleich: Deutsche Broker sichern Barguthaben über die gesetzliche Einlagensicherung mit bis zu 100.000 Euro ab, Wertpapiere gelten dort außerdem als geschütztes Sondervermögen.

Ein Punkt für das Vertrauensprofil: Medienberichten zufolge verhängte die CySEC 2016/17 gegen die Vorgängergesellschaft des Anbieters eine Geldstrafe von 30.000 Euro wegen Compliance-Verstößen. Solche Altlasten sind in der CFD-Branche nicht ungewöhnlich, gehören zur ehrlichen Einordnung aber dazu. Der verpflichtende Risikohinweis des Brokers spricht ohnehin die deutlichste Sprache: 72 Prozent der Kleinanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel Geld.

Was steckt hinter Trade.com?

Hinter der Marke Trade.com steht die Trade Capital Holding mit Sitz in Zypern. Das europäische Geschäft betreibt die Tochter Trade Capital Markets Ltd aus Limassol, die seit 2014 über die CySEC-Lizenz 227/14 verfügt. Daneben gehören zur Gruppe Einheiten mit Lizenzen der britischen FCA, der US-Aufsicht FINRA/SEC und der FSC auf Mauritius — Trade.com ist also international breit aufgestellt.

Hinter Trade com steht die international aufgestellte Trade Capital Holding
Die Trade Capital Holding ist mit Lizenzen in der EU, Großbritannien, den USA und auf Mauritius international aufgestellt

Im deutschsprachigen Markt tritt der Broker seit etwa 2016 auf. Anders als viele deutsche Konkurrenten hat sich Trade.com nie vom CFD-Modell gelöst: Während Anbieter wie XTB oder eToro ihr Angebot längst um echte Aktien und ETFs erweitert haben, bleibt das EU-Angebot von Trade.com ein reines Derivate-Geschäft.

Welche Erfahrungen gibt es mit Trade.com?

Die Kundenbewertungen zeichnen ein gemischtes Bild. Auf Trustpilot steht Trade.com bei rund 2,9 von 5 Sternen (Stand Anfang 2026, gut 250 Bewertungen) — für einen Broker ein unterdurchschnittlicher Wert. Positiv heben Nutzer die übersichtlichen Plattformen, die große Instrumentenauswahl und die reibungslosen Ein- und Auszahlungen hervor.

Auf der Gegenseite stehen wiederkehrende Beschwerden über lange Wartezeiten beim Support, aufdringliche Anrufe von Kundenbetreuern und unerwartete Gebühren — insbesondere die Inaktivitätsgebühr und die Währungsumrechnung tauchen in kritischen Bewertungen regelmäßig auf. Wer sich für Trade.com entscheidet, sollte die Gebührenordnung daher vorab genau lesen.

So bewerten die reisetopia Finanzexperten Trade.com

Wir bewerten Broker nach festen Kriterien: Kosten, Produktauswahl, Sicherheit, App und Bedienung sowie Service. Trade.com liefert bei Plattformen und Instrumentenbreite ab, fällt aber bei den Kosten, der fehlenden Steuereinfachheit und dem fehlenden Angebot echter Wertpapiere deutlich hinter die von uns empfohlenen Broker zurück. In unserem internen Scoring landet der Anbieter damit auf einem der hinteren Plätze aller getesteten Depots und Trading-Plattformen.

Wie eröffnet man ein Konto bei Trade.com?

Die Kontoeröffnung läuft vollständig online über das Kundenportal und dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Wie bei allen EU-regulierten Brokern gehört dazu ein Angemessenheitstest: Ihr beantwortet Fragen zu Eurer Handelserfahrung und Eurem Finanzwissen, bevor das Konto freigeschaltet wird.

Für die Verifizierung benötigt Ihr einen gültigen Personalausweis oder Reisepass sowie einen Adressnachweis, etwa eine aktuelle Verbraucherrechnung oder einen Kontoauszug. Die Prüfung der Dokumente dauert in der Regel einen Werktag.

  1. Registrierung im Kundenportal mit E-Mail-Adresse und Passwort
  2. Persönliche Daten angeben und Fragebogen zu Handelserfahrung und Finanzen ausfüllen
  3. Identität und Adresse per Dokumenten-Upload verifizieren
  4. Erste Einzahlung ab 100 Euro per Karte, Überweisung, Skrill oder Neteller tätigen
  5. Plattform wählen (App, WebTrader oder MetaTrader 5) und handeln — oder zunächst das Demokonto nutzen
Kostenlose Ein und Auszahlungen bei Trade com per Kreditkarte
Ein- und Auszahlungen per Visa, Mastercard, Überweisung, Skrill oder Neteller sind bei Trade.com kostenlos

Nach der Freischaltung solltet Ihr daran denken, dass Trade.com keine deutsche Steuer abführt: Legt Euch von Beginn an eine saubere Dokumentation aller Trades an, um die Gewinne später in der Steuererklärung deklarieren zu können.

Trade.com

  • Über 2.100 CFD-Instrumente auf Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe & Krypto
  • MetaTrader 5, WebTrader & TradingView-Anbindung
  • Kostenloses Demokonto & Schulungsbereich
  • Keine Ein- und Auszahlungsgebühren
  • CySEC-reguliert, 20.000 € Anlegerentschädigung (ICF)

Wie kann man das Trade.com Konto kündigen?

Eine formelle Kündigungsfrist gibt es nicht: Das Konto lässt sich jederzeit über den Support per E-Mail oder Live-Chat schließen. Vorher solltet Ihr alle offenen CFD-Positionen glattstellen und das verbleibende Guthaben vollständig auszahlen lassen — die Auszahlung selbst ist kostenlos.

Wichtig für alle, die das Konto nur vorübergehend nicht nutzen wollen: Wegen der Inaktivitätsgebühr von 25 USD pro Monat lohnt sich ein “Parken” des Kontos nicht. Wer absehbar länger als 90 Tage nicht handelt, fährt mit einer Schließung fast immer besser.

Welche Alternativen gibt es zu Trade.com?

Für die allermeisten Anleger gibt es bessere Optionen — je nachdem, was Ihr sucht: Wer echte Aktien und ETFs günstig handeln und dabei steuereinfach bleiben will, ist bei deutschen Neobrokern richtig. Wer gezielt CFDs handeln möchte, findet mit einem Anbieter wie dem eToro Depot oder XTB Broker, die CFDs UND echte Wertpapiere kombinieren. Einen Überblick über die spannendsten Anbieter ohne Filialbank-Gebühren liefert unser Neobroker-Vergleich; wer das Investieren lieber komplett abgibt, wird im Robo-Advisor-Vergleich fündig.

Wenn Euch das vorgestellte Depot nicht rundum überzeugt, lohnt sich ein Blick auf unsere Favoriten. Diese drei Anbieter schneiden in unserem Vergleich aktuell besonders gut ab:

Smartbroker+

Smartbroker+ ist unser Gesamtsieger: Aktien und ETFs ab 0 Euro über gettex (ab 500 Euro Ordervolumen), über 10.800 kostenlose Sparpläne und ein verzinstes Cash-Konto. Hinter dem Broker steht die Baader Bank mit deutscher Einlagensicherung und automatischer Steuerabführung.

Smartbroker+ Depot

  • Kostenlose Depotführung
  •  2,0% Zinsen p.a. auf Guthaben, ab drei Transaktionen pro Quartal
  • 0 Euro pro Trade ab 500 Euro Handelsvolumen über gettex
  • An allen deutschen Börsenplätzen handeln
  • Große Auswahl an kostenlosen Sparplänen

Traders Place

Traders Place überzeugt als ausgezeichneter Neobroker: alle Sparpläne kostenlos, Order über gettex ab 0 Euro (ab 500 Euro Ordervolumen) und über 40 Handelsplätze. Die Depotführung übernimmt die Baader Bank – inklusive deutscher Einlagensicherung und automatischer Steuerabführung.

Traders Place Depot

Aktion: 60 Euro Bonus
  • Kostenloses Depot
  • 2 Prozent Zinsen p.a. aufs Tagesgeld
  • Quartalsweise Zinsgutschrift
  • Einfache und schnelle Eröffnung
  • Über 30.000 Aktien

Scalable Wealth

Scalable Wealth ist unsere Empfehlung für die automatisierte Geldanlage: Vermögensverwaltung schon ab 20 Euro, wissenschaftliches Faktor-Investing und ein verzinstes Cash-Konto über die Scalable Capital Bank mit EZB-Vollbanklizenz.

Scalable Wealth Robo-Advisor

  • Automatisierte Vermögensverwaltung nach wissenschaftlichem Faktor-Investing
  • Gestaffelte Gebühr 0,75 % bis 0,49 % p.a. plus ETF-Kosten (~0,15 %)
  • Schon ab 20 Euro investierbar – Einmalanlage und Sparplan
  • 34 Anlagestrategien über mehrere Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien u. a.)
  • Scalable Capital Bank (EZB-Vollbanklizenz), Einlagensicherung bis 100.000 Euro

Unser Fazit & Empfehlung zu Trade.com

Trade.com ist ein solide regulierter, aber teurer CFD-Broker für eine kleine Zielgruppe: erfahrene, aktive Trader, die bewusst mit Hebel handeln, die Plattformwelt von MetaTrader 5 und TradingView schätzen und die steuerliche Eigenverantwortung nicht scheuen. Für diese Nische liefert der Anbieter ein professionelles Paket mit breiter Instrumentenauswahl und kostenfreien Ein- und Auszahlungen.

Für alle anderen — und damit für die große Mehrheit der Privatanleger — können wir Trade.com nicht empfehlen. Es gibt keine echten Aktien, keine ETFs, keine Sparpläne, keine deutsche Einlagensicherung und keine automatische Steuerabführung; dafür aber Kommissionen, Spreads, Währungsumrechnungs- und Inaktivitätsgebühren, die deutsche Neobroker längst abgeschafft haben. Der unterdurchschnittliche Trustpilot-Score passt in dieses Bild. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, fährt mit einem Scalable Capital Depot, Smartbroker+ oder Trade Republic in praktisch jeder Hinsicht besser.

Trade.com

  • Über 2.100 CFD-Instrumente auf Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe & Krypto
  • MetaTrader 5, WebTrader & TradingView-Anbindung
  • Kostenloses Demokonto & Schulungsbereich
  • Keine Ein- und Auszahlungsgebühren
  • CySEC-reguliert, 20.000 € Anlegerentschädigung (ICF)

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

Über 2.100 CFD-Instrumente – MetaTrader 5, WebTrader & TradingView.