Wer nach Tansania fliegt, muss seit Kurzem vorab ein Online-Gesundheitsformular ausfüllen und am Flughafen mit Fiebermessung rechnen. Grund sind die Ebola-Fälle in der Region.
Tansania reagiert auf die Ebola-Fälle in Ostafrika und verschärft die Gesundheitskontrollen für Einreisende. Wie Travelnews berichtet, müssen seit dem 17. Oktober 2026 alle Reisenden vorab eine Online-Gesundheitserklärung ausfüllen, unabhängig vom Herkunftsland. Grundlage ist ein Reisehinweis des tansanischen Gesundheitsministeriums, der für alle Flughäfen, Landgrenzen und Seehäfen gilt. Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Tansania entsprechend angepasst. In Tansania selbst gibt es bislang keinen bestätigten Ebola-Fall.
Das Wichtigste in Kürze
- Tansania hat am 17. Oktober 2026 die Gesundheitskontrollen bei der Einreise verschärft
- Reisende sollen vor Abflug oder bei Ankunft ein Online-Gesundheitsformular ausfüllen
- In Tansania gibt es bislang keinen bestätigten Ebola-Fall
Online-Formular und Fiebermessung für alle Einreisenden
Die wichtigste Neuerung ist ein digitales Gesundheitsformular. Reisende füllen es über das Portal Afya Msafiri des tansanischen Gesundheitsministeriums aus, entweder vor dem Abflug oder bei der Ankunft. Empfohlen wird, das Formular innerhalb von 24 Stunden vor der Ankunft auszufüllen, damit es bei der Einreisekontrolle keine zusätzliche Wartezeit gibt. Danach bekommt Ihr einen QR-Code, den Ihr bei der Ankunft digital oder ausgedruckt vorzeigen müsst.
Achtung: Auf dem Portal werden derzeit noch nur Reisende aus bestimmten Ländern zum Ausfüllen aufgefordert. Das ist veraltet, denn bisher galten die verschärften Kontrollen vor allem für Reisende aus der Demokratischen Republik Kongo und Uganda. Inzwischen ist das Formular für alle Ankommenden Pflicht.

Bei der Ankunft messen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde die Körpertemperatur und fragen nach Symptomen. Bei Reisenden mit erhöhtem Infektionsrisiko kann zusätzlich eine 21-tägige Gesundheitsüberwachung angeordnet werden. Die Behörden melden sich dann täglich per automatisierter Nachricht, und Ihr müsst darauf auch nach der Ausreise noch antworten. Wer während oder nach der Reise Symptome bemerkt, erreicht die Behörden über die kostenlose Hotline 199.
Auslöser sind die Ebola-Fälle in Kenia und im Kongo
Hintergrund ist ein Ausbruch des Bundibugyo-Ebolavirus, den die Demokratische Republik Kongo im Mai 2026 aus der Provinz Ituri gemeldet hat. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat daraufhin eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Im Kongo zählt die WHO inzwischen mehr als 9.000 bestätigte Fälle. Uganda hat seinen Ausbruch Ende August für beendet erklärt. Mitte Oktober hat aber das Nachbarland Kenia mehrere Fälle bestätigt. Mit Stand 17. Oktober waren es sieben, darunter ein Todesfall.

Gegen das Bundibugyo-Virus gibt es bisher keinen zugelassenen Impfstoff. Ein Reiseverbot oder eine Reisewarnung für Tansania gibt es aber nicht. Wer direkt nach Sansibar fliegt, füllt das Formular der Gesundheitsbehörde der Insel aus. Reist Ihr dagegen übers Festland weiter auf die Insel, gelten die Regeln des Festlands. Dazu kommt die Reiseversicherung, die erst seit Kurzem Pflicht ist: Seit dem 1. Oktober 2026 müssen Einreisende auf das Festland eine Police der staatlichen National Insurance Corporation vorweisen. Sie kostet 44 US-Dollar, das entspricht rund 39 Euro.
Ein Einreiseverbot ist das nicht, aber die Einreise wird aufwendiger. Füllt das Formular am besten innerhalb von 24 Stunden vor dem Abflug aus und speichert den QR-Code auf dem Handy. Zusammen mit der neuen Versicherungspflicht braucht die Einreise nach Tansania jetzt zwei digitale Nachweise. Offen ist, wie lange die Regel gilt: Das hängt davon ab, wie sich die Lage in Kenia und im Kongo entwickelt. Vor der Abreise lohnt sich deshalb ein Blick in die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
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