Am Flughafen London-Heathrow sorgt eine Flugstörung für zahlreiche Annullierungen, Verspätungen und Änderungen von Flügen. Sowohl Kurz-, Mittel- als auch Langstreckenverbindungen sind betroffen.
London-Heathrow zählt zu den wichtigsten Flughafendrehkreuzen für den europäischen Luftverkehr. Seit gestern Mittag gibt es dort eine weitreichende Flugstörung. Hintergrund sind technische Probleme der Flugsicherung. Darüber berichtet unter anderem das manager magazin unter Berufung auf AFP und Reuters.
Das Wichtigste in Kürze
- Seit gestern Mittag gibt es Flugstörungen an britischen Flughäfen
- Primär betroffen ist der Flughafen London-Heathrow
- Mindestens 1.300 Flüge sind seit gestern nicht planmäßig gestartet oder gelandet
Mindestens 1.300 Flüge betroffen
Um 13:46 Uhr Ortszeit meldete die britische Flugsicherungsbehörde NATS gestern, 8. September 2026, Schwierigkeiten mit dem Flugdatenverarbeitungssystem (FDPS). Das System speichert sicherheitsrelevante Informationen, die Airlines an die Flugsicherung weitergeben. Die Informationen werden etwa von Fluglotsen genutzt.
Doch weil es nicht funktionierte, mussten zahlreiche Maschinen am Boden bleiben. Andere verzögerten sich, mussten umgeleitet werden oder konnten nicht landen: 1.300 Starts und Landungen an zahlreichen britischen Flughäfen waren allein gestern betroffen. Unter anderem an den Flughäfen London-Heathrow, Gatwick, Stansted und Manchester sowie in Dublin gab es massive Probleme.

Erst um 19:30 Uhr teilte die Flugsicherung NATS mit, das Problem gelöst zu haben. Gleichermaßen gab sie bekannt, dass sich die Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs „äußerst komplex“ gestalte und dem gesamten Luftverkehrsnetz Schwierigkeiten bereite.
Vor allem europäische Destinationen betroffen
Während sich die Lage an anderen Flughäfen nun beruhigt hat und es nur noch zu wenigen Ausfällen und Verspätungen kommt, gibt es in London-Heathrow weiter deutliche Beeinträchtigungen.
Zu den Verbindungen, auf denen der Flugverkehr noch gestört ist, zählen vor allem Kurz- und Mittelstreckenverbindungen von und nach London. Nahezu alle internationalen Flughäfen in Europa spielen dabei eine Rolle. Unter anderem sind Flüge nach Mailand, Amsterdam, Warschau, Stockholm, Sofia und Athen annulliert worden. Auch ein Flug nach Berlin war am heutigen Vormittag Teil der Streichungen aus dem Flugplan. Die Lufthansa bestätigte die Probleme. Zur Stunde zeigt der Flugplan noch einmal mindestens 200 nicht planmäßig abgewickelte Flüge, die am heutigen Tag hinzukommen dürften.

Weiterhin gibt es aber auf einigen Langstreckenverbindungen Verzögerungen, Umbuchungen und Ausfälle. Von London sind etwa Flüge nach Los Angeles, Chicago, San Francisco, New York, Toronto, Washington D.C. oder Seattle betroffen.
Die Schwierigkeiten im Flugplan erstrecken sich dabei nicht nur auf britische Airlines wie British Airways. Auch Flugreisende mit United Airlines, Virgin Atlantic, Delta Airlines oder Alaska Airlines müssen sich beispielsweise mit Änderungen und Annullierungen auf ihrer Reiseroute abfinden. Bei einigen der involvierten Airlines sorgten die technischen Komplikationen für Kritik.
Für Reisende gilt es nun, ihre Flüge über London genau zu prüfen und gegebenenfalls frühzeitig zu reagieren.
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