Die Norwegian Viva ist das zweite Schiff der Prima-Klasse von Norwegian Cruise Line und fährt seit August 2023. Sie ist das Schiff, auf dem die Reederei ihre Kartbahn auf drei Ebenen gebracht hat – den Viva Speedway.

Kreuzfahrt mit Norwegian Cruise Line

  • Freestyle Cruising ohne feste Essenszeiten
  • The Haven als Schiff im Schiff mit eigenem Bereich
  • Doppelte Punkte in Suiten und in The Haven
  • Reiseziele weltweit von Alaska bis Hawaii

Die Eckdaten: 142.500 BRZ, 294 Meter Länge und Platz für 3.195 Gäste bei Doppelbelegung. An Bord arbeiten rund 1.506 Besatzungsmitglieder.

Gebaut wurde sie wie ihre Schwester Norwegian Prima bei Fincantieri in Marghera bei Venedig. Ihre Jungfernfahrt trat sie am 10. August 2023 an, die erste Saison fuhr sie in Europa – ab Lissabon, Triest, Rom und Athen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kategorie: Großes Familienschiff – 3.195 Gäste, dreistöckige Kartbahn und mit The Haven zugleich ein abgetrennter Suiten-Bereich für 107 Suiten
  • Zweites Schiff der Prima-Klasse, seit August 2023 im Dienst
  • 3.195 Gäste bei Doppelbelegung, rund 1.506 Besatzungsmitglieder
  • Viva Speedway: eine Kartbahn über drei Ebenen, die längste der Flotte
  • The Haven mit 107 Suiten und eigenem Sonnendeck samt Infinity-Pool

Auf dieser Seite lest Ihr, welche Restaurants ohne Aufpreis nutzbar sind, was The Haven ausmacht, wie das Schiff aufgebaut ist, was es Familien bietet – und für wen es sich lohnt.

Die Norwegian Viva im Überblick

Die Prima-Klasse war 2022 der Bruch mit den großen Kabinenburgen der Reederei: weniger Gäste auf mehr Fläche, dafür ein umlaufender Außenbereich. Die Viva übernimmt dieses Konzept vom Typschiff und schärft es an einzelnen Stellen nach.

MerkmalWert
IndienststellungAugust 2023, zweites Schiff der Prima-Klasse
Vermessung142.500 BRZ
Länge und Breite294 Meter × 41 Meter
Gäste3.195 bei Doppelbelegung
Besatzungrund 1.506
WerftFincantieri in Marghera bei Venedig
Jungfernfahrt10. August 2023 ab Lissabon

Damit liegt die Viva in einer Größenklasse, die für Norwegian Cruise Line typisch geworden ist: deutlich größer als die älteren Schiffe der Flotte, aber spürbar kleiner als die Prima-Plus-Schwestern, die seit 2025 dazugekommen sind – und weit entfernt von den Rekordhaltern der Wettbewerber. Das Verhältnis von Fläche zu Gästezahl ist einer der Gründe, warum die Klasse als geräumig gilt.

Die Norwegian Viva vor Lissabon
Die Norwegian Viva vor der Ponte 25 de Abril in Lissabon. Foto: Norwegian Cruise Line

Was unterscheidet die Viva von der Norwegian Prima?

Die beiden Schiffe sind bis auf Details baugleich – gleiche Vermessung, gleiche Länge, dieselbe Gästezahl. Der sichtbare Unterschied liegt an Deck: Die Viva bekam mit dem Viva Speedway eine Kartbahn über drei Ebenen, während die Prima mit zwei auskommt. Dazu unterscheiden sich Rumpfbemalung und einzelne Restaurantnamen.

Wie ist das Schiff aufgebaut?

Das Herzstück ist der Ocean Boulevard: eine Promenade von rund 44.000 Quadratfuß, die einmal um das Schiff läuft und Restaurants, Bars und Aussichtsplätze miteinander verbindet. Von dort führen mit dem Oceanwalk gläserne Brücken über die Bordwand hinaus. Unten liegen Theater, Atrium und Restaurants, oben Pools, Sportflächen und The Haven.

Für wen lohnt sich die Norwegian Viva?

Die Viva ist ein Schiff für Gäste, die Platz und Außenbereiche schätzen – und die damit leben können, dass ein großer Teil des Angebots extra kostet.

Geeignet fürWeniger geeignet für
Wer viel Zeit draußen verbringt und eine echte Promenade suchtWer ein durchgehend deutschsprachiges Schiff möchte
Familien mit älteren Kindern, für die Speedway und Rutschen zählenWer ein Rundum-sorglos-Paket ohne Zusatzkosten erwartet
Wer The Haven mit eigenem Restaurant und Pool buchtWer ein sehr ruhiges, kleines Schiff bevorzugt
Alleinreisende, für die es eigene Studio-Kabinen gibtWer kleine Häfen abseits der Standardrouten ansteuern will

Die Restaurants auf der Norwegian Viva

Fünf Adressen sind ohne Aufpreis nutzbar, dazu kommen die Spezialitätenrestaurants, die einzeln oder über ein Dining-Paket abgerechnet werden.

RestaurantWas Euch dort erwartet
Hudson’sder Hauptspeisesaal mit 270-Grad-Fensterfront, im Preis enthalten
Commodore Roomder zweite Hauptspeisesaal, gleiche Karte, ruhiger, im Preis enthalten
Surfside Cafédas Buffetrestaurant mit Innen- und Außenbereich, im Preis enthalten
Indulge Food Hallelf Stände mit internationaler Küche, im Preis enthalten
The Local Bar & GrillPub-Klassiker rund um die Uhr, im Preis enthalten
Palomarmediterrane Fischküche, gegen Aufpreis
Onda by Scarpettaitalienische Küche mit Innen- und Außenplätzen, gegen Aufpreis
Le Bistro, Cagney’s und Los Lobosfranzösisch, Steakhaus und mexikanisch, gegen Aufpreis
Nama und HasukiSushi und Teppanyaki, gegen Aufpreis

Die Indulge Food Hall ersetzt das zweite Buffet: Statt einer langen Theke stehen dort elf kleine Küchen nebeneinander, bestellt wird am Tisch über einen Bildschirm. Das Thai-Restaurant Sukhothai, das viele mit der Klasse verbinden, gibt es hier noch nicht – es kam erst mit der Norwegian Aqua in die Flotte.

Die Norwegian Viva von der Seite
Die Norwegian Viva mit ihrer Rumpfbemalung. Bild: Norwegian Cruise Line

Welche Bars gibt es an Bord?

Die Bars verteilen sich bewusst über das ganze Schiff, statt sich in einem Ausgehviertel zu bündeln. Am Ocean Boulevard liegen mehrere Außenbars, im Inneren die Observation Lounge mit Panoramablick nach vorn. Dazu kommen Poolbars und die Bar im Vibe Beach Club, dem kostenpflichtigen Bereich nur für Erwachsene.

The Haven auf der Norwegian Viva

The Haven ist der abgetrennte Suitenbereich von Norwegian Cruise Line – ein eigener Bereich mit eigenem Zugang, eigenem Restaurant und eigener Lounge. Auf der Viva umfasst er 107 Suiten.

Dazu gehören ein eigenes Sonnendeck mit Infinity-Pool sowie ein Außenbereich mit Sauna hinter Glas und einem Kälteraum. Der Aufpreis ist deutlich – er kauft auf einem Schiff mit über 3.000 Gästen aber genau das, was sonst fehlt: Plätze, um die man nicht konkurrieren muss.

Wellness und Ruhezonen an Bord

Der Wellnessbereich heißt bei Norwegian Cruise Line Mandara Spa und kombiniert Behandlungsräume mit einem Thermalbereich. Anwendungen und der Zugang zum Thermalbereich kosten Aufpreis, der Fitnessbereich ist im Reisepreis enthalten.

Die eigentliche Besonderheit der Prima-Klasse liegt aber draußen. Mit Infinity Beach gibt es zwei Wasserflächen, die optisch in den Ozean übergehen, und mit The Concourse einen Skulpturengarten unter freiem Himmel – eine Fläche, die eher an ein Museum erinnert als an ein Pooldeck. Beides ist frei zugänglich und meist deutlich leerer als die Hauptpools.

Deckplan der Norwegian Viva: Wie ist das Schiff gegliedert?

Die öffentlichen Bereiche liegen in zwei Zonen. Unten Theater, Atrium und Restaurants, oben Pools, Sportflächen und The Haven. Dazwischen liegen die Kabinendecks, und rundherum läuft auf einer Ebene der Ocean Boulevard.

BereichWas sich dort befindet
Untere GästedecksTheater, Atrium, Hauptrestaurants und Bars
Ocean Boulevardumlaufende Außenpromenade mit Indulge Food Hall, Oceanwalk, The Concourse und Infinity Beach
KabinendecksInnen-, Außen- und Balkonkabinen sowie die Studios für Alleinreisende
Obere DecksPools, Mandara Spa, Observation Lounge und Galaxy Pavilion
Oberste DecksThe Haven, Viva Speedway, The Rush, The Drop und Vibe Beach Club

Für die Kabinenwahl heißt das: Die mittleren Kabinendecks liegen am ruhigsten – unter ihnen endet der Betrieb der Promenade, über ihnen beginnen erst die Pooldecks. Wer mit Kindern reist, wohnt weiter oben näher an Rutschen und Kartbahn, zahlt das aber mit mehr Betrieb vor der Kabine. Den vollständigen Grundriss veröffentlicht die Reederei selbst: der offizielle Deckplan der Norwegian Viva.

Die Kabinen der Norwegian Viva

Die Kabinen verteilen sich auf Innen-, Außen- und Balkonkabinen sowie die Suiten in The Haven. Der Balkonanteil ist hoch – die Klasse wurde von Beginn an mit diesem Schwerpunkt geplant.

Eine Besonderheit sind die Studio-Kabinen für Alleinreisende: eigene, kleinere Kabinen ohne Einzelzuschlag, dazu eine Lounge, die nur diesen Gästen offensteht. Norwegian Cruise Line bietet das seit Jahren konsequenter an als die meisten Wettbewerber. Wer allein reist, spart damit den Einzelzuschlag, der auf anderen Schiffen schnell den halben Reisepreis ausmacht.

Bei den Balkonkabinen lohnt der Blick auf die Lage. Die Kabinen weiter achtern liegen näher an den Pooldecks, die mittschiffs gelegenen ruhiger. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte eine Kabine wählen, über und unter der ebenfalls Kabinen liegen.

Viva Speedway, The Rush und The Drop

Die Attraktionen an Deck sind das Verkaufsargument dieses Schiffes. Der Viva Speedway ist eine Kartbahn über drei Ebenen und damit die längste, die Norwegian Cruise Line je gebaut hat – gefahren wird mit Elektro-Karts über dem Heck.

Daneben liegen zwei Trockenrutschen: The Rush mit zwei parallelen Bahnen für ein Rennen zu zweit und The Drop als Freifallrutsche. Dazu kommen der VR-Bereich Galaxy Pavilion, ein Sportbereich und mit The Concourse ein Skulpturengarten unter freiem Himmel.

Der neue Poolbereich auf Great Stirrup Cay
Der neu gestaltete Poolbereich auf Great Stirrup Cay. Bild: Norwegian Cruise Line

Welche Shows laufen an Bord?

Das Bordprogramm läuft über den Tag verteilt an mehreren Orten statt in einer großen Abendvorstellung. Die Hauptbühne fuhr mit Beetlejuice eine für den Tony Award nominierte Broadway-Produktion ein – die Reederei hatte das Stück eigens für dieses Schiff gesichert.

Dazu kommen Livemusik am Ocean Boulevard, das Theater und der Galaxy Pavilion. Wer alles sehen will, muss planen: Vieles läuft parallel, und die beliebten Vorstellungen sind auf einem Schiff dieser Größe schnell ausgebucht. Reserviert wird über die App der Reederei, idealerweise schon vor der Abreise.

Was bietet die Norwegian Viva für Familien?

Das Familienangebot ist auf den oberen Decks gebündelt und nach Altersgruppen getrennt.

AltersgruppeAngebot an Bord
3 bis 12 JahreSplash Academy mit betreutem Programm
13 bis 17 JahreEntourage als eigener Jugendbereich
Alle AltersgruppenViva Speedway, The Rush, The Drop und die Wasserflächen an Deck
Erwachsene ohne KinderVibe Beach Club als Bereich nur für Erwachsene

Wer Ruhe sucht, sollte den Vibe Beach Club einplanen: ein kostenpflichtiger Bereich nur für Erwachsene mit zwei Infinity-Whirlpools und eigener Bar. Die Plätze sind begrenzt und an Seetagen schnell vergeben.

Welche Routen fährt die Norwegian Viva?

Die Viva wechselt saisonal zwischen Europa und der Karibik. Im Sommer fährt sie im Mittelmeer, im Winter in der Karibik – zuletzt ab Galveston in Texas, für das Frühjahr 2027 ist Miami als Ausgangshafen angekündigt. Auf den Karibikrouten gehört ein Tag auf Great Stirrup Cay dazu, der Privatinsel der Reederei. Verbindlich ist immer das Buchungsportal.

Der Strand von Great Stirrup Cay
Great Stirrup Cay ist die Privatinsel von Norwegian Cruise Line. Foto: Norwegian Cruise Line

Die Karibikrouten laufen je nach Saison Harvest Caye in Belize, Costa Maya und Cozumel in Mexiko sowie Roatán vor Honduras an. Das sind durchweg Ziele, die auf Badetage und Ausflüge ausgelegt sind – wer Städte und Kultur sucht, ist in der Mittelmeersaison besser aufgehoben.

Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum ist die Mittelmeersaison der naheliegende Zugang – die Häfen sind mit Direktflügen erreichbar. In der Karibiksaison kommt der Flug nach Florida oder Texas zur Rechnung dazu und sollte von Anfang an eingeplant werden.

Karibische Bucht bei Sonnenuntergang
Im Winter fährt die Norwegian Viva in der Karibik.

Preise und Inklusivleistungen

Enthalten sind Kabine, Vollpension in den fünf inkludierten Restaurants, das Bordprogramm sowie Pools, Rutschen und Fitnessbereich. Vieles andere läuft über das Bordkonto.

Im Preis enthaltenKostet extra
Hudson’s, Commodore Room, Surfside Café, Indulge Food Hall und The Localalle Spezialitätenrestaurants von Palomar bis Cagney’s
Bordprogramm, Theater und ShowsGetränke ohne gebuchtes Paket
Pools, The Rush, The Drop und FitnessbereichViva Speedway, Galaxy Pavilion und Vibe Beach Club
Kinderbetreuung in Splash Academy und EntourageLandausflüge, WLAN und die Servicegebühr

Norwegian Cruise Line vermarktet seine Zusatzleistungen als Paket unter dem Namen Free at Sea. Das ist keine Inklusivleistung, sondern ein Aktionsrabatt auf Getränke, WLAN, Landausflüge und Spezialitätenrestaurants – der Umfang wechselt und hängt an Tarif und Reisedauer.

Praktische Fragen an Bord der Norwegian Viva

Drei Punkte solltet Ihr vor der Buchung klären – sie prägen den Bordalltag mehr als die Kabinenkategorie.

Welche Bordsprache spricht Norwegian Cruise Line?

Bordsprache ist Englisch. Im Mittelmeer reist ein internationales Publikum mit, in der Karibik überwiegend nordamerikanisches. Deutschsprachige Betreuung gibt es je nach Route; ein deutschsprachiges Schiff wie bei AIDA oder TUI Cruises ist die Viva nicht.

Wie funktioniert die Servicegebühr?

Die Servicegebühr läuft je Person und Nacht über das Bordkonto und ist fester Bestandteil der Abrechnung. Sie richtet sich nach Kabinenkategorie – in The Haven fällt sie höher aus. Die aktuellen Sätze nennt Norwegian Cruise Line auf der Seite zu den Servicegebühren.

Lohnt sich Latitudes Rewards?

Im Treueprogramm Latitudes Rewards zählt jede gefahrene Nacht als Punkt, dazu gibt es Zuschläge für Suiten und früh gebuchte Reisen. Die Vorteile setzen früh ein, die wirklich spürbaren Stufen liegen aber deutlich weiter oben.

Mit der Norwegian Viva unterwegs

Die Norwegian Viva ist das Schiff für alle, die ein modernes Großschiff wollen, ohne auf einer der ganz großen Einheiten zu fahren: gut 3.000 Gäste, eine Promenade, die tatsächlich als Aufenthaltsort funktioniert, und mit dem Speedway eine Attraktion, die es so kein zweites Mal gibt.

Wer Ruhe sucht, findet sie hier in The Haven oder im Vibe Beach Club – beides kostet Aufpreis. Alle anderen sollten wissen, worauf sie sich einlassen: An Seetagen sind über 3.000 Gäste an Bord, und das merkt man am Pool und in der Food Hall.

Kreuzfahrt mit Norwegian Cruise Line

  • Freestyle Cruising ohne feste Essenszeiten
  • The Haven als Schiff im Schiff mit eigenem Bereich
  • Doppelte Punkte in Suiten und in The Haven
  • Reiseziele weltweit von Alaska bis Hawaii

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Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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