Die Lufthansa Group kündigt eine erneute Anpassung der Erstattungsgebühren auf interkontinentalen Strecken an.

Im Frühjahr hat die Lufthansa Group ihre Erstattungsgebühren teilweise drastisch erhöht. Wie aus einer aktuellen Vertriebsmitteilung an Reiseunternehmen hervorgeht, werden diese Anpassungen auf ausgewählten Strecken nun wieder zurückgenommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Erstattungsgebühren bei Flügen der Lufthansa Group werden erneut angepasst
  • Die Anpassung bringt wieder mehr Flexibilität für Passagiere
  • Die Änderungen greifen ab dem 3.Juni 2026

Änderungen bringen Flexibilität zurück

Erst vor knapp einem Monat passte die Lufthansa Group, darunter Austrian Airlines, Brussels Airlines, Lufthansa, Swiss und Discover Airlines, die Erstattungsgebühren auf weiteren ausgewählten Langstrecken an. Hintergrund der Änderung waren ein dynamisch zunehmendes Buchungs- und Stornierungsverhalten sowie die geopolitische Lage. Ziel war es, die vorhandenen Kapazitäten möglichst optimal auszulasten. Nun soll diese temporäre Anpassung wieder zurückgenommen werden. Konkret ergeben sich folgende Änderungen:

Anpassung LH Group

Alle Tickets, die ab dem 3. Juni 2026 für die Economy Class, Premium Economy und Business Class im Flex-Tarif ausgestellt werden, sind künftig wieder kostenfrei erstattbar. Für die First-Class-Flex-Tarife wird hingegen weiterhin eine Erstattungsgebühr erhoben, diese wird jedoch reduziert. Ab dem 10. Juni 2026 gelten zudem reduzierte Erstattungsgebühren für die Basic-Plus- und Green-Fare-Tarife in allen Reiseklassen.

Die Anpassung betrifft Flüge von und zu folgenden Zielen:

  • Asien-Pazifik (ausgenommen Flüge zwischen Europa und China/Japan sowie Flüge zwischen Belgien/DACH und Singapur/Malaysia/Australien)
  • Südafrika
  • Mauritius/Seychellen

Ebenfalls betroffen sind Flüge zwischen Asien-Pazifik und Brasilien.

Ausgewählte Firmenraten wie Corporate Net Rates und Specialty Fares werden ab dem 10. Juni 2026 (Datum der Ticketausstellung) angepasst.

Vergleicht man diese Anpassung mit den Änderungen aus dem Frühjahr, zeigt sich eine deutliche Verbesserung. Mussten Reisende für eine Rückerstattung im Business Class Basic Plus Tarif auf den genannten Strecken bislang noch 1.500 Euro bezahlen, werden künftig nur noch 500 Euro fällig. Die Rückerstattungsgebühr sinkt damit um rund zwei Drittel.

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Autor

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  • Das ist Vertrieb. Erst kostet der Spaß 1.500 EUR; dann reduziert man auf 500 EUR und verkauft das als „jetzt sparst Du 1.000 EUR“. So funktioniert Marketing.

  • wenn ich lese was LH nach Jahren der Toleranz und Offenheit jetzt an “law&order” Kontrollem am Gate veranstaltet wird diese Airline sowieso bald endgültig den Bach runter gehen.

    Hier ein weiteres Beispiel für einen falschen Weg, den sie jetzt korrigieren.

    Es gab Berichte wo sich Agenten auf die Bedingungen zum Reisezeitpunkt festgefahren hatten obwohl der Reisende die Tickets noch zu alten Bedingungen gekauft hatte – natürlich gelten ALLE Bedingungen (auch evtl. veränderte Gepäckvorschriften) wie zum Zeitpunkt der Buchung gültig. Selbst beim Catering könnte man sich darauf einschiessen, was aber womölglich keiner machen wird

  • Soll man sich jetzt freuen oder soll man sich vera…. vorkommen. Ist die Zitrone doch zu sehr ausgepresst und Stammkunden zu sehr verärgert? Eins muss man Lufthansa neidlos anerkennen: Sie geben einem das Gefühl, dass sie nicht wissen, was sie tun.
    Hoffentlich fliegen die Piloten nicht so orientierungslos, wie das Management. Das macht kein Spaß mehr als Kunde.

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