Finnair stellt Eurowings Discover auch für die Kurz- und Mittelstrecken weitere Flugzeuge zur Verfügung. Darüber hinaus strebt die finnische Fluggesellschaft eine Verlängerung der Partnerschaft an.

Wer einen Flug mit Eurowings Discover nach Las Vegas oder Tampa gebucht hat, der darf sich bereits auf den Airbus A350 von Finnair freuen. Zwar kommt noch die ältere Kabine zum Einsatz, dennoch dürfte das Produkt durchaus eine Aufwertung im Vergleich zu Eurowings Discover sein, wenn auch das Produkt und der Service der Lufthansa-Tochter zu überzeugen wissen. Dennoch scheinen alle Seiten so überzeugt, dass Finnair jetzt auch noch weitere Flugzeuge zur Verfügung stellt, wie mir unser ehemalige Kollege Max gerade verraten hat.

Mehr Finnair für Eurowings Discover

Der Airbus A350 von Finnair gehört zum Gesamtbild des Frankfurter Flughafens im Sommerflugplan bereits zum Standard. Regelmäßig steht das moderne Langstreckenflugzeug im weiß-blauen Gewand an den Gates des größten deutschen Flughafens. Doch tatsächlich sind die Flugzeuge der oneworld-Airline für die Lufthansa-Tochter Eurowings Discover im Einsatz. Während die meisten Passagiere der Airline davon gar nichts bis zum Boarding mitbekommen, dürften sich viele unter uns auf so einen Equipment-Change durchaus freuen. Denn der Airbus A350 von Finnair ist modern und bietet trotz älterer Kabine eine Business Class mit 1-2-1 Anordnung. Eine Business Class, von der man durchaus innerhalb Europas träumen darf und so auch bei Finnair nicht zum Einsatz kommt.

Eurowings Discover-Buchungsübersicht mit Finnair
Übersicht einer Buchung von Max

Dafür fliegt der finnische Flagcarrier im Sommerflugplan auch weitere Routen für Eurowings Discover, und diesmal sogar auf der Kurz- und Mittelstrecke eben durch Europa. So stellt die Airline unter anderem Airbus A321 zur Verfügung, der beispielsweise auf der Verbindung zwischen Frankfurt und Heraklion auf Kreta zum Einsatz kommt. Welcher Service dabei an Bord geboten wird, ist unklar. Auf den Langstreckenflügen mit dem Airbus A350 stellt Finnair auch die eigene Crew zur Verfügung. Laut Erfahrungsberichten soll hier auch der Finnair-Service angewandt werden. Durchaus möglich, dass dies dann auch, inklusive neuem Catering, auf der Kurz- und Mittelstrecke innerhalb Europas der Fall ist.

Finnair 1

Dass Finnair nun noch weitere Flugzeuge der Lufthansa-Tochter zur Verfügung stellt, spricht zum einen für das Interesse an der Partnerschaft. Denn Finnair würde das Engagement gerne über den Sommerflugplan hinaus verlängern, wie aero.de berichtet. Finnair denkt so über eine Verlängerung in den Winterflugplan nach. Und ein längeres Engagement scheint durchaus nötig zu sein. Denn die oneworld-Airline leidet besonders unter den Luftraumschließungen über Russland und erreicht so aktuell 70 Prozent des Vor-Corona-Passagieraufkommens. Zehn Prozent sollen davon alleine durch Wetlease-Vereinbarungen zurückzuführen sein. Finnair least den Airbus A321 nämlich nicht nur an Eurowings Discover, sondern bereits seit geraumer Zeit auch an British Airways.

Fazit zum Finnair-Engagement für Eurowings Discover

Luftraumsperrungen über Russland bereiten der finnischen Fluggesellschaft Finnair auch weiterhin besondere Kopfschmerzen. Keine Fluggesellschaft in Europa ist so massiv davon betroffen. Der Ausweg: Wetleasing-Vereinbarungen mit anderen Airlines. So stellt Finnair neben dem Airbus A350 nun auch den Airbus A321 Eurowings Discover zur Verfügung. Und das soll auch längerfristig der Fall sein. Denn laut Finnair-Chef Topi Manner ist die bisherige Bilanz äußerst zufriedenstellend, auch für die Passagiere. Die Finnair-Crew ist in Teilen sogar deutschsprachig. Gemeinsam mit dem Finnair-Service dürfen sich Passagiere von Eurowings Discover auf diese etwas besonderen Flüge also weiterhin freuen.

Autor

Alexander Fink ist als Content Editor seit Januar 2021 für reisetopia tätig. Zuvor war er als Account Manager in der Industrie beruflich unterwegs und schrieb von seinen Reiseerfahrungen im eigenen Blog. Heute ist er Euer Ansprechpartner für alle Airline- und Kreditkartenthemen.

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