Die Lage am Hongkong International Airport entspannt sich immer weiter. Der Flugbetrieb wurde wieder aufgenommen und langsam tritt auch wieder Normalität ein. Doch nun wendet sich ausgerechnet die Airline Cathay Pacific gegen seine Mitarbeiter und droht sogar mit einer Kündigung. Aber auch wichtige personelle Entscheidungen wurden bekannt gegeben.

Der Reihe nach. In den letzten Tagen konntet Ihr auf reisetopia vermehrt über die anhaltenden Proteste in Chinas Sonderverwaltungszone Hongkong und deren Auswirkungen lesen. Einen genauen Überblick verschafft Ihr Euch in den folgenden Berichten:

Chinas Rolle rund um Cathay Pacific

Obwohl Cathay Pacific keine chinesische Airline ist, wirken sich die Proteste negativ auf die Beziehung zwischen Cathay Pacific und China aus. Auf den Flügen von und nach China erwirtschaftet Cathay Pacific einen Großteil seines Gewinnes. Dieser Tatsache ist sich Chinas Regierung bewusst und ordnete chinesischen Unternehmen an, Geschäftsflüge ihrer Mitarbeiter nicht bei Cathay Pacific zu buchen.

Cathay Pacific Airbus A350 Hongkong

Des Weiteren empfahl die größte Bank der Welt, die Industrial & Commercial Bank of China – eine staatliche Bank Chinas, seinen Kunden die Aktien von Cathay Pacific zu verkaufen. Bereits Montag brach der Aktienkurs an der Börse in Hongkong um 4,4 Prozent ein. Wirtschaftlich betrachtet beeinflussen die Auflagen Chinas die Airline enorm.

Cathay Pacific droht seinen Mitarbeitern mit Kündigung

Aufgrund der Auflagen seitens der Civil Aviation Administration of China (CAAC), sieht sich Cathay Pacific gezwungen, den Ton gegenüber seinen Mitarbeitern zu verschärfen. Rupert Hogg, CEO von Cathay Pacific, sprach zunächst eine Ermahnung aus; Mitarbeiter sollen sich nicht an illegalen Aktivitäten beteiligen, betonte allerdings das Recht der Meinungsfreiheit. Nun die Kehrtwende. Der Druck Chinas zwingt Cathay Pacific zum Umdenken. Mitarbeiter, die illegale Demonstrationen unterstützen oder daran teilnehmen, könne gekündigt werden. Jegliches Fehlverhalten der Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeiten würde negativ auf die Airline zurückfallen, so Rupert Hogg.

Die Aussagen von Rupert Hogg könnten aber nur einen Tag später an Gültigkeit verlieren. CCTV, das chinesische Staatsfernsehen, vermeldet, dass Rupert Hogg von seinem Chefposten bei Cathay Pacific zurückgetreten ist. Ebenso räumte Vertriebschef Paul Loo seinen Posten.

Fazit zu den möglichen Kündigungen bei Cathay Pacific

Der Druck Chinas auf die Airline wächst enorm. Zum einen ist die Airline abhängig vom chinesischen Markt, da hier ein Großteil des Gewinnes erzielt wird. Zum anderen kann sich die Airline keinen Imageschaden erlauben. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es nachvollziehbar, dass Cathay Pacific seinen Mitarbeitern Verhaltensregeln vorschreibt. Jedoch darf man in Frage stellen, ob eine Einschränkung der Meinungsfreiheit dies aufwiegt. Mit dem Rücktritt von Rupert Hogg und Paul Loo sind nun einflussreiche Spitzenposten der Airline vakant. Wir vermuten, dass der enorme Druck Chinas einer der Hauptgründe für den Führungswechsel bei Cathay Pacific ist. Nun wird man beobachten müssen, wie sich die Airline entwickelt, hatte Rupert Hogg Cathay Pacific doch erst wieder in ruhigere Zeiten geführt.

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