Es sind Bilder die durch die Welt gehen. Mehrere hunderttausend Menschen gehen täglich in Hongkong auf die Straßen. Die Proteste halten weiter an und beeinträchtigen unter anderem auch den Flugverkehr. Airlines beklagen zurückgehende Buchungszahlen und auch die Hotelketten erwarten in der zweiten Jahreshälfte ein zweistelliges Minus bei den Buchungen.

Wogegen richten sich die anhaltenden Proteste in Hongkong?

Die ehemalige britische Kolonie wurde am 1. Juli 1997 an die chinesische Regierung übergeben und zu einer Sonderverwaltungszone erklärt. Unter dem Slogan “Ein Land –  zwei Systeme” wurden Feierlichkeiten im ganzen Land abgehalten. China sicherte der Regierung für fünfzig Jahre eine weitreichende innere Autonomie zu, die den sieben Millionen Einwohnern Grundrechte wie Presse- und Meinungsfreiheit garantiere. Eben solche Rechte, die den Bürgern des großen Bruders verwehrt bleiben.

Die derzeitigen Proteste richten sich vor allem gegen einen Gesetzesentwurf, der es ermöglichen soll, dass mutmaßliche Straftäter aus Hongkong nach China ausgeliefert werden dürfen. Die Einwohner Hongkongs fürchten um die Einhaltung der geltenden Rechte der Verdächtigen. Des Weiteren macht die Volksrepublik China weiterhin von der Todesstrafe Gebrauch.

Welche Auswirkungen haben die Proteste in China?

Die Auswirkungen der Proteste sind vielfältig und lassen sich pauschal gar nicht zusammenfassen. In erster Linie leidet die Wirtschaft Hongkongs unter den Protesten und Streiks. Vor wenigen Tagen riefen die Demonstranten zu einem Generalstreik auf. Dieser legte den kompletten Nahverkehr der Stadt lahm. Zudem blockierten unzählige Demonstranten Gleise und Bahnhöfe. Außerdem wurde der Busverkehr in der Stadt eingestellt.

Von den Protesten wurde auch der internationale Flughafen von Hongkong nicht verschont. Unzählige Mitarbeiter legten ihre Arbeit nieder oder meldeten sich krank. Die Folge waren verspätete und über 200 ausgefallene Flüge. Zwischenzeitlich konnte nur eine von zwei Start- und Landebahnen genutzt werden, da schlichtweg nicht genug Personal vor Ort war, um einen sicheren Flugverkehr zu gewährleisten. Die Airlines empfahlen ihren Passagieren, vorzeitig den Flugstatus zu überprüfen und boten gleichzeitig kostenlose Umbuchungen an. Besonders betroffen waren Kurzstreckenflüge.

Cathay Pacific Airbus A350 Hongkong
Cathay Pacific Airbus A350 in Hongkong

Auch Cathay Pacific bekommt die Proteste zu spüren. Nach Jahren in den roten Zahlen konnte die Airline in der ersten Jahreshälfte einen Gewinn von umgerechnet 153 Millionen Euro aufweisen. In einer Stellungnahme gab John Slosar, Vorsitzender von Cathay Pacific Airways, bekannt, dass sich durch die anhaltenden Proteste die Zahl der anreisenden Passagiere im Juli reduziert hat. Des Weiteren wirken sich die Proteste negativ auf die kommenden Buchungen der nächsten Monate aus.

Fazit zu den anhaltenden Protesten in Hongkong

Die Lage in Hongkong ist weiterhin angespannt. Es bleibt abzuwarten, wann sich die politische Lage beruhigt und wieder Normalität eintritt. Eine Besserung der Lage ist besonders den Einwohnern zu wünschen, aber auch insgesamt beeinträchtigt der anhaltende Protest den Flugverkehr ungemein. Hongkong ist und bleibt ein wichtiges Drehkreuz für innerasiatische und interkontinentale Flüge, deshalb ist es wichtig, dass ein geregelter und vor allem sicherer Flugverkehr sichergestellt ist. Aktuelle Reisehinweise erhaltet ihr am besten beim Auswärtigen Amt. 

Hongkong ist und bleibt gleichzeitig eine spektakuläre Metropole. Solltet Ihr eine Reise nach Hongkong planen, empfehlen wir Euch den Reisebericht von Moritz.

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