Die südkoreanische Airline Air Premia ist bisher noch nicht einen kommerziellen Flug geflogen und doch berichten wir bereits von ihr. Jüngst unterzeichnete Air Premia einen Vertrag mit dem Flugzeugbauer Boeing. Insgesamt fünf Dreamliner kauft die Fluggesellschaft aus Südkorea.

Nach Startschwierigkeiten zurück in die Erfolgsspur

Die zukünftige Billigfluggesellschaft Air Premia positionierte sich ziemlich früh auf dem südkoreanischen Flugmarkt. Bereits Anfang des Jahres beschloss die Airline, drei Flugzeuge vom Typ Boeing 787-9 bei Air Lease Corporation zu leasen. Die Leasinggesellschaft mit Sitz in Los Angeles wurde 2010 gegründet. Seitdem vermietet die Leasinggesellschaft erfolgreich Flugzeuge an prominente Kunden, wie zum Beispiel Air Canada, Emirates oder Korean Air. Immer wieder macht ALC mit großen Bestellungen sowohl bei Airbus als auch bei Boeing auf sich aufmerksam. Bei der Airshow Air Lease Corporation verzeichnete im Jahr 2016 bei einem Umsatz von 1,42 Milliarden US-Dollar einen Gewinn von 374,9 Millionen US-Dollar.

Die Bestellung der drei Dreamliner sorgte für Unstimmigkeiten in der Führung der Airline. Die Aktionäre wollten einen neuen Geschäftsführer, dies hätte jedoch den Entzug der Betriebserlaubnis bedeutet, da die Betriebserlaubnis seitens der südkoreanischen Regierung an den Geschäftsplan als auch Geschäftsführung gebunden ist. Der Entzug der Betriebserlaubnis hätte zur Folge, dass den koreanischen Behörden ein neuer Geschäftsplan vorgelegt werden müsse. Doch nun scheinen die Schwierigkeiten behoben zu sein. Air Premia gab bekannt, dass die südkoreanische Regierung den angepassten Businessplan abgesegnet hat.

Fünf neue Dreamliner für die neue Fluggesellschaft

Erst kürzlich gaben Boeing und Air Premia bekannt, dass man sich auf eine Bestellung geeignet hat. Insgesamt fünf Boeing 787-9 bestellt die noch junge Airline. Gemäß Listenpreis umfasst die Bestellung einen Wert von über 1,4 Milliarden US-Dollar. Natürlich erhalten Fluggesellschaften bessere Konditionen. Für eine Fluggesellschaft, die noch keinen Kilometer geflogen ist, sind solche Summen viel Geld. Doch so einfach es klingen mag – aller Anfang ist schwer.

Aus dem Hause des Flugzeugbauer heißt es:

We are honored to welcome Air Premia as Boeing’s newest customer. As new entrants in Asia continue to launch innovative business models and strategies for growth, we are excited that Air Premia have selected the 787-9 Dreamliner to power their future flee

Air Premia plant derzeit die Aufnahme des kommerziellen Flugbetriebs bereits für das bevorstehende Jahr. Zuerst möchte sich Air Premia auf die Mittelstrecken innerhalb Asiens konzentrieren. Air Premia nimmt ihren Flugbetrieb vom Incheon International Airport auf. Aufgrund der Lage von Seoul, Südkoreas Hauptstadt, sind viele attraktive Städte wie Bangkok, Kuala Lumpur und Singapur potentielle Flugziele.

Air Premia Dreamliner

Dennoch möchte die Airline nicht nur hoch, sondern vor allem weit hinaus. Schon jetzt plant die Airline in die USA zu fliegen. Als Ziele wurden Los Angeles sowie San José ausgewählt. Zur Zeit betreiben zwei große südkoreanische Fluggesellschaften, nämlich Asiana Airlines und Korean Air, Direktflüge von Seoul nach Los Angeles. Auf dieser Strecke hat Air Premia sehr große Konkurrenz. Anders sieht es auf der Strecke von Seoul nach San José aus. Derzeit besteht keine Direktverbindung von Südkorea nach San José. Mit einer Reichweite von über 14.000 Kilometer sind beide Strecken mit dem Dreamliner zu bewerkstelligen.

Südkoreanische Startup Airline kauft bei Boeing ein – Fazit

Die junge südkoreanische Airline verfolgt ambitionierte Ziele. Nach internen Unstimmigkeiten, die einen Personalwechsel zur Folge hatten, ist die Airline nun für die Inbetriebnahme des Flugbetriebes bereit. Geplant ist der Start im Herbst 2020. Noch ist nicht bekannt, mit welchen Konfigurationen die Airline Ihre Flüge absolvieren wird. Sollte Air Premia ein solides Business Class Produkt aufweisen, werden wir das für Euch bestimmt testen. Ob Air Premia zukünftig Flüge in die USA und vielleicht auch nach Europa anbieten wird, bleibt abzuwarten.

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