Seit kurzer Zeit ist bekannt, dass das Le Club Accorhotels Vielschläferprogramm mit einem neuen Markenauftritt an den Start gehen möchte. Unter dem neuen Namen “Accor Live Limitless” wird es einige Änderungen geben. Nun hat die Hotelkette weitere interessante Details veröffentlicht.

In Zukunft darf man sich bei Accorhotels über gleich zwei neue Statuslevel freuen, die allerdings sehr schwer zu erreichen sind. Während über die Vorteile noch nicht viel bekannt ist, weiß man bereits, wie “teuer” man sich beispielsweise den neuen Diamond Status bei Accor Live Limitless “erschlafen muss”.

Diamond Status bei Accor ab 10.500 Euro Jahresumsatz

Der Hotelriese Accor bekundet schon seit geraumer Zeit stetes Interesse am Kauf diverser Hotelmarken und einer weitreichenden Inflation über den bereits stark besetzten europäischen Markt hinaus. Inzwischen wurde auf dem Markt auch kräftig zugelangt und so zählen seit kurzem die Hotelketten The House of Originals, Delano, Mondrian, SLS, Hyde, 21C, Mantis, Mövenpick, Orient Express, 25hours, Mantra, Art Series, Peppers und Breakfree zum Portfolio der Franzosen. Schon länger dabei sind mit Fairmont, Swissôtel und Raffles auch drei Marken, die bereits in das Loyalitätsprogramm integriert wurden. Durch den großen Zuwachs an Hotelketten positioniert Accor sich auch immer mehr im Luxussegment, wo ein attraktives Loyalitätsprogramm eine wichtige Rolle spielt. Auch deshalb hat sich Accorhotels für ein Re-Branding des Programms mit dem neuen Namen Accor Live Limitless entschieden.

Darüber hinaus lanciert Accorhotels den neuen Diamond-Status, für den 12.000 Basispunkte zur Qualifikation erforderlich sind, was etwa rund 10.500 Euro vor Steuern und Gebühren an Ausgaben bedeuten würde, um die benötigte Anzahl an Punkten zu erhalten. Damit liegt dieses neue Level noch einmal deutlich über den bereits vorhandenen Statuslevel, die sich Silber, Gold und Platinum nennen und beispielsweise eine höhere Punktegutschrift bei jedem Aufenthalt garantieren. Interessant ist die hohe Schwelle zum Erreichen des Status, der ausschließlich über Umsatz erreicht werden kann. Bei anderen Hotelketten wie Hyatt, Hilton oder Marriott kann der höchste Status auch rein mit Übernachtungen erreicht werden – eine Umsatzschwelle gibt es nur als einen der Wege zum Status.

Invitation Only Status mit bislang unbekannten Vorteilen

Bislang noch nicht klar ist, welche neuen Vorteile der Diamond Status bringen wird. Fest steht allerdings, dass sogar noch ein weiteres Statuslevel hinzukommen soll, dieses soll Black genannt werden. Dabei wird es sich um einen “Invitation Only”-Status handeln, der, wie der Name schon verrät, nur auf persönliche Einladung hin vergeben wird. Dieser soll dann das höchste und “beste” Statuslevel innerhalb der Hotelkette bilden. Weitere Anforderungen gibt es dabei nicht, allerdings auch keine Angaben, wie man solch eine Einladung erhält. Vermutlich ist dieser Status aber nur den “besten” Kunden vorbehalten und wird wohl mit einigen wirklich attraktiven Vorteilen daherkommen.

Dass sich etwas tut, zeigt sich auch schon an einer anderen Ankündigung. Platin-Mitglieder erhalten zukünftig bei Erreichen des Status ein garantiertes Upgrade in eine Suite und je 4.000 jährlich gesammelten Punkten ein weiteres Upgrade-Zertifikat. Damit wandelt sich das Programm bereits ein wenig, denn bislang sind Suite-Upgrades generell kein Vorteil im Programm. Demnach ist auch davon auszugehen, dass der neue Diamond und sicherlich auch der Black Status mit deutlich nennenswerteren Statusvorteilen daherkommen werden, dazu gehören könnten unter anderem auch kostenfreies Frühstück oder andere relevante Vorteile vor Ort.

Viele offene Probleme bei Accorhotels

Viele sind ob der ganzen Veränderungen recht überrascht, da die Accorhotels mit einigen Problemen zu kämpfen haben. Daher verwundert es den ein oder anderen, warum diese nicht erst angegangen würden und man stattdessen weiter an seinem Vielschläferprogramm bastelt. So wird bemängelt, dass zum Beispiel die Webseite des Unternehmens eine Katastrophe, der Kundenservice quasi nicht vorhanden sei und Markenstandards selten durchgesetzt würden. Auch wir haben bei unseren Reisen bislang sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht und waren besonders bezüglich des Kundenservice oft enttäuscht.

Le CLub AccorHotels Status Points

Kritik erfährt auch der neu erdachte Diamond Status, weil dieser für Kunden der niedrigeren Hotels innerhalb der Kette, wie Ibis, Mercure und Novotels quasi unerreichbar sei, denn die Qualifikation des Status richtet sich nach den Ausgaben in Form von Punkten, welche bei 26.000 Punkten, also rund 10.500 Euro liegt. Darüber hinaus ist noch unbekannt, ob es relevante Statusvorteile geben wird, die Kunden auch wirklich einen Mehrwert bringen.

Fazit zu den neuen Statuslevel bei Accorhotels

Accorhotels investiert aktuell sehr viel Geld in die Expansion und setzt dabei besonders auf den Luxussektor. Interessant sind dabei verschiedene Aspekte, nicht zuletzt auch die beiden neuen Statuslevel. Der Diamond und Black Status könnten allerdings auch die ersten Statuslevel bei Accorhotels werden, die relevante Vorteile bringen, beispielsweise kostenfreies Frühstück. Es bleibt daher abzuwarten, ob wir uns bei dem neuen Accor Live Limitless Programm wirklich auf attraktive Vorteile freuen dürfen – dann wäre gerade der Diamond Status möglicherweise attraktiv, wenngleich die Schwelle für das Erreichen doch sehr hoch liegt.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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