Die Eruptionsaktivität eines Vulkans in Indonesien führt zu Flugausfällen und Verspätungen im Flugbetrieb. Vier Flughäfen sind weiterhin geschlossen.
Seit dem vergangenen Freitag zeigt der Vulkan Anak Krakatau in Indonesien wieder zunehmende Aktivität. Die zuständigen Behörden beobachten Lavafontänen, Explosionsgeräusche und Erderschütterungen. In der Folge kommt es zu Störungen des Flugbetriebs an indonesischen Flughäfen. Nachdem zwischenzeitlich acht Flughäfen geschlossen waren, sind aktuell noch vier Flughäfen geschlossen – darunter der Soekarno-Hatta International Airport, Jakartas Hauptflughafen. Das berichten Medien wie der Stern, unter Berufung auf die Nachrichtenagenturen AFP und das Nachrichtenportal Liputan6.
Das Wichtigste in Kürze
- Vulkan in Indonesien bricht aus und sorgt für Beeinträchtigungen im Flugverkehr
- Mehrere Flughäfen sind geschlossen
- Jakarta-Flüge sind besonders betroffen
Anak Krakatau zeigt erhöhte Aktivität
Der Anak Krakatau zählt zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. Der 1927 aus der Caldera des Krakatau entstandene Vulkan liegt in der Meerenge zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java. Immer wieder kommt es dort zu leichten bis mittelschweren Erschütterungen. Die Auswirkungen bekommen derzeit viele Flugreisende zu spüren – vor allem, wenn die indonesische Hauptstadt Jakarta auf ihrer Flugroute liegt. Die Stadt ist nur etwas mehr als einhundert Kilometer vom Vulkan entfernt.

Seit Sonntag, 6. September 2026, ist der Flugverkehr aufgrund der andauernden Eruptionsbewegungen um die Hauptstadt des Landes massiv beeinträchtigt. Die zuständigen Behörden hatten den Flugverkehr an acht Flughäfen gestoppt und diese geschlossen. Vulkanasche kann beispielsweise Triebwerke schwer beschädigen oder die Sicht für Piloten beeinträchtigen.
Neben mehreren Regionalflughäfen waren davon insbesondere die international angebundenen Flughäfen Soekarno-Hatta International Airport sowie Halim Perdanakusuma Airport, der ebenfalls in Jakarta liegt, betroffen. Geschlossen sind neben diesen beiden Flughäfen aktuell noch Husein Sastranegara Airport (Bandung, Westjava) und der Radin Inten II Airport (Lampung).
Flugstörungen betreffen über 270.000 Reisende
Bei rund 1.600 Flügen sei es bis zum Montagmorgen zu Beeinträchtigungen gekommen, 270.000 Reisende seien betroffen, gibt das indonesische Verkehrsministerium an. Über 900 dieser Flüge hätten den Soekarno-Hatta International Airport ansteuern oder von dort abfliegen sollen. Es kommt zu Verspätungen, veränderten Flugrouten und Streichungen.
Bedeutend hierbei ist, dass auch Flüge von Jakarta an größere Umsteige-Hubs wie Kuala Lumpur, Dubai, Singapur und Doha betroffen sind. Das ist auch für Indonesien-Reisende aus Europa relevant. Zwar gibt es wenige direkte Europa-Jakarta-Flüge: Garuda Indonesia fliegt etwa von Amsterdam nach Jakarta. Viele Europäer nutzen aber auch die Umsteige-Hubs, um nach Indonesien zu gelangen.
Sowohl auf der Direktverbindung als auch über die Umsteige-Hubs gibt es derzeit Beeinträchtigungen und Flugplanänderungen.
Auf der Direktverbindung musste ein Flug wegen einer Aschewolke ausweichen und in Kualanamu landen. Qatar Airways hat unterdessen einige Doha-Jakarta-Flüge gestrichen; Emirates und Etihad Airways haben Flugverbindungen nach Jakarta vorläufig eingestellt. Wer über Bali oder mit Zwischenstopp in Jakarta bucht, sollte aktuell mit Verzögerungen rechnen.
Schließungen dauern mindestens bis zum heutigen Abend
Die indonesischen Behörden versuchen unterdessen, die Auswirkungen für Reisende zu verringern. Das indonesische Ministerium teilte mit, kleinere Maschinen auf nicht betroffene Regionalflughäfen umzuleiten und diese für den 24‑Stunden-Betrieb zu öffnen. Größere Maschinen werden auf asiatische Umsteige-Hubs wie Singapur umgeleitet.
Die Schließungen sollen mindestens bis 18 Uhr Ortszeit andauern. Die Behörden empfehlen, dass Reisende den Status ihrer Flüge bei den jeweiligen Fluggesellschaften laufend überprüfen und gegebenenfalls umbuchen.
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