Die Postbank gehört zur Deutsche Bank Gruppe und bietet mit ihrem Wertpapierdepot eine klassische Möglichkeit, in Aktien, ETFs und Fonds zu investieren. Doch lohnt sich das Postbank Depot im Jahr Juni 2026 – oder fahren Anleger mit einem günstigen Online-Broker besser? Wir haben Kosten, Leistungen und Konditionen im Detail geprüft.

Das Postbank Depot punktet mit kostenloser Depotführung und kostenlosen ETF-Sparplänen, verlangt für einzelne Wertpapierorders jedoch vergleichsweise hohe Gebühren. Für wen sich das Depot trotzdem eignet, klären wir Schritt für Schritt.

Postbank Depot – das Wichtigste in Kürze

  • Kostenlose Depotführung (Verwahrentgelt von 0,50 % p.a. nur bei Guthaben über 100.000 Euro)
  • Rund 470 ETF-Sparpläne ohne Transaktionsgebühr, schon ab 25 Euro im Monat
  • Einzelorders mit gestaffelten Gebühren von 9,95 bis 69,95 Euro – im Vergleich zu Neobrokern teuer
  • Klassisches Filialbank-Depot mit optionaler Beratung und gewohntem Online-Banking
  • Für kostenbewusste Selbstentscheider sind günstige Online-Broker meist die bessere Wahl

Im Folgenden schauen wir uns an, welche Leistungen und Kosten das Postbank Depot bietet und für wen es sich lohnt.

Für wen eignet sich das Postbank Depot?

Damit Ihr schnell einschätzen könnt, ob das Postbank Depot zu Euch passt, haben wir die wichtigsten Zielgruppen gegenübergestellt:

Geeignet fürWeniger geeignet für
✔️ Bestandskunden der Postbank, die alles aus einer Hand möchten✘ Aktive Trader mit vielen Einzelorders (hohe Ordergebühren)
✔️ ETF-Sparplan-Anleger (Sparpläne sind kostenlos)✘ Kostenbewusste Selbstentscheider
✔️ Wer Wert auf Filiale und persönliche Beratung legt✘ Wer überwiegend Einzelaktien handeln möchte
✔️ Einsteiger mit bestehendem Postbank-Banking✘ Anleger mit sehr großem Depotvolumen (mögliches Verwahrentgelt)

Kurz gesagt: Für Postbank-Kunden mit Fokus auf ETF-Sparpläne ist das Depot brauchbar – wer aktiv handelt, zahlt jedoch deutlich mehr als bei einem Online-Broker.

Welche Leistungen bietet das Postbank Depot?

Über das Postbank Depot könnt Ihr in Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und Zertifikate investieren. Der Handel ist an den deutschen Börsenplätzen sowie im Direkthandel möglich, die Verwaltung erfolgt über das gewohnte Online-Banking der Postbank.

Wertpapierhandel und Sparpläne

Neben dem klassischen Wertpapierhandel bietet die Postbank rund 470 sparplanfähige ETFs, die ohne Transaktionsgebühr bespart werden können. Die Mindestsparrate liegt bei 25 Euro im Monat – damit eignet sich das Depot gut für den langfristigen Vermögensaufbau per Sparplan.

Das Postbank Depot ermöglicht den Handel mit Aktien, ETFs und Fonds.
Das Postbank Depot bietet Zugang zu Aktien, ETFs, Fonds und ETF-Sparplänen.

Die Depotführung selbst ist kostenlos. Lediglich bei einem Wertpapierguthaben von über 100.000 Euro kann ein Verwahrentgelt von 0,50 Prozent pro Jahr anfallen – für die meisten Anleger ist das jedoch nicht relevant.

Banking und Beratung aus einer Hand

Als Teil der Deutsche Bank Gruppe verbindet die Postbank das Wertpapierdepot mit dem gewohnten Giro- und Online-Banking. Wer Wert auf eine vertraute Umgebung und optionale Beratung legt, findet hier ein bequemes Gesamtpaket.

Welche Kosten fallen beim Postbank Depot an?

Die Stärke des Postbank Depots liegt bei den laufenden Kosten, die Schwäche bei den Ordergebühren. Während Depotführung und ETF-Sparpläne kostenlos sind, fallen für einzelne Wertpapierorders gestaffelte Gebühren an.

LeistungKonditionen beim Postbank Depot
Depotführung0 Euro (Verwahrentgelt 0,50 % p.a. nur über 100.000 Euro Guthaben)
Order Inlandsbörsengestaffelt von 9,95 Euro (bis 1.200 Euro) bis 69,95 Euro (ab 25.000 Euro)
ETF-Sparplan0 Euro Transaktionsgebühr (rund 470 ETFs)
Verrechnungskontokostenlos
Mindestsparrate25 Euro im Monat

Damit wird vor allem der aktive Handel teuer: Schon eine einzelne Order kann 9,95 Euro oder deutlich mehr kosten, während Neobroker oft nur rund 1 Euro pro Order verlangen.

Die Kosten des Postbank Depots sind bei Einzelorders vergleichsweise hoch.
Depotführung und ETF-Sparpläne sind kostenlos, Einzelorders dagegen vergleichsweise teuer.

Für reine ETF-Sparplan-Anleger fällt dieser Nachteil kaum ins Gewicht. Wer jedoch regelmäßig einzelne Aktien kauft und verkauft, sollte die Ordergebühren genau im Blick behalten.

Welche Vorteile bietet das Postbank Depot?

Die Stärken des Postbank Depots liegen vor allem bei der kostenlosen Depotführung und den Sparplänen:

Das spricht für das Postbank Depot

  • Kostenlose Depotführung (Verwahrentgelt nur über 100.000 Euro Guthaben)
  • Rund 470 ETF-Sparpläne ohne Transaktionsgebühr
  • Niedrige Mindestsparrate ab 25 Euro
  • Banking, Depot und Beratung aus einer Hand
  • Etablierte Marke der Deutsche Bank Gruppe
  • Gewohntes Online-Banking und optionale Filialberatung

Kostenlose Depotführung

Die Depotführung ist beim Postbank Depot kostenlos. Ein Verwahrentgelt fällt nur bei sehr hohen Guthaben über 100.000 Euro an und betrifft damit die wenigsten Anleger.

Kostenlose ETF-Sparpläne

Rund 470 ETFs lassen sich ohne Transaktionsgebühr besparen. Für den langfristigen Vermögensaufbau per Sparplan ist das ein klarer Pluspunkt.

Niedrige Einstiegshürde

Mit einer Mindestsparrate von nur 25 Euro im Monat können auch Einsteiger mit kleinen Beträgen regelmäßig investieren.

Alles aus einer Hand

Depot, Girokonto und Online-Banking sind bei der Postbank verzahnt. Wer bereits Kunde ist, profitiert von einer vertrauten Umgebung.

Etablierte Marke

Als Teil der Deutsche Bank Gruppe steht hinter der Postbank ein großer, etablierter Finanzkonzern.

Optionale Beratung

Im Gegensatz zu reinen Online-Brokern bietet die Postbank auf Wunsch persönliche Beratung – ein Vorteil für beratungsorientierte Anleger.

Welche Nachteile hat das Postbank Depot?

Den größten Nachteil bilden die hohen Ordergebühren im Vergleich zu Online-Brokern:

Das spricht gegen das Postbank Depot

  • Hohe Ordergebühren von 9,95 bis 69,95 Euro pro Einzelorder
  • Deutlich teurer als Neobroker (oft rund 1 Euro pro Order)
  • Mögliches Verwahrentgelt bei Guthaben über 100.000 Euro
  • Kein verzinstes Cash-Konto
  • Eingeschränkte Auswahl gegenüber großen Online-Brokern

Hohe Ordergebühren

Einzelorders kosten gestaffelt zwischen 9,95 und 69,95 Euro. Wer aktiv handelt, zahlt damit ein Vielfaches dessen, was Neobroker verlangen.

Teurer als Neobroker

Im direkten Vergleich mit Anbietern wie Trade Republic oder Scalable Capital ist das Postbank Depot beim aktiven Handel deutlich teurer.

Mögliches Verwahrentgelt

Bei einem Wertpapierguthaben über 100.000 Euro kann ein Verwahrentgelt von 0,50 Prozent pro Jahr anfallen.

Kein Cash-Zins

Ein verzinstes Verrechnungskonto wie bei einigen Neobrokern bietet die Postbank nicht.

Begrenzte Auswahl

Die Auswahl an Handelsplätzen und Produkten ist kleiner als bei spezialisierten Online-Brokern.

Für aktive Anleger überwiegen diese Nachteile häufig – für reine Sparplan-Nutzer sind sie dagegen meist verschmerzbar.

Wie viel kostet das Postbank Depot im Jahr und wie viel lässt sich sparen?

Wie groß der Kostenunterschied zu einem günstigen Online-Broker ausfällt, zeigt ein Rechenbeispiel mit 24 Einzelorders pro Jahr zu je 2.000 Euro:

AnbieterKosten pro Order (2.000 Euro)Kosten bei 24 Orders/Jahr
Postbank Depotca. 17,95 Euroca. 431 Euro
Günstiger Online-Brokerca. 1 Euroca. 24 Euro

Mögliche Ersparnis: über 400 Euro pro Jahr mit einem günstigen Online-Broker – wer viel handelt, spart mit einem Neobroker erheblich.

Reine ETF-Sparplan-Anleger sind beim Postbank Depot dagegen kostenseitig gut aufgehoben, da Sparpläne ohne Transaktionsgebühr ausgeführt werden.

Wie sicher ist das Postbank Depot?

Die Postbank ist Teil der Deutsche Bank Gruppe und unterliegt der deutschen Finanzaufsicht BaFin. Euer Verrechnungskonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt, die im Depot verwahrten Wertpapiere sind Sondervermögen.

Die Postbank unterliegt der BaFin-Aufsicht und der deutschen Einlagensicherung.
Das Postbank Depot ist über die deutsche Einlagensicherung und als Sondervermögen geschützt.

Wie bei jedem Wertpapierdepot schützt die Einlagensicherung das Verrechnungskonto, nicht jedoch vor Kursschwankungen der Wertpapiere. Als etablierte Bank gilt die Postbank insgesamt als sehr solide.

Wie schlägt sich das Postbank Depot im Kostenvergleich?

Im Vergleich mit anderen Anbietern zeigt sich, wo das Postbank Depot steht – vor allem bei den Ordergebühren:

KriteriumPostbank DepotTrade RepublicING Depot
Depotführung0 Euro0 Euro0 Euro
Order (Richtwert)9,95–69,95 Euro1 Euroab 4,90 Euro
ETF-Sparplankostenlos (~470 ETFs)kostenloskostenlos (Aktion)
Beratung/Filialejaneinnein

Der größte Unterschied liegt bei den Einzelorders: Hier ist die Postbank deutlich teurer als Neobroker und auch teurer als günstige Direktbanken. Dafür bietet sie Beratung und ein vertrautes Banking-Umfeld.

Welche Erfahrungen gibt es mit dem Postbank Depot?

In unabhängigen Tests und Erfahrungsberichten wird das Postbank Depot vor allem für die kostenlosen ETF-Sparpläne und die einfache Anbindung an das Postbank-Banking gelobt. Kritisiert werden regelmäßig die hohen Ordergebühren für den aktiven Handel.

Für viele Bestandskunden überwiegt der Komfort des Gesamtpakets. Wer dagegen kostenbewusst und aktiv handelt, wird mit einem Online-Broker in der Regel zufriedener sein.

Wie eröffnet man ein Postbank Depot?

Die Eröffnung des Postbank Depots erfolgt online oder in einer Postbank-Filiale und ist für Bestandskunden besonders schnell erledigt. Ein bestehendes Postbank-Girokonto vereinfacht den Prozess zusätzlich.

Für die Eröffnung benötigt Ihr Euren Personalausweis oder Reisepass, Eure Steuer-Identifikationsnummer sowie ein Verrechnungskonto. Die Identität wird per Post-Ident in der Filiale oder per Video-Ident bestätigt. Nach erfolgreicher Prüfung wird das Depot freigeschaltet, meist innerhalb weniger Werktage.

  1. Depotantrag online auf der Postbank-Website oder in einer Filiale stellen
  2. Persönliche Daten und steuerliche Angaben hinterlegen
  3. Identität per Post-Ident oder Video-Ident bestätigen
  4. Verrechnungskonto einrichten bzw. bestehendes Konto verknüpfen
  5. Nach der Freischaltung mit dem Wertpapierhandel oder einem ETF-Sparplan starten

Da die Postbank eine deutsche Bank ist, wird die Abgeltungssteuer auf Eure Erträge automatisch abgeführt – um die Steuer müsst Ihr Euch also nicht selbst kümmern.

Welche Alternativen gibt es zum Postbank Depot?

Wer ein günstigeres Depot vor allem für den aktiven Handel sucht, findet bei Online-Brokern deutlich niedrigere Ordergebühren. Eine Übersicht empfehlenswerter Depots findet Ihr hier:

Wenn Euch das vorgestellte Depot nicht rundum überzeugt, lohnt sich ein Blick auf unsere Favoriten unter den Online-Brokern. Diese drei Depots schneiden in unserem Vergleich aktuell besonders gut ab:

Trade Republic

Trade Republic ist unser Favorit für ETF-Sparer und Gelegenheitsanleger: gratis Sparpläne, nur 1 Euro pro Order und ein attraktiv verzinstes Verrechnungskonto. Die App ist aufgeräumt, das Angebot umfasst Aktien, ETFs, Anleihen, Krypto und Derivate.

Trade Republic Depot

  • Kostenlose Depotführung
  • Ordergebühren nur 1 Euro je Order
  • Schnelle Depoteröffnung über die App
  • Kostenfreie Sparpläne
  • Attraktive Sparzinsen auf nicht investierte Einlagen
  • Empfohlen von Stiftung Warentest (12/2025)

Scalable Capital

Scalable Capital punktet mit 0,99 Euro pro Order im FREE Broker und kostenlosen ETF-Sparplänen; im PRIME+ Abo handelt Ihr ab 250 Euro Ordervolumen sogar komplett kostenlos. Dazu kommen ein verzinstes Cash-Konto und eine riesige Produktauswahl.

Scalable Capital Depot

  • Kostenloses Depot
  • Günstige Ordergebühren ab 1 Euro
  • Vielfältige Assets und Sparpläne handeln
  • Übersichtliche Mobile App inklusive
  • Attraktive Zinsen auf inkludiertem Tagesgeldkonto
  • Empfohlen von Stiftung Warentest (12/2025)

Finanzen.net Zero

Finanzen.net Zero gehört zu den günstigsten Anbietern überhaupt: Ab 500 Euro Ordervolumen handelt Ihr kostenlos, ETF-Sparpläne sind gratis und auch Kryptowerte lassen sich handeln – ideal für preisbewusste Einsteiger.

Finanzen.net Zero Depot

  • Kostenlose Depotführung
  • 0 Euro Ordergebühren auf Aktien, ETFs und Kryptowährungen
  • Über 3000 Sparpläne ab 1 Euro besparbar
  • Breites Handelsangebot mit mehr als 8.000 Aktien aus 52 Ländern
  • Einfache Online-Beantragung möglich
  • Kostensieger im Depot-Test von Stiftung Warentest (12/2025)

Fazit zum Postbank Depot

Das Postbank Depot ist ein solides Filialbank-Depot mit kostenloser Depotführung und kostenlosen ETF-Sparplänen. Für Bestandskunden und reine Sparplan-Anleger ist es eine bequeme Lösung. Sobald Ihr jedoch aktiv einzelne Wertpapiere handelt, machen die hohen Ordergebühren das Depot teuer – hier sind günstige Online-Broker klar im Vorteil. Lohnt sich das Postbank Depot also? Für Beratungs- und Sparplan-Kunden ja, für kostenbewusste Selbstentscheider eher nicht.

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.