Die Coronapandemie hält weiter an und zwingt KLM erneut zu drastischen Maßnahmen. Die Airline kündigte an, dass bis zu 1.000 weitere Stellen gestrichen werden müssen.

Es sind keine guten Zeiten für den niederländischen Flag Carrier. Erst in der letzten Woche zwangen neue Einreisebestimmungen die Airline beinahe zu dem drastischen Schritt, alle Langstreckenverbindungen einzustellen, was nur durch eine kurzfristig gefundene Lösung mit den Gesundheitsbehörden umgangen werden konnte. Auch muss weiterhin um Finanzhilfen gebangt werden da sich die Regierungen Frankreichs und der Niederlande nicht über die Unterstützung der Holdinggesellschaft Air France-KLM einigen können. Nun wurde in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass zu den bereits 5.000 gestrichenen Stellen noch Tausend weitere kommen werden.

KLM ist auf Schrumpfkurs

Die Coronakrise nimmt kein Ende und somit verschlechtert sich die Lage der Fluggesellschaften immer weiter. KLM sieht sich nun dazu gezwungen, das Unternehmen weiter zu verkleinern und eine Vielzahl an Jobs abzubauen. Dabei wurde bereits in der Mitte des letzten Jahres eine drastische Stellenreduktion von etwa 5.000 Stellen umgesetzt.

Im Juli 2020 kündigten wir an, dass 5.000 unserer KollegInnen KLM verlassen müssen, woraufhin wir eine intensive Beratung und Zusammenarbeit mit allen Sozialpartnern begonnen haben. Im Rahmen eines Sozialplans wurden verschiedene Instrumente zur Verfügung gestellt. Diese Anpassungen waren sehr schmerzhaft, aber erfolgreich. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch diese neuen Herausforderungen wieder gemeinsam lösen werden.

Pieter Elbers, CEO KLM
KLM 2 2

Die damaligen Hochrechnungen basierten allerdings auf einem Szenario, in dem der Flugverkehr sich ab 2021 wieder auf dem Weg der Besserung befindet. Schaut man sich die aktuellen Entwicklungen an, wird schnell deutlich, dass wir hiervon noch weit entfernt sind. Die Erholung des Langstreckenverkehrs wird länger dauern als zunächst vermutet.

Darum musste KLM dieses Szenario nun anpassen, was gleichbedeutend mit einer weiteren Verschärfung der Sparmaßnahmen ist. Für die Airline bedeutet dies, dass 800-1.000 weitere Stellen abgebaut werden müssen. Es werden voraussichtlich 500 Vollzeitangestellte des Kabinenpersonals betroffen sein, 100 Piloten und etwa 200-300 Mitarbeitende des Ground Handlings. Insgesamt fielen somit schon fast 6.000 Jobs der Krise zum Opfer.

Fazit zum weiteren Stellenabbau bei KLM

2021 beginnt für die niederländische Fluggesellschaft nicht besser als 2020 aufgehört hat. Die immer noch anhaltende Corona Pandemie und die daraus resultierende Beeinträchtigung des internationalen Flugverkehrs machen einen weiteren Stellenabbau unumgänglich. Die noch vor wenigen Monaten gestellten Szenarien mussten nach unten korrigiert werden. Hoffentlich war dies das letzte Mal, wo so etwas zur Notwendigkeit wurde, sodass nicht noch mehr Personen ihre Jobs verlieren.

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Autorin

Wenn Anna unterwegs ist, ist sie in ihrem Element. Selten ist sie mehr als ein paar Tage am selben Ort. Der nächste Kurztrip oder eine Fernreise stehen immer schon in ihrem Kalender. Nach ihrem Tourismus-Studium konnte sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen und teilt auf reisetopia.ch ihre Erfahrungen, Tipps und News aus der Reisewelt mit euch.

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