Flugsteig G des neuen Terminals 3 wurde bereits an die Fraport AG übergeben. Die kann damit aktuell aber noch nichts anfangen und wird den Flugsteig samt übrigen Terminal erst 2026 in Betrieb nehmen.

Ironie des Schicksals: Während die Eröffnung des dringend benötigten Hauptstadtflughafens BER neun Jahre zu spät erfolgte, steht in Frankfurt ein neues Terminal, zumindest in Teilen, bereits vier Jahre zu früh bereit. Der Flugsteig G wurde bereits an die Fraport AG übergeben, die den neuen Low-Cost-Bereich aber vorerst weiterhin einmotten wird, wie die FAZ berichtet.

Ironie des Schicksals

Das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist aus baulicher Sicht fertig. Dennoch wird der Betrieb des neuen Flugsteigs G wahrscheinlich nicht vor dem Jahr 2026 aufgenommen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch immer spürbar. Mit 24,8 Millionen Passagieren im Jahr 2021 verzeichnet der Flughafen Frankfurt zwar ein Wachstum von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bleibt damit aber weit hinter den Zahlen vor Beginn der Corona-Pandemie. Zum anderen fehlt es dem Flughafen aber auch an Airlines, die den neuen Flugsteig nutzen wollen. Dieses wurde für Low-Cost-Carrier konzipiert. Mit dem Abgang von Ryanair hat sich aber ein entscheidender Player vom größten deutschen und sechstgrößten europäischen Flughafen des Jahres 2021 verabschiedet.

Flughafen Frankfurt Terminal 3

Ryanair forcierte damals noch die zügige Fertigstellung des neuen Flugsteigs, welcher aktuell fünf Millionen Passagiere im Jahr kann und sogar bis zu sieben Millionen Passagiere im Jahr bewältigen könnte. Zwar wird aktuell die Gepäckanlage erprobt, frühestens könne der neue Flugsteig aber innerhalb von zwölf Monaten kurzfristig für den Betrieb vorbereitet werden. Ist das neue Terminal 3 einmal eröffnet, wird das Gebäude bis zu 21 Millionen Passagieren zusätzlich Platz bieten. Ein zusätzlicher vierter Flugsteig würde die Kapazität sogar auf 25 Millionen Passagiere pro Jahr erhöhen. Zwar sind die aktuellen Buchungszahlen erfolgversprechend, dennoch liegen diese noch weit unter dem Vorkrisenniveau. Die Anbindung an das neue Terminal 3 lässt derweil noch zu Wünschen übrig.

Ryanair Flug

Die Flughafen-Bahn Skyline ist noch nicht ans neue Terminal angebunden. Eine S-Bahn-Verbindung fehlt ebenfalls, sodass das neue Terminal aktuell nur mit dem Auto oder dem Bus zu erreichen ist. Bis zur geplanten Eröffnung in 2026 bleibt aber noch ausreichend Zeit, um die entsprechenden Bauarbeiten fertigzustellen. Eine S-Bahn-Verbindung ist jedoch in den Plänen vorgesehen und könnte optional bei Bedarf hinzugefügt werden. Die Skyline verläuft am östlichen Ende der beiden Runways zum südlich gelegenen Terminal 3. Dort sollen dann auch bis 2026 die Flugsteige H und J betriebsbereit sein. Bis dahin soll der jetzt schon fertige Flugsteig G im sogenannten ruhenden Betrieb laufen. Dafür bedarf es lediglich eine zweistellige Zahl an Angestellten, die entsprechende Systeme am Laufen halten.

Fazit zur Übernahme des neuen Flugsteigs G

Der neue Flugsteig G im Terminal 3 wurde pünktlich fertig, eröffnet aber in den nächsten Jahren nicht für die Passagiere. Das liegt auch daran, dass Ryanair und Co. den Flughafenbetreiber vor wenigen Jahren noch zu einer früheren Fertigstellung zwangen. Die Corona-Pandemie ist aber noch immer präsent, Ryanair dafür nicht mehr. Das neue Terminal wird dementsprechend nicht benötigt. Dass das neue Terminal 3 durchaus wichtig ist, beziehungsweise war, zeigen die Passagierzahlen im letzten Vor-Corona-Jahr. 2019 hat der größte deutsche Flughafen bereits seine Kapazitätsgrenze von knapp 70 Millionen Passagieren überschritten. Mit dem neuen Terminal 3 könnte diese auf circa 95 Millionen Passagiere pro Jahr erhöht werden.

Autor

Alexander Fink ist als Content Editor seit Januar 2021 für reisetopia tätig. Zuvor war er als Account Manager in der Industrie beruflich unterwegs und schrieb von seinen Reiseerfahrungen im eigenen Blog. Heute ist er Euer Ansprechpartner für alle Airline- und Kreditkartenthemen.

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  • Lest ihr eure Artikel eigentlich Korrektur? Mir scheint nicht so. Abgesehen davon, dass die Satzstellung in weiten Teilen grausam ist, finden sich zahlreiche Flüchtigkeitsfehler.
    “Ryanair forcierte damals noch die zügige Fertigstellung des neuen Flugsteigs, welches (sic!) aktuell fünf Millionen Passagiere im Jahr und (sic!) sogar bis zu sieben Millionen Passagiere im Jahr bewältigen kann. “

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