Aufgrund des steigenden Interesses an Flugreisen und dank ihrer Restrukturierung, kann Swiss seine Krisenmaßnahmen früher abbauen als geplant.

Im Jahr 2021 setzte der Schweizer Flag-Carrier eine Strategie um, die den durch die Pandemie entstandenen Schäden entgegenwirken sollte. Nun zahlt sich dieses Vorgehen aus. Wie Swiss verkündet, will sie bereits ab dem 1. Januar 2023 damit anfangen, sich schrittweise von den Krisenmaßnahmen zu trennen.

Erholung nach der Pandemie

Wie die meisten Fluggesellschaften musste Swiss während der Corona-Pandemie mit vielen Schwierigkeiten kämpfen. Besonders das Personal war von diesen stark betroffen. Dies hob auch der CEO von SWISS noch einmal hervor, als er den Abbau der Krisenmaßnahmen bereits für Anfang nächsten Jahres ankündigte.

Zwei Jahre Kurzarbeit, Krisenvereinbarungen, Restrukturierung, gepaart mit einem sehr herausfordernden Flugbetrieb haben allen Mitarbeitenden von SWISS viel abverlangt. Vor diesem Hintergrund und der allmählichen Erholung der Nachfrage halten wir es für richtig, die vereinbarten Krisenmassnahmen in der Schweiz vorzeitig ab 01.01.2023 schrittweise abzubauen.

Dieter Vranckx, CEO von SWISS
Swiss

Bei diesen Krisenmaßnahmen handelt es sich vor allem um einen Krisen-Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Dieser sollte den durch Corona bedingten Verlusten entgegenwirken. Allerdings wurde dieser Krisen-Gesamtarbeitsvertrag (GAV) von der Swiss Gewerkschaft stark kritisiert. Die Kürzung des 13. Monatslohns um ein Drittel, sowie die Aussetzung von Leistungsprämien, sorgten für reichlich Unmut. Desto erleichternder wird es für das Personal wohl sein, dass diese Krisenmaßnahmen aufgrund finanzieller Stabilität ab nächstem Jahr frühzeitig wieder abgebaut werden.

Flugstreichungen durch zu hohe Nachfrage

Auch das wachsende Reiseaufkommen hat dazu beigetragen, dass sich Swiss finanziell stabilisieren konnte. Besonders jetzt während des Sommers und der damit verbundenen Urlaubssaison lässt sich ein positiver Trend bezüglich Flugreisen verzeichnen. Nachdem die meisten Menschen zwei Jahre lang nicht ins Ausland reisen konnten, ist die Reiselust und der Nachholbedarf bei vielen jetzt umso größer. Dies hat gerade im Moment allerdings auch seine Schattenseiten. Die hohe Nachfrage gepaart mit dem Personalmangel an den europäischen Flughäfen hat zur Folge, dass Swiss bereits gezwungen war fast 700 Flüge im Sommer und Herbst zu streichen. Wir berichteten bereits darüber, in welchen Monaten Flüge gestrichen werden und welche Strecken betroffen sind.

Swiss Press Photo Edited

Die Erwartung des positiven Trends hatte Swiss bereits Ende letzten Jahres. In Erwartung steigender Passagierzahlen kündigten sie schon im Dezember rund 119 Destinationen für den Sommerflugplan 2022 an. Darunter fallen 93 Europa- und 26 Interkontinentalziele, die sowohl von Wien, als auch von Genf aus erreichbar sind. Swiss nimmt in Europa zudem fünf neue Destinationen auf. So fliegt die Airline seit Ende März unter anderem nach Bologna, Nantes, Sofia und Vilnius. Wer also noch nach einem Reiseziel für den Sommer sucht, kann sich davon vielleicht inspirieren lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Städtetrip in die bulgarische Hauptstadt und einer Übernachtung im Hyatt Regency Sofia? Oder darf es doch etwas pompöser sein? Dann wäre das Grand Hotel Majestic Bologna genau das Richtige.

Fazit zum Abbau der Krisenmaßnahmen von Swiss

Wie viele andere Airlines auch, war Swiss gezwungen sich Maßnahmen zu überlegen, um die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Verluste zu überleben. Der daraus entstandene Krisen-Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sorgte dabei für viel Kritik. Nun ist ein Ende dieser Krisenmaßnahmen in Sicht, was für großes Aufatmen sorgen dürfte. Swiss Restrukturierung ist jedoch nicht der einzige Grund für die finanzielle Stabilisierung. So hat auch der positive Trend in der Reisebranche und vor allem im Flugverkehr dazu beigetragen, dass die Airline ihre Sparmaßnahmen früher abbauen kann, als erwartet. Es ist zu hoffen, dass dadurch auch andere Fluggesellschaften wieder auf die Beine kommen.

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