Nach einer Reisewarnung für Belarus spricht die Bundesregierung nun auch eine Reisewarnung für südliche Teile Russlands aus und rät von Reisen nach Russland allgemein ab.

Reisewarnungen und Flugverbote – immer mehr Länder raten von Reisen nach Russland, der Ukraine und Belarus ab. Nachdem das Auswärtige Amt bereits eine Reisewarnung für Belarus ausgesprochen hat, folgt nun auch eine Reisewarnung für südliche Teil Russlands, nahe der Grenzregion zur Ukraine. Bereits zuvor haben mehrere EU-Mitgliedsstaaten Flugverbote für russische Fluggesellschaften ausgesprochen. Der Flugverkehr zwischen beiden Regionen kommt immer mehr zum Erliegen.

Keine Reisen mehr möglich?

Die aktuellen Spannungen in der Ukraine wirken sich nun auch auf die Luftfahrt aus. Die Ukraine bestätigte bereits die ersten Todesfälle, aktuelle Bemühungen, das Geschehen einzustellen, bleiben unbeantwortet. Der Flugverkehr in und um die Ukraine wurde bereits gänzlich eingestellt. Das Auswärtige Amt hat bisher vor Reisen nach Belarus gewarnt und in den Süden Russlands abgeraten. Jetzt folgt auch eine allgemeine Reisewarnung für den südlichen Teil der Russischen Föderation, wie der Seite vom Auswärtigen Amt zu entnehmen ist. Zudem rät man vor Reisen nach Russland ab. Der Flugverkehr zwischen Deutschland und Russland ist bereits gänzlich zum Erliegen gekommen. Zudem wirken sich die Sanktionen gegen Russland auf das öffentliche Leben Russlands aus. So informiert das Auswärtige Amt auch, dass die Nutzung nicht-russischer Kreditkarten derzeit nur eingeschränkt möglich sei.

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Eine Reisewarnung für Flüge nach Russland fehlte bislang. Lediglich für Belarus wurde eine Reisewarnung seitens des Auswärtigen Amtes in der vergangenen Woche ausgesprochen. Die Lufthansa Group hat dennoch im Vorfeld entschieden, den Luftraum von Russland zu meiden und Flüge nach Russland zu annullieren. Betroffen sind drei Strecken zwischen Deutschland und Russland. So fliegt der Kranich die Strecke Frankfurt-Moskau sowie München – Moskau und München – St. Petersburg. Nach Angaben von Simple Flying gab es im Februar allein 133 dieser Lufthansa Flüge. Gestern drehte auch der Lufthansa-Flug LH718 von München nach Seoul zurück nach Deutschland, als er den russischen Luftraum passieren sollte. Weitere Flugplanänderungen für Flüge Richtung Asien werden für die kommenden Tage erwartet.

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Auch die russische Regierung wies bereits vergangene Woche an, mehrere Flughäfen in der Region nahe der ukrainischen Grenze zu schließen. So haben unter anderem die Flughäfen in Rostow, Krasnodar, Kursk, Woronesch und Simferopol ihren Betrieb bis mindestens 2. März gänzlich eingestellt. Ein Blick auf die aktuellen Flugbewegungen in der russischen Hauptstadt zeigt, dass es auch hier zu massiven Verzögerungen und Flugausfällen kommt infolge der Flugverbote seitens vieler EU-Mitgliedsstaaten sowie Kanada. So musste Aeroflot-Flug SU124 von Moskau nach New York am Sonntag kurz vor Grönland wieder nach Moskau zurückkehren. Ein Problem, dem sich bereits eine Aeroflot-Crew in Miami konfrontiert sah. Der Airbus A350 war für den Rückflug nach Moskau ebenfalls vom Überflugverbot betroffen, kennzeichnete den Flug jedoch als humanitären Rettungsflug und nutzte so den Luftraum Kanadas.

Fazit zur Reisewarnung

Noch spricht das Auswärtige Amt keine vollständige Reisewarnung für Russland aus. Lediglich die südlichen Gebiete nahe der ukrainischen Grenze sind von der Reisewarnung betroffen. Darüber hinaus rät die Bundesregierung jedoch von Reisen nach Russland ab, da der Flugverkehr zwischen Deutschland sowie Europa und Russland von massiven Einschränkungen betroffen ist. Zudem bleibt auch das öffentliche Leben in Russland, bedingt durch Sanktionen, nicht unberührt. Zahlungen in Russland mit nicht-russischen Kreditkarten ist nur noch eingeschränkt möglich.

Autor

Seit Alex zum ersten Mal im Alter von 3 Jahren geflogen ist, wollte er das Flugzeug eigentlich nicht mehr verlassen. Bis heute riss seine Faszination fürs Fliegen nicht ab, weshalb er sich entschlossen hat, Euch an seinen Erfahrungen und Tipps teilhaben zu lassen.

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