Qantas kommt mit einer kreativen Idee daher, um das Kofferchaos an den Flughäfen in Syndney und Melbourne zu bekämpfen.

Seit Monaten herrscht Personalmangel an den europäischen Flughäfen, die nicht nur lange Warteschlangen zur Folge haben, sondern auch Probleme bei der Abfertigung der Koffer. So kommt es momentan nicht selten vor, dass ein Fluggast vorerst ohne Koffer nach Hause fahren muss. Diese Probleme will die Fluggesellschaft Qantas in Australien verhindern und hat dafür eine etwas andere Strategie als die Konkurrenz. Wie aerotelegraph.com berichtet, sucht die australische Airline 100 Führungskräfte, die sich bereit erklären, für drei Monate Koffer zu verladen.

Helfende Hände für die Kofferabfertigung

An den Flughäfen in Europa gibt es nun schon seit einer ganzen Weile Probleme mit dem Gepäck. Das Resultat sind Kofferberge, die sich an den Flughäfen türmen. Es gab aufgrund des großen Kofferchaos vom Flughafen Frankfurt sogar schon die Bitte, wenn möglich auf schwarze Koffer zu verzichten. Grund für das Chaos ist fehlendes Bodenpersonal, was einerseits auf fehlende Mitarbeiter und andererseits auf hohe Krankenstände zurückzuführen ist. Damit das an den australischen Flughäfen in Sydney und Melbourne nicht auch passiert, hatte Qantas nun eine kreative Idee.

Qantas Boeing 737

Qantas sucht derzeit nach 100 Managerinnen und Managern, die für drei Monate dabei helfen, das Gepäck der Fluggäste zu verladen. Dabei soll es sich allerdings nicht um eine gelegentliche Tätigkeit nebenbei handeln, sondern um einen Vollzeitjob. Die Airline fühlte sich zu dieser Idee wohl durch die Berichte über helfende Piloten und Pilotinnen inspiriert. So sollen bereits einige Piloten und Pilotinnen bei dem Verladen von Gepäck mit angepackt haben, damit deren Flug pünktlich starten kann.

Führungskräfte sollen beim Verladen der Koffer helfen

Damit an den australischen Flughäfen nicht ähnliche Probleme wie in Europa entstehen, will Qantas vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Die Lösung sollen 100 Führungskräfte sein, die beim Verladen des Gepäcks mit anpacken sollen. Die Airline sucht dafür nach Freiwilligen, die sich bereit erklären, den Schreibtisch für drei Monate gegen die Arbeit auf dem Vorfeld einzutauschen. Dabei werden die, die sich für den Job bewerben, selbstverständlich eine entsprechende Schulung erhalten und sollen anschließend an den Flughäfen in Sydney und Melbourne helfend zur Hand gehen.

Qantas Link Boeing 717

Die Führungskräfte sollen die Bodenabfertigung von Mitte August bis Mitte November unterstützen und fest in die Dienstpläne integriert werden. Die Freiwilligen müssen allerdings nicht fürchten, dass sie diesen neben ihrer normalen Arbeit als Führungskraft machen müssen. Vielmehr würden sie ihren Job für die drei Monate wechseln.

Fazit zu Qantas neuer Idee

Die Koffer stapeln sich derzeit an europäischen Flughäfen und Passagiere müssen zum Teil erstmal ohne ihr Gepäck den Flughafen verlassen. Diesem Problem möchte Qantas für den Herbst vorbeugen. Dafür hat sich die Airline eine ganz besondere Strategie einfallen lassen. So sollen Führungskräfte dabei helfen, die Koffer zu verladen. Dafür sucht die Airline jetzt 100 Freiwillige, die dem Bodenpersonal für drei Monate in Vollzeit beim Gepäck zur Hand gehen sollen. Wir werden sehen, ob sich tatsächlich so viele Freiwillige unter den Führungskräften finden lassen und ob die Strategie am Ende aufgeht.

Autorin

Jenny ist mit dem Reisen aufgewachsen und hat es schon als kleines Kind lieben gelernt. Für sie ist das Betreten eines Flugzeuges eines der schönsten Gefühle der Welt. Bei reisetopia kann sie ihre Leidenschaft fürs Reisen mit dem fürs Schreiben verbinden.

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  • Find ich super. Sozusagen “back to the roots”.
    Das könnte doch Spohr und einige seiner Vorstandskollegen auch mal angehen.
    Natürlich nur zum Gehalt eines Gepäckverladers.

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