Am Frankfurter Flughafen soll man in nächster Zeit auf schwarze Koffer verzichten, um unnötiges Chaos bei der Gepäckabfertigung zu vermeiden.

Die Lage an den europäischen Flughäfen ist seit Wochen angespannt. Es kommt zu langen Wartezeiten, Ausfällen und auch zu Chaos bei der Gepäckabfertigung. Um wenigstens das Gepäckproblem einigermaßen in den Griff zu bekommen, fordert der Frankfurter Flughafen Reisende nun auf, wenn möglich auf schwarze Koffer zu verzichten, so der Flughafenbetreiber Fraport.

Koffer Know-How zeigt Tipps um Chaos bei der Gepäckabfertigung zu minimieren

Fraport veröffentlichte kürzlich eine sogenanntes „Koffer Know-How“, dass das Chaos bei der Gepäckabfertigung minimieren und das Leben der Reisenden einfacher machen soll. Der grundsätzliche Hinweis lautet, dass Passagiere in erster Linie versuchen sollen, so wenig Gepäck wie möglich mitzubringen.

Rechnen Sie bitte Wartezeiten am Gepäckband mit ein, wenn Sie Ihre Heimreise vom Airport organisieren. Insbesondere in den Abendstunden kann es zu erheblichen Verzögerungen bei der Gepäckausgabe kommen.

Thomas Kirner, Leiter Passagierkommunikation der Fraport AG

Neben der Bitte, die Gepäckmitnahme auf das mindeste zu reduzieren, rät der Betreiber des Frankfurter Flughafens auch zu einer etwas unkonventionellen Methode. Das Reisen mit schwarzen Koffern soll so gut es geht vermieden werden.

Koffer individuell Kennzeichnen

Der Grund für diese eher ungewöhnliche Aufforderung ist laut eigener Aussage nach die Schwierigkeit, schwarze Koffer voneinander zu entscheiden. Da es sich hierbei um eine weitverbreitete Farbe für Gepäck handelt, macht es das dem Bodenpersonal, das für die Gepäckabfertigung zuständig ist, besonders schwer.

Koffer 2

Die Identifizierung der Zugehörigkeit von Koffern verzögert sich deswegen meist noch mehr. So werden Reisende jetzt darauf hingewiesen, individuellere Koffer zu nutzen. Helfen können hierbei auch verschiedene Aufkleber und Kennzeichnungen. Zudem sollen wichtige Gegenstände wie Dokumente oder Medikamente immer im Handgepäck mitgeführt werden.

Gastronomie rund um die Uhr geöffnet

Um die langen Wartezeiten am Airport auch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden weitestgehend angenehm zu gestalten, hat der Fraport nun veranlasst, dass Teile der Gastronomie des Airports rund um die Uhr geöffnet haben. Die Maßnahme soll dabei helfen, die Passagiere in misslichen Lagen zumindest mit Essen und Getränken zu versorgen.

Fazit zum Aufruf des Frankfurter Flughafens

Die Bitte, wenn möglich ohne schwarze Koffer zu reisen, klingt zwar skurril, erscheint nach längerem Betrachten der Situation jedoch einigermaßen logisch. Dem Personal soll es einfacher gemacht werden, die Koffer zu unterscheiden. So verläuft die Verteilung schneller und Passagiere bekommen – zumindest in der Theorie – ihre Koffer schneller zurück.

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Autor

Sonja Issel ist seit Juni 2022 als Autorin Teil des reisetopia Content-Teams. Sie ist mit Leib und Seele Journalistin. Besondere Orte und Geschichten aufzuspüren sind ihre Leidenschaft. Ihre Expertise setzt sie jetzt für euch ein, um die besten Reisedestinationen zu finden - und um euch bezüglich News Up-To Date zu halten.

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  • So langsam wird es wirklich lächerlich was hier an deutschen Airports abläuft. Wie wäre es wenn die Paxe künftig die Koffer selbst verladen und selbst aus dem Flugzeug ausladen. Die Mitarbeiter sind eh durch die vielen Streiks schon stark überlastet.

  • “…auf schwarze Koffer verzichten, um unnötiges Chaos bei der Gepäckabfertigung zu vermeiden…”

    Hier ist wohl nicht vom normalen Gepäckhandling die Rede. Dieses funktioniert automatisiert und die Farbe des Koffers ist dem Barcode völlig egal. Gemeint ist hier wohl das manuelle Nachsenden liegengebliebenen / verspäteten Gepäcks, womit ein Versagen der Standardprozesse wohl bereits als “new Normal” eingepreist ist.

  • Erbärmlicher kann man seine Unfähigkeit kaum präsentieren. Da sollen Passagiere neue Koffer kaufen, weil Fraport nicht in der Lage ist, scharze Koffer zu unterscheiden. Welcome in der Rubrik 4. Welt!

  • Nach Flug EZE – LHR – HAM am 26.06. war BA knapp vier Wochen nicht in der Lage, zwei vermisste Koffer (leider schwarz) zu finden und auszuliefern. Zum Glück hatte ich AirTags in beiden Koffern, konnte also mit Sicherheit sagen, dass sie in HAM waren. Bin dann zweimal zum Flughafen und konnte sie an zwei Standorten nach jeweils 90 Minuten aus insgesamt wohl 1000 Koffern herausfischen.
    Fazit: Kein Flug mehr ohne AirTags im Gepäck.

  • Was soll diese schwachsinnige Farbcodex bringen? Entladen die nicht vorhandenen Mitarbeiter bunte Koffer lieber als schwarze oder wird farbiges Gepäck in den Verteilanlagen schneller befördert? Mit welchem Blödsinn werden wir Fluggäste eigentlich noch veralbert? Wie einfach war da doch das Reisen im Mittelalter! Gute Nacht Deutschland 🫥

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