Der Ferienflieger Condor rechnet trotz anhaltender Pandemie und den unsicheren Aussichten für das kommende Sommergeschäft, nicht mit einer Preisschlacht bei den Ticketpreisen.

Das vergangene Jahr war sehr hart, insbesondere für die Flug- und Tourismusbranche. Zudem gibt es trotz Impfstoff derzeit nur wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung der Lage in Europa. Noch immer sind international viele Grenzen geschlossen. Aufgrund dieser großen Unsicherheit rechnet Condor-Chef Ralf Teckentrup, im Interview mit einem Branchenmedium, mit vielen kurzfristigen Buchungen, die eine positive Auswirkung haben.

Last-Minute-Angebote werden Ausnahmen sein

Die Hoffnung auf eine baldige Stabilisierung der Lage ist bei jedem da, auch wenn ein konkreter Zeitpunkt derzeit alles andere als absehbar ist. Stattdessen wurde der harte Lockdown in Deutschland bis Mitte Februar verlängert und die EU-Kommission berät mit den Mitgliedsstaaten derzeit über eine einheitliche Einteilung von Hochrisikogebieten. Wegen der großen Unsicherheit bei der Bevölkerung, insbesondere im Hinblick auf die kommenden Reisen in diesem Jahr, rechnet der Vorstandsvorsitzende der Condor, Ralf Teckentrup, nicht mit einer Preisschlacht bei den Flugtickets. Der Trend zeige vielmehr kurzfristige Buchungen auf, Reisen werden also deutlich später als sonst üblich gebucht, weshalb es nach Aussagen des Condor Chefs auch so gut wie keine Last-Minute-Angebote geben wird.

Condor 4516830 1920

Generell rechnet er jedoch mit einer deutlich stärkeren Nachfrage durch das Krisenjahr 2020, was sich auch bei den Zahlen des deutschen Ferienfliegers deutlich macht. Derzeit geht Ralf Teckentrup von einer Auslastung von 70 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 aus. Eine der Gründe ist auch die positive Einstellung bei den Veranstalterpartnern von Condor, weshalb sich die angeschlagene Fluggesellschaft bereits in zufriedenstellenden Verhandlungen zu den Sitzplatzkontingenten befindet. Die optimistischen Aussichten zeigten sich bereits bei der Bekanntgabe der Langstreckenziele für den kommenden Winterflugplan 2021/2022. Hier will die Fluggesellschaft zu insgesamt 20 interkontinentalen Sommerzielen fliegen.

Griechenland Santorini

Da sich die Condor noch immer in einer prekären finanziellen Lage befindet, muss aktuell ganz besonders streng auf die Ausgaben der Airline geschaut werden.

Wir können zum Beispiel keine Flugverbindungen auflegen, die sich nicht rechnen. Daher gibt es die klare Vorgabe, nur profitable Strecken zu planen.

Ralf Teckentrup, CEO Condor

Ende des letzten Jahres hat Condor das Schutzschirmverfahren, in der sie sich nach der Thomas Cook Pleite befand, erfolgreich verlassen, wird aber momentan noch von einem langfristigen KfW-Kredit in Höhe von 550 Millionen Euro unterstützt.

Fazit zur Preisentwicklung bei den Flugtickets

Die Sehnsucht nach Reisen ist bei vielen groß. Besonders in den Wintermonaten ging es traditionell entweder in die Berge oder weit weg in die warme Sonne. Wann genau Reisen innerhalb Europas und weltweit ohne die vielen Einschränkungen wieder möglich sein werden, lässt sich noch nicht klar sagen. Die Bundesregierung hofft weiterhin, allen Bürgern bis Ende des Sommers ein Impfangebot stellen zu können. Geht es um das Thema Reisen, blickt Condor jedoch sehr positiv auf das bevorstehende Jahr. Da die Unsicherheit der Bevölkerung aber noch groß ist, rechnet der Ferienflieger nicht mit einem Konkurrenz- und Preiskampf der Airlines bei den Ticketpreisen. Vielmehr wird es nach der Aussage des CEOs kaum Last-minute-Angebote geben.

Autorin

Seit sie 4 Jahre alt ist, reist Julia um die Welt und besucht gerne exotische Orte und weiße Strände. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Nebenbei studiert sie in Berlin Tourismusmanagement. Bei reisetopia möchte sie ihre Erlebnisse gerne mit Euch teilen!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.