Die Lufthansa verliert die Strecke München-Straßburg an einen französischen Konkurrenten.

Auf der Strecke München-Straßburg, die nun genau drei Jahre von der Lufthansa bedient wurde, fliegt bald eine andere Fluggesellschaft. Die französische Regionalairline Amelia sicherte sich die Strecke, wie aerotelegraph berichtet. Warum die Lufthansa die Strecke aufgibt und wie es weitergeht, zeigen wir Euch im folgenden Artikel.

Lufthansa verliert Strecke München-Straßburg

Die Verbindung von München nach Straßburg ist eine sogenannte PSO-Strecke. Die Abkürzung steht für Public Service Obligation und heißt auf Deutsch so viel wie Gemeinwohlverpflichtung. Bei den Strecken handelt es sich nämlich um staatlich subventionierte Verbindungen. Dies erklärt auch, warum die Lufthansa die Route exakt drei Jahre lang bediente. Im Zuge der Neuausschreibung verlor sie den Auftrag an die französische Regionalairline Amelia.

Lufthansa Cityline CRJ 900
Eine Bombardier CJ 900 auf dem Weg nach Straßburg

Die Lufthansa nahm die Strecke zwischen der bayrischen Landeshauptstadt und der Stadt im Elsass am 9. April 2019 auf. Von diesem Tag an setzte man werktäglich eine Bombardier CRJ 900 ein, um München und Straßburg zu verbinden. Die Lufthansa-Tochter Cityline zeichnete sich für die Strecke verantwortlich. Das Flugzeug wird bis zur Einstellung der Route im kommenden Monat 1.560 Mal auf der Strecke unterwegs gewesen sein. Pünktlich zum 8. April 2022 werden die Flüge dann wieder eingestellt.

Geld von der Regierung für Verlustgeschäft

Zurzeit gibt es 154 PSO-Strecken. Die Regierungen der einzelnen Länder der Europäischen Union können Flugverbindungen unter der Prämisse, dass sie für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, die sie bedienen, von entscheidender Bedeutung sind, staatlich subventionieren, da das Interesse der Fluggesellschaften für Routen, deren Betreibung meist ein Verlustgeschäft wäre, logischerweise eher gering ist. Die Lufthansa bekam beispielsweise für die Verbindung München-Straßburg 1.132.666,67 Euro, wie EU-Unterlagen zeigen.

Flughafen München, Terminal 1
Passagiere, die von Straßburg aus Bayerns Landeshauptstadt anfliegen, können sich auf ein Sternerestaurant am Münchener Flughafen freuen.

Von nun an übernimmt auf der Strecke jedoch die regionale Airline Amelia auf Frankreich. Sie wird mit einem Embraer E145 von Straßburg nach München und wieder zurückfliegen. Die Verbindung sei laut eigener Aussage weiterhin für Parlamentsmitglieder, sonstige Bedienstete der EU sowie für Reisende, die in München umsteigen wollen, interessant. Die Flüge der Fluggesellschaft sind auf der Strecke wie folgt angesetzt.

Montags, Dienstags, Mittwochs und Freitags:

  • Straßburg – München: 11:00 – 11:55 Uhr
  • München – Straßburg: 12:30 – 13:25 Uhr

Donnerstags:

  • Straßburg – München: 15:25 – 16:20 Uhr
  • München – Straßburg: 16:55 – 17:50 Uhr

Fazit zur Übernahme der Lufthansa-Strecke

Die öffentlich subventionierte Strecke München-Straßburg, die lange Zeit von der Lufthansa bedient worden ist, geht nun an die französische Regionalairline Amelia. Klar ist, dass die Wechsel der Airline veränderte Flugzeiten mit sich bringen wird. Ob die Entwicklung weitere Veränderungen nach sich zieht, bleibt abzuwarten.

Autor

Seitdem Sandro mit nur einem Jahr seinen ersten Langstreckenflug antrat und danach 6 Jahre lang im Ausland aufwuchs, war er von Reisen begeistert. Heute ist er immer auf der Suche nach der nächsten Möglichkeit, in einen Zug oder ein Flugzeug zu steigen, neue Orte und Personen kennenzulernen und seinen Horizont zu erweitern.

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  • “Warum die Lufthansa die Strecke aufgibt und wie es weitergeht, zeigen wir Euch im folgenden Artikel.” Und warum wird die Strecke nun aufgegeben? Die Ausschreibung ging verloren, das war´s 😉
    “Ob die Entwicklung weitere Veränderungen nach sich zieht, bleibt abzuwarten.” Ein super Fazit- v.a. in Bezug auf die Einleitung: “wie es weitergeht, zeigen wir Euch im folgenden…” 😉 Gruß

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