Kein Déjà-vu, sondern die Realität: Lufthansa hebt nach nicht einmal drei Wochen erneut die Treibstoffzuschläge an. Was dahintersteckt, erfahrt Ihr hier!
Treibstoffzuschläge bleiben ein aktuelles Thema in der Luftfahrtbranche: Bereits vor knapp drei Wochen berichteten wir über Erhöhungen bei Cathay Pacific und der Lufthansa Group, gestern zogen auch Air France und KLM nach. Wie Travel-Dealz heute berichtet, legt die Lufthansa Group nun sogar noch einmal nach und erhöht die Zuschläge erneut.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Lufthansa Group erhöht erneut die Treibstoffzuschläge
- Die Zuschläge der Award Flights in der Business Class liegen jetzt teilweise bei über 800 Euro
- Bei Award Flights in der First Class liegen zu Zuschläge im schlimmsten Fall bei knapp 1.000 Euro
Zweite Erhöhung innerhalb von einem Monat
Vor etwa drei Wochen berichteten wir über die Erhöhung des Treibstoffzuschlags nach Nordamerika bei der Lufthansa Group. Zu diesem Zeitpunkt erhöhte die deutsche Airline die Treibstoffzuschläge von Deutschland in die USA in der Business Class bereits von 400 bis 600 Euro auf 600 bis 800 Euro, in der First Class sogar auf über 800 Euro bei der Buchung von einem Award Flight. Nun folgt eine weitere Erhöhung, wie folgende Beispiele zeigen:.
Für Prämienflüge von Frankfurt nach New York lagen die Zuschläge (inklusive Treibstoffzuschlägen, staatlichen Steuern und Flughafengebühren) in jüngster Vergangenheit noch bei 743,66 Euro für die Business Class und 823,66 Euro für die First Class. Heute sind die Zuschläge um weitere circa 13,5 Prozent für die Business Class und weitere 18 Prozent für die First Class gestiegen.

Ein weiteres Beispiel zeigt die Strecke von München nach Los Angeles. Dort sind die Zuschläge für die Business Class erneut um etwa 13 Prozent und für die First Class um 18 Prozent angestiegen.

Wichtig zu beachten ist, dass die Zuschläge in der Gegenrichtung bereits zuvor höher ausgefallen sind, indessen aber auch noch einmal angestiegen sind. Die Preise liegen hier bei über 1.000 Euro für die Business- und First Class.
Erhöhungen nicht nur auf Flügen nach Nordamerika
Relevant ist mit Blick auf die nun durchgeführten Erhöhungen, dass Strecken in andere Weltregionen als nach Nordamerika im Verhältnis stärker betroffen waren. Während Mitte März primär Flüge nach Nordamerika teurer geworden und mit höheren Zuschlägen versehen wurden, trifft es nun auch viele andere Strecken.
Gerade die Routen, die zuvor noch nicht von einer starken Erhöhung betroffen waren, also etwa nach Südamerika oder nach Südafrika, sind im Verhältnis indessen deutlich teurer geworden. Hier sind die Zuschläge teilweise um bis zu 50 Prozent gestiegen, was Prämienflüge auch in andere Weltregionen massiv verteuert. Einzig in Richtung Asien sind die Zuschläge nur vergleichsweise moderat im Bereich von 10 bis 20 Prozent angestiegen.
Spätestens mit den neuesten Erhöhungen liegt die Lufthansa Group deutlich über dem, was andere Fluggesellschaften wie beispielsweise Air France-KLM bei der Buchung Flying Blue Prämienflügen an Zuschlägen erheben. Es bleibt weiter spannend, wie sich die Zuschläge in Zukunft entwickeln und auch welchen Einfluss diese auf die Vielfliegerprogramme der Fluggesellschaften haben.
Moritz hat sich mit diesem Thema bereits in einer Kolumne beschäftigt und stellt sich die Frage, ob die hohen Zuschläge die Vielfliegerprogramme kaputtmachen.
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