Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat eine Gesetzesvorlage unterzeichnet, die Hotels zukünftig verbieten soll, ihren Gästen Toilettenartikel in Form von Plastikflaschen anzubieten. Diese Maßnahme wird jedoch erst in einigen Jahren umgesetzt.

Während Kalifornien der erste US-Bundesstaat ist, der Einwegplastik-Toilettenartikel verbieten möchte, folgt der Gesetzentwurf einigen großen Hotelketten, die kürzlich bereits auf freiwilliger Basis ähnliche Maßnahmen ankündigten.

Bis zu 2.000 US-Dollar Strafe drohen

Laut der Gesetzesvorlage sollen dabei alle Hotels im kalifornischen Staat, mit mehr als 50 Zimmern ab dem Jahr 2023 und Hotels mit weniger als 50 Zimmern ein Jahr später, ab 2024, zum Einwegplastik-Bann verpflichtet sein. Bei Zuwiderhandlungen drohen den Häusern Geldstrafen von 500 US-Dollar – also gut 454 Euro – beim ersten Vergehen und 2.000 US-Dollar – etwa 1.815 Euro – für darauffolgende Zuwiderhandlungen. Dies ist nur der jüngste Schritt Kaliforniens zur Reduzierung des Plastikmülls. In den vergangenen Jahren hat der US-Bundesstaat bereits Lebensmittelläden verboten kostenlose Plastiktüten anzubieten und verhindert, dass Restaurants Plastikstrohhalme verteilen, ohne dass dies von einem Gast ausdrücklich verlangt wird.

San Rafael Hotel Antigua Guatemala Badezimmer

Dabei haben zuvor schon größere Hotelketten in den USA ähnliche Initiativen angekündigt, die dabei eine Verbannung aller Einwegplastik-Toilettenartikel vorsehen. Das geschah dabei sogar auf freiwilliger Basis der Hotelmarken, wobei selbstredend auch erhebliche Kosteneinsparungen mit den Maßnahmen einhergehen werden. So möchte IHG ab 2021 alle Einweg-Badartikel aus ihren Häusern verbannt haben. Dadurch sollen jährlich etwa 200 Millionen Plastikfalschen- und -behälter eingespart werden. Kurz darauf folgte Marriott mit der Ankündigung des gleichen Vorhabens, jedoch wird der Hotelriese schon kommendes Jahr damit beginnen, den Plastikmüll drastisch zu reduzieren. Marriott erhofft sich so eine Einsparung von gut 500 Millionen Behältnissen auf Plastikbasis.

Fazit zum kalifornischen Gesetzentwurf

Es ist schön zu sehen, dass neben den Eigeninitiativen großer Hotelketten nun auch der erste Bundesstaat in den USA mit einem Gesetz dem positiven “Trend” zur Verringerung des stark umweltschädlichen Plastikmülls folgt. Zudem sind Toilettenartikel in Form von Einwegplastikflaschen auch nicht wirklich von Nöten. Jedoch müssen die Hotels ihren Gästen in Zukunft freilich möglichst garantieren, dass die Qualität und Hygiene unter den neuen Maßnahmen nicht leiden wird. Es bleibt nur zu hoffen, dass auch in weiteren Hotels, Staaten und Ländern ähnliche Initiativen folgen werden.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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