Italien verschärft angesichts der Omikron-Variante erneut die Corona-Maßnahmen und das mit unterschiedlichen Mitteln. Nun wird auch die Gültigkeit der Impfzertifikate wie geplant massiv reduziert.

Nachdem sich die Lage in Italien zwischenzeitlich deutlich entspannt hat, erfährt nun auch das Land im Süden Europas wieder massiv steigende Infektionszahlen. So ist auch die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb der vergangenen Wochen auf 2.103,7 angestiegen. Immer wieder sieht sich die Regierung des Landes deshalb gezwungen, die Einreiseregeln und Schutzmaßnahmen im Land zu verschärfen – bislang scheinbar ohne Erfolg. Nun verkürzt Italien die Gültigkeitsdauer der Impfzertifikate von neun auf sechs Monate, wie FVW berichtet.

Von neun auf sechs Monate

Nach Griechenland kommt es auch in Italien coronabedingt zu weiteren Einschränkungen. So gilt bereits in Hotels, Restaurants, im Nah- sowie Fernverkehr, Skiliften und Kongresszentren die 2G-Regel. Auch hier haben demnach nur noch vollständig geimpfte und von Corona genesene Personen Zutritt. Doch damit noch nicht genug. Denn die Regierung Italiens hat eine Verkürzung der Gültigkeit von Impfzertifikaten endgültig beschlossen. Nach Italien dürfen so nur noch Personen einreisen, die innerhalb der vergangenen sechs Monate vollständig geimpft wurden oder an COVID-19 erkrankt sind. Die neue Regelung soll am 1. Februar 2022 in Kraft treten. Bislang reicht noch eine Impfung binnen der letzten neun Monate für die Einreise nach Italien aus.

Italien Zug

Damit folgt die Regierung ihren Plänen vom Ende des vergangenen Jahres. Nachdem die EU-Kommission dem Beschluss der EU-Mitgliedsstaaten gefolgt war und die Gültigkeit digitaler Impfzertifikate von zwölf auf neun Monate angepasst hatte, wollte Italien noch einen Schritt weitergehen. Bereits zuvor hat Italien die Einreisebestimmungen eigenwillig verschärft. Vollständig Geimpfte sowie Genesene müssen mittlerweile vor Abreise zusätzlich einen Corona-Test absolvieren. Die Europäische Union lehnte damals noch eine allgemeine Testpflicht für Reisen innerhalb Europas vorerst ab. Die italienische Regierung sieht sich aber steigenden Infektionszahlen ausgesetzt und will reagieren, da die Maßnahmen der vergangenen Tage nicht ausreichen. Dementsprechend wurden erst kürzlich weitere Maßnahmen ergriffen beziehungsweise verschärft.

Rom

Für den Nachweis können die gängigen Apps mit den entsprechenden QR-Codes genutzt werden. Ein negativer Corona-Test für viele Bereiche und Einrichtungen genügt in Italien nicht mehr, was besonders für ungeimpfte Personen weitere Einschränkungen im Alltag in Italien bedeutet. Auch hier reagiert die italienische Regierung mit den Maßnahmen auf die Ausbreitung der Omikron-Variante, die sich weltweit zur vorherrschenden Coronavirus-Variante vorkämpft. Bei der Einreise müssen zudem alle Personen verpflichtend ein Einreiseformular ausfüllen. Die Quarantäne bei der Einreise entfällt lediglich für Reisende mit entsprechendem Impfschutz oder Genesenen-Status im angegebenen Gültigkeits-Zeitraum. Für den Test vor der Einreise wird sowohl ein PCR- als auch Antigentest anerkannt.

Fazit zur Verschärfung der Maßnahmen Italiens

Italien zieht weiter die Zügel im Kampf gegen das Coronavirus an. Immer wieder verschärft die Regierung des Landes die Maßnahmen vor Ort und bei der Einreise. Erfolge lassen sich daraus bislang noch nicht erkennen, denn die Inzidenzwerte steigen weiter ins Unermessliche. Nun will die Regierung Italiens einen Plan vom Ende des vergangenen Jahres umsetzen und die Gültigkeitsdauer der Impfzertifikate verkürzen. Als vollständig geimpft gilt man ab Februar demnach nur noch, wenn man eine Impfung innerhalb der vergangenen sechs Monate erhalten hat. Das soll sowohl für die Zweit- als auch für die Booster-Impfung gelten. Als genesen gilt man Italien dann auch nur noch, wenn man innerhalb der vergangenen sechs Monate an COVID-19 erkrankt ist. In Deutschland wird die Gültigkeit der Impfzertifikate hingegen ab Februar von zwölf auf neun Monate reduziert.

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Autor

Alexander Fink ist als Content Editor seit Januar 2021 für reisetopia tätig. Zuvor war er als Account Manager in der Industrie beruflich unterwegs und schrieb von seinen Reiseerfahrungen im eigenen Blog. Heute ist er Euer Ansprechpartner für alle Airline- und Kreditkartenthemen.

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