ITA Airways treibt den Umbau ihrer Flotte weiter voran. Während die Pläne für eine langfristige Umstellung auf den Airbus A350 bereits bekannt sind, prüft die italienische Lufthansa-Tochter nun auch die Zukunft ihrer Airbus A321 LR.
ITA Airways könnte ihre Flottenstrategie weiter anpassen. Nachdem die italienische Lufthansa-Tochter bereits langfristig auf eine reine Airbus-A350-Langstreckenflotte setzen möchte, wird nun offenbar auch die Zukunft der Airbus A321 LR überprüft. Darüber berichtet airliners.de unter Berufung auf Aussagen von CEO Jörg Eberhart. Bereits im Juni hatten wir über die langfristigen A350-Pläne der Airline berichtet. Nun nennt der CEO weitere Details zur Flotten- und Netzwerkstrategie.
Das Wichtigste in Kürze
- ITA Airways prüft die Zukunft ihrer Airbus A321 LR
- Nach Angaben von CEO Jörg Eberhart könnten künftig weniger als neun Flugzeuge benötigt werden
- Gleichzeitig plant die Airline den weiteren Ausbau ihres Langstreckennetzes
- Die langfristigen Pläne für eine reine Airbus-A350-Langstreckenflotte bleiben bestehen
ITA Airways überprüft Einsatz der Airbus A321 LR
Erst Anfang Juni berichteten wir über die langfristige Flottenstrategie von ITA Airways, künftig ausschließlich auf den Airbus A350-900 auf der Langstrecke zu setzen. Nun hat CEO Jörg Eberhart in einem Interview weitere Einblicke in die Planungen der Airline gegeben. Demnach steht inzwischen auch die Zukunft der Airbus A321 LR auf dem Prüfstand.
Aktuell betreibt ITA Airways neun Airbus A321 LR. Diese kommen unter anderem auf längeren Mittelstrecken sowie ausgewählten Verbindungen nach Afrika zum Einsatz. Laut Eberhart hätten sich die Rahmenbedingungen für den Einsatz dieses Flugzeugtyps in den vergangenen Jahren jedoch verändert. Unter anderem hätten der Wegfall einzelner Märkte sowie aktuelle Entwicklungen in einigen Regionen dazu geführt, dass die ursprüngliche Einsatzplanung nicht mehr vollständig umgesetzt werden könne.
Deshalb analysiert die Airline derzeit, wie viele Airbus A321 LR künftig tatsächlich benötigt werden. Nach Aussage des CEOs dürfte der Bedarf unter den derzeit neun Flugzeugen liegen. Sowohl eine Rückgabe einzelner Maschinen als auch ein Umbau der Kabine werden derzeit als mögliche Optionen geprüft. Eine endgültige Entscheidung sei bislang jedoch noch nicht gefallen.
ITA Airways plant weiteres Wachstum
Trotz der Anpassungen an der Flotte verfolgt ITA Airways weiterhin ehrgeizige Wachstumspläne. Im Zuge der weiteren Integration in die Lufthansa Group soll insbesondere das Langstreckennetz ausgebaut werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Nordamerika. Nach der Aufnahme der Verbindung nach Houston gilt auch Newark als potenzielles Ziel.
Darüber hinaus sieht die Airline weiteres Potenzial in Südamerika. Nach Angaben von Eberhart werden unter anderem Santiago de Chile, Lima und Bogotá als mögliche neue Destinationen geprüft. Auch in Asien möchte ITA Airways perspektivisch weiter wachsen. Hier stehen unter anderem Osaka, Singapur sowie weitere Ziele in China auf der Liste möglicher Strecken.
Langfristige A350-Strategie bleibt bestehen
An den bereits bekannten Plänen für die Langstreckenflotte hält ITA Airways derweil fest. Wie wir bereits im Juni berichtet haben, soll der Airbus A350-900 langfristig zum einzigen Langstreckenflugzeug der Airline werden.
Der Umbau der Flotte wird allerdings schrittweise erfolgen, da die Leasingverträge der Airbus A330-900neo noch bis in die frühen 2030er-Jahre laufen. Zusätzliche Airbus A350 könnten dabei künftig auch aus Bestellungen der Lufthansa Group stammen.
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