Indien vergibt zurzeit gratis Visa, um den Tourismus im Land wieder anzukurbeln.

Im Moment gibt es eine Aktion, die sich für Reisende, die Indien als Ziel für die nächste Zeit ins Auge gefasst haben, sehr lohnen könnte. Die indische Regierung vergibt noch zwei Wochen kostenlose Visa, wie loyaltylobby berichtet.

Gratis e-Visum für Aufenthalt in Indien

Bereits seit Indien im Oktober 2021 einen weiteren Öffnungsversuch der Grenzen für Touristen unternahm, gibt es diese Aktion schon. Dies geht aus einem Artikel von nriaffairs hervor. Die Verteilung von gratis Visa sollte demnach dazu dienen, den Tourismus wieder anzukurbeln. Ob dies wie erhofft funktioniert hat, ist diskutabel, denn das im Vergleich zu den hohen prä-pandemischen Besucherzahlen eher niedrige Kontingent an kostenfreien Touristenvisa scheint noch immer nicht aufgebraucht zu sein. Das Land verzeichnete im Jahr 2017 15 Millionen ausländische Besucher.

Ein Deluxe Zimmer im The Oberoi Mumbai

Es ist jedoch zu beachten, dass mit der Ausstellung eines e-Visums andere Rahmenbedingungen für den Indien-Besuch gelten als mit einem normalen Visum. Der Beantragungsprozess ist zwar deutlich einfacher, da ein e-Visum über das Internet ausgestellt wird. Um ein Standardvisum zu erhalten, muss man ein relativ zeitaufwendiges Verfahren an einer Botschaft oder einem Konsulat durchlaufen. Außerdem spart man durch die Beantragung eines digitalen Visums auch generell etwa 20 Euro bei den Bearbeitungsgebühren. Das e-Visum kann man jedoch im Gegensatz zu seinem analogen Pendant nicht im Land verlängern. Die Aufenthaltsdauer beträgt maximal 30 Tage.

Der Beantragungsprozess

Bei der Beantragung sollte man beachten, dass dies auf direkten Wege geschieht und keinen der ominösen Drittanbieter in Anspruch nimmt. Um Euch das Prozedere des Durchsuchens von Google-Ergebnissen, die leider mit Letzteren durchzogen sind, zu ersparen, gelangt Ihr über den folgenden Link direkt zur Beantragungsseite für ein indisches Touristenvisum. Dort müsst Ihr dann relativ umfangreiche Angaben zu Eurer Person machen. Zudem werden Informationen zu vergangenen Reisen, ein Passfoto sowie eine PDF-Version Eures gesamten Reisepasses verlangt.

Indien, Taj Mahal
Jedes Jahr reisen viele in- und ausländische Touristen zum Taj Mahal.

Wenn man nach dem Ausfüllen den Bezahlvorgang einleitet, wird eine Rechnung in Höhe von 0 USD generiert. Wenn alle eingereichten Informationen und Dokumente zufriedenstellend sind, solltet Ihr innerhalb von 72 Stunden euer e-Visum in den Händen halten. Erfahrungsberichte zeigen jedoch, dass die Wartezeit auch deutlich kürzer sein kann. Ab Ausstellung ist das Visum vier Monate lang gültig.

Fazit zur Ausstellung von kostenlosen Touristenvisa für Indien

Die Aktion, die in zwei Wochen endet, kann für Reisende, die ohnehin gewillt sind, nach Indien zu fliegen, einen nicht unerheblichen finanziellen Vorteil darstellen. Für aktuell noch Unentschlossene bietet sich Indien im Moment nach der endgültigen Aufhebung des internationalen Flugstopps als Reiseziel an. Für alle, die Lufthansa Miles & More Meilen sammeln, könnte sich auch die Buchung eines Prämienfluges in der Business Class nach Indien im Rahmen der Swiss Meilenschnäppchen im März lohnen.

Autor

Seitdem Sandro mit nur einem Jahr seinen ersten Langstreckenflug antrat und danach 6 Jahre lang im Ausland aufwuchs, war er von Reisen begeistert. Heute ist er immer auf der Suche nach der nächsten Möglichkeit, in einen Zug oder ein Flugzeug zu steigen, neue Orte und Personen kennenzulernen und seinen Horizont zu erweitern.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

  • Hatte im August 2019 das 1-Jahres-e-Visa bezahlt, welches dann glaube im März 2020 wegen Covid19 annuliert wurde und war recht teuer ca. 70€.
    Besonderheit war noch dass Passbild … verlangten das im “indischen Format” … quadratisches Bild, Schultern mit drauf … .

  • Die Visagebühren sind bei einer Indienreise wohl eher als Taschengeld zu sehen. Die viel größere Herausforderung ist die Erteilung der Visa. Selbst in München ist das eine eher etwas herabwürdigende Prozedur. Wartesaalromantik und recht “solides” Auftreten der Mitarbeiter im International Visa Services Europe GmbH.

    Die Visa bekam man mal im Konsolat, das war nett, nach der Auslagerung halt die angedeutete Servicekatastrophe. Von den Ländern, die kein Visum on arrival anbieten, ist Indien jedenfalls mein Favorit an Unfreundlichkeit.

    Eine kleine Ergänzung: man scheint das Visum jetzt online beantragen zu können. Habe ich noch nicht probiert.

Alle Kommentare anzeigen (1)