Flexible Kabinenoptionen sind zurzeit sehr beliebt bei den Airlines, insbesondere in Europa, wo zum Beispiel die Kabinen der innereuropäischen Business Class je nach Flugroute, Zeit und Nachfrage mehrmals täglich reduziert oder erweitert werden können.

Bei diesen Business Class-Sitzen handelt es sich jedoch in der Regel um einen normalen Economy Class-Sitz, mit einem geblockten Mittelsitz in jeder Reihe. Ein Hersteller aus Hongkong hat nun ein Konzept für Sitze vorgestellt, der zumindest im Premium-Bereich volle Flexibilität verspricht.

Zwei Premium Economy Sitze ergeben einen Business Class Bett

Einige Fluggesellschaften wie Air New Zealand haben ein Konzept entwickelt, bei dem mehrere standardmäßige Economy Class-Sitze zu einer größeren, flachen Liegefläche umfunktioniert werden können. Und auch Thomas Cook plant beispielsweise ein ähnliches Konzept. Für vollwertige Premium-Sitze gibt es jedoch momentan einfach keine praktische Möglichkeit einer flexiblen Kabinengestaltung, bei der die Anzahl und der Typ der Sitzplätze je nach Route und Nachfrage geändert werden kann. Das stellt manche Airlines vor Probleme wie einer der Route und Tageszeit unangepassten Flugzeugkabine.

Butterfly Sitz

Auf der diesjährigen “Aircraft Interiors Expo” in Hamburg feierte Butterfly, ein Hersteller aus Hongkong, sein internationales Debüt mit einem völlig neuem Sitzkonzept, welches sich dieser Problematik zumindest in Teilen annehmen soll. Die Butterfly 2.0 genannten Sitze mögen auf den ersten Blick wie recht großzügig gestaltete Premium Economy Class-, oder ungewöhnliche Business Class-Sitze aussehn. Doch durch das Umklappen der beiden Premium Economy-Sitze verwandeln sich diese in ein komplett flaches Bett, gedacht für die Business Class, denn auf der Rückseite der beiden Sitze befinden sich Matratzeneinlagen, die zusammen eben jenes vollwertige Bett ergeben.

Volle Flexibilität auch für den Passagier

Das Bett hat eine Länge von rund 1,90 Meter, was durchaus übliche Maße für ein Bett in der Business Class sind. Das Design der Sitze würde denn aber auch bedeuten, dass der Passagier nur in einem bestimmten Winkel flach im Bett liegen kann, ähnlich wie es in der Business Class der Singapore Airlines der Fall ist und wovon sicherlich nicht jeder ein “Fan” sein dürfte. Der Sitz soll dabei vom Passagier mit einem einfachen, leicht zu findenden Hebel umgeklappt und innerhalb von Sekunden zu einem Bett umgerüstet werden können.

Butterfly Sitz

Als Business Class-Sitz gibt es die Möglichkeit einen der Sitze runterzuklappen und dadurch einen “couch-artigen” Bereich zu schaffen. Vor allem Reisende mit Kindern könnten diese Flexibilität als sehr vorteilhaft empfinden. Als Sitze der Premium Economy-Class bieten sie scheinbar einiges an Platz und vor allem erstaunlich viel Privatsphäre, besonders im Bereich des Kopfes. Mit fast 97 Zentimetern Sitzabstand bewegen sich die Sitze auch hier im marktüblichen Bereich.

Fazit zum Designkonzept

Durch diese Flexibilität der Kabinengestaltung wären die Airlines in der Lage je nach Nachfrage die Sitze spontan umzugestalten. So ist es vorstellbar, dass zum Beispiel auf Tagflügen mehr Sitze in der Premium Economy und bei Nachtflügen mehr Sitze in der Business Class und damit ein richtiges Bett verkauft werden könnten. Diese Flexibilität ist für Fluggesellschaften besonders heutzutage extrem wertvoll und wir blicken mit Spannung auf den weiteren Verlauf der Entwicklung dieser und weiterer Sitze, bis sie vielleicht irgendwann den Weg in die Kabinen der Airlines gefunden haben.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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