Fraport, Betreiber des größten Flughafens in Deutschland, fürchtet als Folge der Corona-Krise mit einem deutlichen Rückgang des Gewinns. Sparmaßnahmen sollen nun dabei helfen, die Verluste so gering wie möglich zu halten, mit denen der Frankfurter Flughafen für das laufende Jahr rechnen muss.

Hier findet Ihr eine Übersicht über die aktuelle Nachrichtenlage zum Coronavirus.

In nur zwei Wochen sanken Passagierzahlen um 30 Prozent

Fraports Vorstandschef Stefan Schulte fasste es wie folgt zusammen: “Wir müssen derzeit davon ausgehen, dass sich die starken Verkehrsrückgänge in den nächsten Wochen und Monaten fortsetzen, ohne dass wir Ausmaß und Dauer der Rückgänge verlässlich abschätzen können”. Entsprechend sei keine exakte Vorhersage des möglichen Gewinnrückgangs möglich, nur, dass das Passagieraufkommen in 2020 deutlich sinken wird. Pro Passagier nimmt der Flughafenbetreiber bis zu 14 Euro Gewinn ein, entsprechend fehlen diese Einnahmen dem Flughafen nun vermehrt.

Auf die Negativnachrichten reagierte auch die Aktie des Fraports an der Börse mit einem kräftigen Einbruch um vier Prozent, nachdem sich diese seit der Krise – wie auch bei den anderen zahlreichen betroffenen Unternehmen – auf einer Talfahrt befindet. Wobei sich die Gesamtsituation an der Börse nach einer besonders schweren Woche (“Schlimmste seit 30 Jahren”) ein wenig beruhigte.

Lufthansa Senator Lounge Frankfurt C Ausblick

Bereits in der letzten Woche des Februars konnte am Flughafen Frankfurt im Vergleich zum Vorjahr ein Passagierrückgang von 14,5 Prozent beobachtet werden. Nur eine Woche später im März lag dieser Rückgang schon bei 30 Prozent. Wie das Fraport-Management erklärte, führt die Ausbreitung das Virus “seit Wochen zu massiven Flugstreichungen und einer sehr zurückhaltenden Nachfrage sowohl im Interkontinental- als auch im Kontinentalverkehr”.

Lufthansa-Maßnahmen treffen Flughafen Frankfurt heftig

Das liegt zum Großteil auch an dem deutlichen Rückgang des Flugangebotes der Lufthansa als Platzhirsch in der Mainmetropole. Infolge der Krise hat der Kranich-Konzern mindestens jeden zweiten Flug gestrichen und wird – rein rechnerisch – mindestens 150 Flugzeuge aus dem Verkehr ziehen, die zurzeit überflüssig sind. Geparkt werden diese unter anderem vermehrt am Noch-Geisterflughafen BER. Die Zahlen am Frankfurter Flughafen dürften sich angesichts des Einreise-Banns der USA noch deutlich verschlechtern. Fraport rechnet vor, dass ein Passagierrückgang von 30 Prozent im Jahr 2020, die Gesamtbilanz um gut 250 Millionen Euro drücken würde. Hier noch nicht einbezogen sind die Verluste der Fraport-Flughäfen im Ausland.

Fazit zur Fraport-Bilanz

Nicht nur die Airlines werden von der Krise rund um das Corona-Virus schwer getroffen, auch die Flughäfen leiden natürlich sehr unter diesem ‘Umstand’ und haben mit den enormen Rückgängen der Passagierzahlen zu kämpfen. Konnte Fraport den eigenen Umsatz im letzten Jahr noch kräftig steigern, geht der Flughafenbetreiber des größten deutschen Airports nun von einem Gewinnrückgang von um die 30 Prozent für das laufende Jahr aus und das scheint angesichts der aktuellen Lage noch recht optimistisch gerechnet.

Ihr habt spannende Informationen, Euch fehlen wichtige Themen oder Ihr habt einfach eine Anregung für neue Content Ideen? Dann sendet sie uns über dieses Formular!

Autor

Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.