Die chinesische Fluggesellschaft China Southern Airlines möchte sich noch in diesem Jahr von ihren fünf Airbus A380 trennen. Dieser Schritt kommt durchaus überraschend – setzt die Fluggesellschaft den A380 doch noch regelmäßig ein.

Es ist ein Auf und Ab mit dem Airbus A380. Gleichzeitig spaltet der Vierstrahler weltweit die Luftfahrtexperten. Während etliche Fluggesellschaften wie British Airways, Emirates oder auch Singapore Airlines wieder auf den A380 setzen, haben sich wiederum andere Fluggesellschaften wie Air France, Etihad Airways oder auch die Lufthansa von dem Vierstrahler losgesagt. Eine Fluggesellschaft, die bis dato weiterhin auf den A380 gesetzt hat, möchte fortan nicht mehr auf die Dienste des Doppeldeckers setzen, wie Aerotelegraph berichtet.

Letzte Station: Flugzeugfriedhof Victorville in Kalifornien

Es sind traurige Nachrichten, die derzeit um Guangzhou kursieren. Die dort ansässige Fluggesellschaft China Southern Airlines, mitunter die größte Fluggesellschaft Chinas, möchte zukünftig nicht mehr auf die Dienste des Airbus A380 setzen. Diese Nachricht kommt durchaus überraschend daher, wenngleich die Fluggesellschaft bereits im vergangenen Jahr öffentlich über ein mögliches Aus des A380 diskutiert hat. Dennoch hat die Fluggesellschaft auch während der Pandemie weiterhin auf die Dienste des Doppeldeckers gesetzt. So kam der Vierstrahler regelmäßig auf den Strecken zwischen Guangzhou und Amsterdam, Los Angeles oder Melbourne zum Einsatz – auch in den vergangenen Tagen.

China Southern Airlines Airbus A380

Zwei der insgesamt fünf Flugzeuge befinden sich aber seit Oktober respektive November dauerhaft am Boden. Derzeitig befinden sich die Flugzeuge am Drehkreuz der Airline, am Flughafen von Guangzhou. Noch in dieser Woche sollen die beiden Vierstrahler nach Victorville, einem Flugzeugfriedhof in Kalifornien, verlegt werden. Der Flugzeugfriedhof erlangte weltweit an Bekanntheit, als sich beispielsweise Qantas dazu entschloss, die A380-Teilflotte in Victorville einzulagern. Den Wegfall des A380 wird die Fluggesellschaft jedoch verkraften können. Immerhin verfügt die Airline über 40 Airbus A330, zehn Airbus A350 sowie 15 Boeing 777-300ER und über 27 Dreamliner.

Die drei verbliebenden A380 waren seitdem weiterhin regelmäßig aktiv, wenngleich sich ein Flugzeug seit dem 10. Februar ebenfalls am Boden befindet. Wann jene drei Flugzeuge nach Victorville geflogen werden, ist bis dato nicht bekannt.

Mit dem A380 verschwindet auch die First Class

Mit dem Airbus A380 verliert die Fluggesellschaft nicht nur einen Teil ihrer Langstreckenflotte, sondern auch das luxuriöseste Bordprodukt – die First Class. Die First Class ist einzig im Airbus A380 verbaut. Alle anderen Flugzeuge verfügen nicht über ein entsprechendes First Class Produkt. Mit dem Verlust der First Class würde China Southern Airlines ein weiteres Alleinstellungsmerkmal übernehmen. Abgesehen davon, dass China Southern Airlines die größte Fluggesellschaft Chinas ist, wäre die Airline die einzige staatlich kontrollierte Fluggesellschaft Chinas, die nicht mehr über eine First Class verfügt.

Air China First Class Boeing 777 Sitz
Die First Class bei Air China

Air China verfügt an Bord ihrer Boeing 747 sowie der Boeing 777 über eine First Class. Die Air China First Class ist in einer 1-2-1-Konfiguration angeordnet und verteilt sich auf nur zwei Reihen. Die dritte staatlich kontrollierte Fluggesellschaft, China Eastern Airlines, verfügt sogar in drei Flugzeugtypen über eine First Class. Dabei findet sich die First Class nicht nur in der Boeing 777 und der Boeing 787 wieder, sondern auch im Airbus A350.

Fazit zum Aus des Airbus A380 bei China Southern Airlines

Das Aus des Airbus A380 bei China Southern Airlines kommt ein Stück weit überraschend, obwohl die Airline den A380 bereits im vergangenen Jahr ausflotten wollte. Wenngleich die Airline den Doppeldecker regelmäßig einsetzt, ist er der Fluggesellschaft schlichtweg zu teuer. Neben den hohen Betriebskosten, kann die Airline den A380 nicht füllen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Ausflottung durchaus nachzuvollziehen – leider.

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