In meinem Reisepläne-Artikel habe ich meine geplanten Flitterwochen erwähnt. Nun sind die ersten Flug- und Hotelbuchungen getätigt. Zeit genug, um einen kleinen privaten Einblick in diese ganz besondere Reise zu gewähren.
Inhaltsverzeichnis
Ihr habt es im Titel bereits gelesen – das Ziel meiner Flitterwochen steht fest. Es werden die Seychellen. Für mich ist diese Reise gleichbedeutend mit einer Rückkehr in das wohl schönste Reiseziel, das ich jemals bereisen durfte. Im Jahr 2014 durfte ich der Hauptinsel Mahé einen mehrtägigen Besuch abstatten. Mahé wird während unserer Reise “geskipped”, doch dazu mehr.
Unspektakuläre Anreise mit Emirates
Mit unserem Abflughafen Hamburg sind die Optionen, um auf die Seychellen zu gelangen, an einer Hand abzuzählen. Neben Emirates und Qatar Airways hätten wir noch mit Turkish Airlines anreisen können. Schlussendlich fiel die Wahl auf Emirates. Wir fliegen verhältnismäßig unspektakulär in der Economy Class und hoffen, dass wir noch ein günstiges Cash-Angebot für ein Upgrade erhalten.

Aus mehreren Gründen haben wir uns gegen Business Class Flüge entschieden. Für unseren Reisezeitraum konnten wir keine adäquaten Verfügbarkeiten bei Qatar Airways finden. Wir konnten leider nur Flüge zu wirklich hohen Avivs-Preisen finden. Eine derart hohe Anzahl an Avios wollten wir nicht ausgeben. Zudem setzt Qatar Airways sowohl nach Hamburg als auch auf die Seychellen ein wenig spektakuläres Bordprodukt ein. In der Boeing 787-8 geht es noch in einer 1-2-1-Konfiguration nach Doha, ehe es in der 2-2-2-Konfiguration auf die Seychellen geht.

Bei Turkish Airlines stört mich die hohe Anzahl an verschiedenen Bordprodukten. Bei FlightRadar konnte ich sehen, dass sowohl der Airbus A350, mit sehr ansprechendem Bordprodukt, als auch die Boeing 777-300ER, mit wechselhaften Bordprodukten, zum Einsatz kommt. Besonders große Angst hätte ich vor einem weiteren kurzfristigen Fluggerätwechsel, beispielsweise auf einen Airbus A330-300. Einige wenige A330-300 haben nämlich noch Business Class Sitze verbaut, die eher an eine Premium Economy erinnert. Eine solche Negativerfahrung musste mein Freund Alex auf seinem Flug von Istanbul nach Dubai machen.
Theoretisch hätten wir mit unseren American Express® Membership Rewards® Punkten eine hohe Anzahl an Emirates Skywards Meilen erhalten können, jedoch sind die Zuschläge bei Emirates derart hoch, sodass ein Prämienflug bei Emirates wirklich gnadenlos unattraktiv ist. Zudem setzt Emirates auf der Strecke Hamburg – Dubai – Seychellen ausschließlich eine Boeing 777-300ER ein. Das Business Class Produkt entspricht nicht meinen Erwartungen an eine gute Business Class, sodass höchstens ein attraktives Cash-Angebot für ein Business Class Upgrade in Frage kommt. Immerhin: die erste Fernreise mit meiner zukünftigen Ehefrau haben wir mit Emirates erlebt. Damals wie wohl auch heute – in der Economy Class.
Zuletzt möchte ich einen Punkt aufführen, der mir persönlich sehr wichtig ist. Ich werde niemals Unmengen an Meilen oder Zuzahlungen aufwenden, um komfortabel an mein Ziel zukommen. Ergeben sich keine attraktiven Buchungsmöglichkeiten fliege ich Economy Class – auf Langstrecke und während meiner Flitterwochen. Gerade die Economy Class von Emirates ist wirklich gut!
Vollkommene Einsamkeit auf Silhouette Island
Den Start unserer Flitterwochen macht das NIVA Labriz Silhouette Island. Euch kommt der Name bekannt vor? Richtig – es handelt sich bei diesem Hotel um das ehemalige Hilton Seychelles Labriz Resort, in dem Moritz vor etlichen Jahren residieren konnte. Die Anreise ist schon ein kleines Highlight an sich. Per Boot geht es auf die Insel, Silhouette Island. Eine Insel, die rund fünf mal fünf Kilometer groß ist.
Das Hotel soll sich seit Moritz’ Aufenthalt verändert haben. Mehrfach wurden Renovierungen vollzogen, sodass wir auf eine moderne Villa hoffen dürfen. Übrigens: wir haben eine Beach Villa gebucht – also mit direktem Zugang zum Strand. Aufgrund der guten Kommunikation mit dem Hotel habe ich mich für eine Buchung über die Hotelwebseite entschieden. Alternativ hätte ich das Hotel auch über Hilton buchen können, jedoch waren über Hilton nicht die Honeymoon-Raten verfügbar. Eins zu Null für eine direkte Buchung.

Bei Hilton konnte ich verhältnismäßig dynamische Preise beobachten – sowohl Cash als auch bei einer Prämienbuchung via Hilton Honors Punkten. Innerhalb weniger Tage wuchs der aufgerufene Wert von 95.000 auf 120.000 Punkte pro Nacht an. Die Raten selbst wurden leider ohne weitere Zusatzkosten, wie beispielsweise dem Fährtransfer aufgezeigt – alles in allem hat Hilton hier wirklich kein gutes Bild abgeliefert. Wenngleich mir so einige Hilton Honors Punkte durch die Lappen gehen, habe ich bei diesem Buchungsweg das bessere Bauchgefühl!
Kurzaufenthalt im Raffles oder dem Waldorf Astoria?
Auf der Suche nach einem passenden Hochzeitsgeschenk schwanke ich noch zwischen einer nicht näher genannten Aktivität und einem Aufenthalt im Raffles oder dem Waldorf Astoria! Soweit ich das beurteilen kann, handelt es sich bei dem Raffles Seychellen um eines der Top Luxushotels der Inselgruppe. (Ich lehne mich weit aus dem Fenster, aber ich glaube, dass meine Partnerin diesen Artikel nicht lesen wird.) Das Raffles befindet sich auf der Insel Praslin, am Anse Takamaka. Einige Strände der Seychellen lassen namentliche Rückschlüsse auf den gleichnamigen Rum “Takamaka” – der übrigens sehr lecker ist – zu.

Unabhängig der Hotelwahl steht Praslin definitiv auf unserer Reiseroute. Die Anreise erfolgt über Mahé mit der Fähre – alternativ sind auch Inlandsflüge mit Air Seychelles für rund 160 Euro pro Person möglich. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass mich sowohl der kurze Inlandsflug an Bord eine DHC-6 einer mir bis dato unbekannten Fluggesellschaft als auch die Fährüberfahrt wahnsinnig reizen. Während der Flug lediglich 15 Minuten dauert, nimmt die Fährfahrt rund 90 Minuten in Anspruch und kostet nur rund 60 Euro. Welche Option würdet Ihr wählen? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Irgendwas auf La Digue
Auf der wunderschönen Insel La Digue gibt es keine Kettenhotels. Entsprechend fällt die Wahl wohl auf ein privates Guesthouse. Die Auswahl ist groß, aber insgesamt ähneln sich die angebotenen Häuser in Puncto Lage und Ausstattung sehr. La Digue beherbergt mitunter die schönsten Strände der Seychellen, weshalb wir uns während des Tages grundsätzlich gar nicht im Hotel beziehungsweise dem Guesthouse aufhalten würden.
Ein paar Hilton Punkte für eine große Unbekannte
Für die letzte Nacht vor unserem Rückflug haben wir uns für eine weitere Unbekannte entschieden. Die Wahl fiel auf das L’Escale Resort Marina and Spa – ebenfalls ein SLH Hotel. Für den Reisezeitraum ruft das Hotel Raten von knapp 700 Euro pro Nacht auf. Mir persönlich sind 700 Euro pro Nacht für ein mir unbekanntes Hotel und für die letzte Nacht echt zu viel. Alternativ: eine Punktebuchung für 110.000 Punkte pro Nacht.

Gemeinsam mit meiner Partnerin habe ich mich für diese Option entschieden. Ich hatte noch einige hunderttausend Punkte bei Hilton rumliegen – weshalb ich an dieser Stelle nicht zweimal überlegen musste. Solltet Ihr nicht über ausreichend Punkte verfügen – schaut gerne mal reisetopia Hotels rein. Hier könnt Ihr das L’Escale mit attraktiven Vorteilen buchen.
Das Hotel befindet sich nicht nur in der Nähe des Flughafens, sondern auch direkt gegenüber der Eden Island – einer aufgeschütteten Insel, auf der sich einige schöne Restaurants, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten niedergelassen haben.







