Bevor das Review im Rahmen unseres Tripreports bald folgen wird, möchte ich kurz meine Erfahrungen mit der Asiana First & Business Class schildern, in der ich zuerst von Frankfurt nach Seoul und dann weiter nach Bangkok fliegen konnte. Wie üblich in der First Class war das Erlebnis absolut genial!

Am Boden nicht so ganz “First Class”

Ein Star Alliance First Class Flug ab Frankfurt ist immer eine etwas unschöne Sache, wenn man nicht mit der Lufthansa fliegt. Diese bietet Ihren Partnern nämlich keinen Zugang zu den genialen First Class Lounges oder dem First Class Terminal, stattdessen geht es für Star Alliance First Class Passagiere in die Senator Lounges. Alternativ stand auch noch die Air Canada Lounge zur Wahl, die mir deutlich besser gefällt.

air canada maple leaf lounge frankfurt seating

Das Boarding verlief alles in allem schnell und so fand ich mich binnen weniger Sekunden nach dem Boarding auf dem Hauptdeck des Airbus A380 wieder.

Geschlossene Suiten mit etwas gewöhnungsbedürftigem Design

Die Asiana First Class Kabine befindet sich auf dem Hauptdeck des Airbus A380 ganz vorne. Ähnlich wie in der Singapore Airlines Suites Class fällt direkt auf, dass der breite Rumpf für enorm viel Raum sorgt. Die fehlenden Overhead-Bins ergänzen diesen Eindruck. Bei den Sitzen handelt es sich um geschlossene Suiten, die mit einer Tür verschlossen werden können und in einer 1-2-1 Bestuhlung organisiert sind.

Asiana First Class Airbus A380

Asiana First Class Airbus A380 Kabine

Obwohl ich das Sitzdesign sehr durchdachte finde und der Sitz selbst auch sehr bequem ist, kann ich mich mit dem Design und der Farbgebung nicht so richtig anfreunden.

Asiana First Class Airbus A380 Sitze

Darüber hinaus hat mir der Sitz aber extrem gut gefallen. Sehr bequem, enorm großzügig und insgesamt ein wirklich bequemer Weg zu reisen. Auch das Bett, das von den Flugbegleitern gemacht wurde, war sehr bequem und hat für einige Stunden Tiefschlaf auf dem knapp 12-stündigen Flug nach Seoul gesorgt.

Freundlicher Service und viel zu viel Essen

Von Beginn bis zum Ende war der Service außerordentlich freundlich, sodass ich mich sehr wohl gefühlt habe. Man muss klar sagen, dass die Kommunikation zeitweise etwas schwierig war und es eine leichte Sprachbarriere gab, was sich vor allem beim Thema Essen gezeigt hat. Wie üblich gab es die Wahl zwischen einer westlichen und einer koreanischen Option. Ich wollte dabei auf jeden Fall die koreanische Option probieren, allerdings klang die Vorspeise nicht gerade nach einem Fall für mich, sodass ich darum bat, ob ich nicht die westliche Option der Vorspeise und die koreanische Hauptspeise haben könnte.

asiana first class a380 kaviar

Die Flugbegleiterin war sich wohl etwas unsicher, da dies sonst niemand tut, anschließend war das aber kein Problem. Was ich zu diesem Zeitpunkt dagegen nicht wusste, war, dass die beiden Optionen in der Menge aufeinander abgestimmt waren. Die westliche Vorspeise war absichtlich etwas umfangreicher, während die Hauptspeise eher kleiner war, bei der koreanischen Option war es genau andersherum. Für mich hieß das: fünf Vorspeisen und anschließend eine Hauptspeise, die wohl alleine auch zwei Personen satt gemacht hätte.

Asiana First Class Airbus A380 Hauptgericht

Obwohl ich mir alle Mühe gegeben habe, konnte ich leider nicht alles aufessen. Alle Gerichte waren allerdings extrem lecker und haben mir allen voran gezeigt, was die koreanische Küche zu bieten hat!

Eine gute, aber nicht geniale First Class Lounge in Seoul

Nach einigen Stunden in Seoul ging es am Abend weiter nach Bangkok. Vor dem Flug hatte ich noch die Chance mir die Asiana First Class Lounge in Seoul anzuschauen. Diese hat mir im Gegensatz zur Kabine besonders in Sachen Design sehr gut gefallen.

Asiana First Class Lounge Seoul

Asiana First Class Lounge Seoul Essen

Das Essensangebot war dagegen wenig besonders. Zwar gab es eine Art Live Cooking mit frisch zubereiteten Speisen, aber so richtig begeistern konnte mich die Lounge in dieser Hinsicht nicht.

Ebenfalls überzeugendes Produkt in der Business Class

Der Flug in der Business Class selbst war ebenfalls sehr angenehm. In Sachen Service natürlich bei weitem nicht so persönlich wie in der First Class, aber in jeder Hinsicht angenehm. Die Business Class Kabine befindet sich auf dem Oberdeck des Airbus A380 und nimmt fast das gesamte Deck ein. Hier sind die Sitze in einer versetzten 1-2-1 Bestuhlung angebracht, wie etwa auch in der ANA Business Class. Ich hatte das Glück einen echten Fensterplatz zu haben, der über eine hohe Privatsphäre verfügt und meiner Ansicht nach auch wirklich viel Platz bietet.

Asiana Business Class Airbus A380 Sitze

Auch das Bett konnte ich recht ausgiebig testen. Obwohl es leider weder eine ordentliche Decke noch ein Kissen gab, konnte ich auf dem komplett flachen Sitz sehr gut schlafen. Das Essen war dagegen eher enttäuschend, was aber sicherlich daran lag, dass ich die westliche Option wählte. Diese bestand aus einem Steak, das leider wie häufig der Fall im Flugzeug, ziemlich durchgebraten war, die Vorspeise war dagegen sehr gut.

Asiana Business Class Airbus A380 Essen

Der Service glich, wie man es bei einer so großen Kabine nachvollziehen kann, eher einem Fließband. Trotzdem funktionierte alles schnell und organisiert, sodass ich zügig schlafen konnte. Die Flugbegleiterinnen waren darüber hinaus sehr zuvorkommend und freundlich, was mir gut gefallen hat.

Fazit zur Erfahrung mit Asiana

Nach meinen beiden Flügen kann ich sagen, dass ich ein großer Fan von Asiana bin. Obwohl beide Produkte meiner Meinung nach nicht perfekt sind, hatte ich zwei sehr angenehme Flüge mit tollem Service, guten Sitzen und leckerem Essen. Ich kann Asiana somit definitiv empfehlen, sowohl in First als auch Business Class!

Autor

Seit dem ersten Flug in der Business Class ist Jan besessen von Meilen & Punkten. Als Flug- und Reiseverrückter genießt er dabei den Weg ans Ziel mindestens genau so wie die schlussendliche Destination. Auf reisetopia gibt er Euch wichtige Tipps und hält Euch über aktuelle Deals auf dem Laufenden!

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