Ab dem 3. Juni wird das Einlösen von Meilen im Miles & More Programm nach einem gänzlich neuen System funktionieren. Wir zeigen, auf welche Änderungen man sich einstellen muss.
Während Miles & More in den vergangenen Jahren zuerst das System zum Sammeln von Prämienmeilen (mittlerweile umsatzbasiert) und dann das Statussystem verändert hat, folgt nun die dritte große Änderung. Nach mehreren Jahren mit einer gewissen Konstanz wird das Einlösen von Meilen gänzlich verändert. Durch gesetzliche Vorschriften bedarf es dafür drei Monate Vorlauf, sodass die Änderungen erst für Buchungen ab dem 3. Juni 2025 in Kraft treten. Zuvor gelten noch die alten Bedingungen zum Einlösen von Meilen, auch für Flüge, die nach dem 3. Juni angetreten werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Bei Austrian, Lufthansa und Swiss gelten zukünftig flexible Meilenwerte für Einlösungen
- Der Award Chart für Einlösungen bei Partnern wird im Schnitt deutlich angehoben
- Die Meilenschnäppchen und die Flex Plus Prämie fallen weg
- Upgrades sind weiterhin mit fixen Meilenwerten möglich
Miles & More setzt zukünftig auf flexible Meilenpreise
Die gravierendste Änderung am Miles & More Programm ist sicherlich, dass auch die Einlösung von Meilen zukünftig nach flexiblen Werten erfolgt. Diese orientieren sich an den jeweiligen bezahlten Preisen auf einer Strecke, sodass teurer verkaufte Tickets auch mit Meilen zukünftig mehr kosten. Bislang kostet eine Einlösung auf einer bestimmten Strecke bei Miles & More immer denselben Wert, unabhängig davon, wie hoch der Preis für ein bezahltes Ticket war.
Die neuen flexiblen Meilenpreise werden für Buchungen ab dem 3. Juni 2025 automatisch in der Suche von Miles & More angezeigt und greifen vorerst nur für die Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines sowie Lufthansa City. Bei anderen Fluggesellschaften der Lufthansa Group (beispielsweise Brussels Airlines), anderen Miles & More Airlines (etwa LOT) sowie Star Alliance Partner wie Singapore Airlines gelten weitere fixe Meilenwerte.
Nach reisetopia Informationen wird Miles & More nicht auf einen fixen Wert pro Meile bei Einlösungen setzen, sondern diesen nur am bezahlten Ticketpreis orientieren. Entsprechend ergibt sich je nach Einlösung weiterhin ein unterschiedlich hoher Gegenwert einer Meile.
“Faktoren wie Reisezeit, Buchungszeitpunkt, Strecke, Reiseklasse und gewählter Tarif bestimmen den finalen Meilenwert”, heißt es zu dieser Neuerung in der Pressemitteilung. Für Kunden dürfte dies in der Regel allerdings einer Abwertung gleichkommen, da die besonders attraktiven Einlösungen bei hohen bezahlten Ticketpreisen deutlich teurer werden und dafür die Werte dann niedriger ausfallen dürften, wenn sich eine Einlösung ohnehin weniger lohnt. Sehr vage spricht Miles & More davon, dass durch die Änderungen teilweise bessere Verfügbarkeiten geboten werden könnten.
Prämientickets zukünftig auch für Light Tarife
Neben der Umstellung auf flexible Meilenpreise wird es bei Miles & More zukünftig auch viel mehr Auswahl bei der Buchung von Meilentickets geben. Bislang sind Prämientickets bei Miles & More im Grunde immer eine Sonderform eines Flex Tickets, was bedeutet, dass sowohl eine Sitzplatzreservierung als auch Gepäck und eine Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeit zu 50 Euro Gebühr enthalten sind. Dies wird zukünftig nicht mehr automatisch der Fall sein.
Stattdessen werden Miles & More Buchungen bei Austrian Airlines, Lufthansa, Lufthansa City und Swiss zukünftig in allen Tarifklassen verfügbar sein, die auch für bezahlte Tickets zur Verfügung stehen. Der günstigste mit Meilen buchbare Flug wird damit in Zukunft etwa der Light Tarif sein, der in der Economy Class ohne Gepäck und Sitzplatzreservierung daher kommt. In der Business Class sowie First Class wird es im Zuge dieser Änderung auch reguläre Prämienflüge geben, die nicht mehr storniert oder umgebucht werden können.
Da man davon ausgehen kann, dass die Meilenwerte für Light Tarife zukünftig die neue Basis und vergleichbar mit denen sein dürften, die man aktuell kennt, dürfte es sich hierbei um eine massive Verschlechterung des Programms handeln. Wer die bisherige Flexibilität und die bekannten Zusatzleistungen wünscht, muss zukünftig zusätzlich bezahlen. Ins Bild passt, dass Miles & More dies als “benutzerfreundlichere Erfahrung” beschreibt, im Rahmen derer Zusatzleistungen bezahlt hinzugebucht werden können.
Meilenschnäppchen und Flex Plus Prämie fallen weg
Die Liste der negativen Veränderungen am Miles & More Programm endet damit allerdings weiterhin nicht, denn eine der beliebtesten Prämien des Miles & More Programms wird ab Juni großteils wegfallen. Die Austrian Meilenschnäppchen, Lufthansa Meilenschnäppchen und Swiss Meilenschnäppchen wird es ab Juni nicht mehr geben. Stattdessen soll es sogenannte Award Flight Deals geben, die sich allerdings an Angeboten im Rahmen von bezahlten Tickets orientieren sollen.
Die Meilenschnäppchen der anderen Airlines, etwa von Brussels Airlines, Discover Airlines oder LOT, sollen vorerst bestehen bleiben. Ebenfalls ins neue System übernommen wird der beliebte Companion Award, auf den Mitglieder mit einem Senator Status oder einem HON Circle Status Zugriff haben. Zukünftig wird hier der (vermutlich höhere) flexible Meilenpreis für die zweite Person halbiert, womit die Prämie im Verhältnis sogar noch attraktiver werden könnte. Ebenfalls bestehen bleiben die Senator Warteliste und die HON Circle Buchungsgarantie.
Gravierender dürfte sein, dass Miles & More ab Juni zumindest vorerst die Flex Plus Prämie abschafft, sodass eine Buchung zu leicht höheren Meilenwerten mit im Verhältnis deutlich reduzierten Zuschlägen zukünftig nicht mehr möglich ist. Die hohen Zuschläge für Prämientickets sollen dagegen bestehen bleiben, wobei wohl leichte Anpassungen auf manchen Strecken geplant sind. Welche konkreten Auswirkungen dies haben wird, lässt sich aktuell allerdings noch nicht ermessen.
Höhere Meilenpreise für Buchungen mit Partnern
Die wohl beste Nachricht an den Änderungen bei Miles & More ist, dass die flexiblen Meilenpreise vorerst nur für vier Fluggesellschaften kommen. Doch gleichzeitig gibt es auch eine negative Änderung am bestehenden Award Chart von Miles & More. Insbesondere Einlösungen in der Business und First Class werden dabei signifikant teurer. Dieser gilt ab 3. Juni generell für alle Einlösungen bei Airlines, die keine flexiblen Meilenpreise bieten (z.B. Star Alliance Fluggesellschaften, Discover Airlines oder LOT).
Die Meilenwerte gehen vornehmlich in der Business und First Class, gravierend nach oben. Ein Business Class Hin- und Rückflug von Europa nach Südostasien kostet etwa zukünftig 200.000 statt 140.000 Miles & More Meilen (ein Anstieg von mehr als 40 Prozent). Ein First Class Hin- und Rückflug von Europa nach Nordamerika liegt zukünftig bei 215.000 statt bislang 182.000 Meilen (ein Anstieg von etwas weniger als 20 Prozent).
Günstiger werden teilweise Flüge in der Economy Class (29.000 statt 35.000 Meilen innerhalb von Europa oder 50.000 statt 60.000 Meilen nach Nordamerika) sowie auch in der Premium Economy Class (80.000 statt 85.000 Meilen nach Nordamerika). Gleichzeitig gilt dies aber auch nicht für alle Regionen, Flüge von Europa nach Südostasien werden etwa durch die Bank teurer. Im Detail gehen wir auf die Änderungen des Award Charts noch einmal in einem gesonderten Artikel ein.
Vorerst keine Veränderungen bei Upgrades
Keine Veränderungen gibt es beim Miles & More Programm vorerst mit Blick auf Upgrades. Diese sind auch nach dem 3. Juni weiterhin zu fixen Werten möglich und richten sich nach den entsprechenden Verfügbarkeiten. Nach reisetopia vorliegenden Informationen gibt es zumindest vorerst keine Veränderungen am Award Chart für Upgrades, sodass hier keine Preiserhöhung ansteht.
Ebenfalls bestehen bleiben die 3-Regionen Awards sowie die Around the World Tickets (zukünftig als World Award Flights bekannt). Außerdem gibt es weiterhin die Möglichkeit, mit 50 Prozent Rabatt einen oneway-Flug statt eines Hin- und Rückflugs mit Meilen zu buchen. Die wenig attraktive Cash & Miles Option bleibt ansonsten genauso bestehen wie die gesonderten Prämientickets für Kinder und Babys.
Einlösung von Meilen vor dem 3. Juni ist ratsam
Wenig überraschend beschreibt Miles & More die Änderungen am beliebten Lufthansa Vielfliegerprogramm als positiv. Doch die neuen Award Flights (auch der Name ändert sich) dürften für die meisten Reisenden eher nachteilig sein, denn die flexiblen Meilenwerte dürften insbesondere auf beliebten Strecken und zu Ferienzeiten zu höheren Preisen führen, die sich noch stärker an den in den vergangenen Jahren stark gestiegenen regulären Ticketpreisen orientieren. Auch für Einlösungen bei anderen Airlines steigen die Werte in der Business und First Class durch die Bank an.
Entsprechend ist es ratsam, Buchungen mit Prämienmeilen idealerweise noch vor dem 3. Juni vorzunehmen, um noch von den im Verhältnis niedrigeren Meilenwerten zu profitieren – sofern sich denn Verfügbarkeiten finden lassen. Besonders schmerzhaft dürfte zudem speziell für Einsteiger in die Welt der Meilen und Punkte der Wegfall der Meilenschnäppchen sein, die bislang der attraktivste Einstieg ins Meilensammeln bei Miles & More waren.
Wir sind diesen März mit Lufthans nach Sao Paulo in der Buisness geflogen. So freundliches und hilfsberereites Personal hatten wir noch bei keiner anderen Fluggesellschaft. Auch dasw essen war vorzüglich. Macht so weiter
Lufthansa / Miles & More ist schon lange nicht mehr das, was es mal war. Der Service wird immer schlechter, Mitarbeiter immer freundlicher. Und nun noch diese gravierende Verschlechterung. Sehr schade, was aus der Lufthansa geworden ist. Eine riesige Enttäuschung!
Unfreundlicher natürlich sollte es heißen
Ich betrachte dieses unsägliche Lufthansa Marketing Neusprech als eine persönliche Beleidigung. Wenn der Newsletter schon mit „Exciting changes ahead“ beginnt gehen bei mir alle Alarmglocken an.
Hier eine Zusammenfassung der wesentlichen Änderungen und was es wirklich heißt:
Flexible mileage amounts
“We’ve replaced predictability with chaos! Now you’ll need a PhD in calculus to figure out how many miles your flight costs. Bonus: popular routes will cost you an arm, a leg, and your firstborn.”
Greater choice of fares
“We’ve sliced and diced our fares into so many options that you’ll feel like you’re ordering a Starbucks coffee. Want baggage? That’ll be extra. A seat? Extra. A window seat? More extra. Oxygen? Don’t push your luck.”
Particularly low mileage amounts on some routes
“Sure, you might save miles on that one random flight to Nowheresville at 3 a.m. on a Tuesday. But good luck using your miles for anything you actually want.”
Greater availability on some routes
“We’ve magically freed up seats on flights no one wants. Business Class to Bali? Still a pipe dream. But hey, there’s plenty of room in Economy to Siberia!”
Personalised travel experience
“We’ve made everything so complicated that you’ll need a personal assistant just to book a flight. Congratulations, you’re now the CEO of your own travel nightmare.”
Mileage bargains no longer available
“Remember those sweet, predictable deals you loved? Yeah, we killed them. Now you’ll pay through the nose—or miles, in this case—for the privilege of flying with us.”
New era of Award Flights
“Welcome to the ‘new era,’ where we’ve perfected the art of taking more while giving less. It’s like Uber surge pricing, but with more disappointment.”
Mit Loyalität haben M&M und Konsorten schon lange nichts mehr zu tun.
Von mir aus gerne so: Meilen verdient man nur noch mit Fliegen. Punkt.
Fertig Kreditkarten, fertig Altpapier, fertig Hotels, fertig Mietwagen, fertig Meilenkauf, fertig … was es sonst noch gibt.
Meilengutschrift erfolgt wieder nach tatsächlich geflogenen Meilen, mit Multiplikatoren für Premiumklassen. Dinge wie 125 Meilen Gutschrift innereuropäisch sind ein schlechter Witz. Meine Rennstrecken konnte ich noch so oft fliegen, bei M&M brachte es nichts Zählbares.
Mit diesem System, das den Anfängen vieler Meilenprogramme wieder nahe käme, kann man wieder vernünftige Einlösewerte mit ebenso vernünftigen Verfügbarkeiten anbieten und hat die Paybackler und Kreditkärtler draussen, was u.a. zu mehr Platz in den Lounges führt.
Bei so einem Programm wäre ich sofort wieder dabei!
Heute heisst “Loyalität” bei Airlines und Hotels nur noch: Die “richtige” Kreditkarte abschliessen und dann Punkte generieren, umwandeln und umherschieben. Von der ursprünglichen Idee, Kundentreue zu belohnen, ist dies im doppelten Sinne meilenweit entfernt.
Hat halt nicht jeder einen Job bei dem der AG einen um die halbe Welt fliegen lässt. Für viele sind die Kreditkarten & Paybackpunkte die einzige Möglichkeit nennenswert Meilen aufzubauen. Die Politik bestraft Vielflieger immer mehr, das Personal der Lounges wäre bald schon arbeitslos, weil sie leer wären. E-Commerce ist ein sicheres Standbein für Vielfliegerprogramme und nicht abhängig von rot-grüner Klimapolitik.
Meilen”schnäppchen” waren schon länger nicht mehr attraktiv. Bisweilen kam der in Geld umgerechnete Meilenwert plus Zuschläge einem Bezahlticket bedrohlich nahe, wenn er ihn nicht gar überschritt (u.a. abhängig davon, WIE man zu seinen Meilen gekommen war und wann man das “normale” Ticket gebucht hätte). Spätestens, wenn man auch für andere Airlines offen stand, rechneten sich viele “Schnäppchen” nicht mehr. Nach Amerika wurden die Zuschläge erhöht, nach Fernost wurde mit der Verfügbarkeit geknausert, und wenn doch, war das Routing oftmals nicht besonders attraktiv.
Prämientabelle bleibt bei festen Werten für Partner-Airlines? Macht nichts, es gibt eh kaum Verfügbarkeiten oder man muss wieder irgendwo “künstlich” umsteigen, obwohl der Partner die gewünschte Strecke nonstop anbietet.
Tja , das war es mit LH , es gibt andere , bessere. Das war der Tropfen , der zuviel ist.
Ich habe gerade ins Award-Chart geschaut gesehen, dass es für Business Europa-Südostasien einen Preisansteig von 42% in Meilen gibt. Statt 71000 Meilen nun 100000 Meilen. Der Anstieg ist wirklich unverhältnismäßig. Könnte Euer Team mal M&M schreiben, ob da noch nachgebessert werden kann?
Hi Felix, es ist in der Tat korrekt, dass es nach Südostasien einen besonders hohen Anstieg gibt. Hier gab es gleichzeitig aber in den vergangenen Monaten auch sehr selten Verfügbarkeiten. In andere Weltregionen sind die Anpassungen tatsächlich deutlich weniger schlimm, was zumindest ein kleiner Trost ist.
Eine klare Zeitenwende:
Die goldenen Jahrzehnte der Sweetspots und der teils sehr hohen Gegenwerte von Punkten und Meilen sind damit endgültig vorbei.
Miles & More darf sich jetzt umbenennen in Pesos & Less.
Dass man sich der meisten Payback-Flieger entledigt, ist absolut nachvollziehbar und war zu erwarten.
Allerdings stieß und stößt man die echten Vielflieger und Statuskunden durch jede getroffene Maßnahme der letzten Jahre vor den Kopf und hat sich in meinen Augen vom Kundenbindungsprogramm zum Kundenverachtungs- und Kundenvertreibungsprogramm gewandelt.
Die Loyalität zum Programm und zu den Airlines der Lufthansa-Gruppe ist spätestens jetzt gestorben.
Hoffentlich hat man das im Vorfeld sehr gut durchgerechnet, denn es muss künftig genug verbleibende Trottelinnen und Trottel geben (neben denjenigen, die nicht auf andere Airlines ausweichen können), damit sich das neue System rechnen wird. Damit beziehe ich mich sowohl auf das neue Statussystem als auch auf die aktuell verkündeten Änderungen im Award-Bereich.
Vielleicht sollte Herr Merz schon jetzt die Milliarden in künftigen Haushalten einplanen, um die Lufthansa in drei oder vier Jahren mal wieder zu retten – oder aber er kann sie dann endlich und endgültig fallen lassen, falls alle Neuerungen bei der Lufthansa und bei Miles & More die Wirkung entfalten werden, die ich vermute.
Aus dem Newsletter:
„Freuen Sie sich auf flexible Meilenwerte und mehr Tarifauswahl bei Austrian Airlines, Lufthansa, Lufthansa City und SWISS.“
Meine Freude über die Entwicklungen bei der Lufthansa-Gruppe und bei Miles & More kennt keine Obergrenze.
Loyalität ist seit langen Zeit kein Thema mehr bei LH Gruppe. Seit dieses Jahr fliege ich alle möglichen Airlines wenn es eine günstige Alternative zur LH gibt. Jetzt sitze gerade und warte auf ein fly Dubai Flug in BC mit flatbeds in einen A320. Dann geht es weiter mit der neuen BC on Emirates 777 nach Genf. Super product. Ich lebe in Genf und seit langer Zeit wissen wir das Swiss und LH dieses Ziel nicht mehr priorisieren. Teuere Flüge weniger Wahl wie kann man noch Senator werden. Forget it.
Meine Empfehlung für Asien, Etihad Business super Sitz under super Essen
Nach 26 Jahren Senator wars das für mich.
KLM bringt mich aus Stuttgart auch überall hin.
Ärgerlich für mich, dass ich mich die ganzen Jahre für LH in meiner Firma stark machte.
Ich fliege seit einem Jahr nur noch im absoluten Notfall LH.
Erwartbare Verschlechterung für alle Meilensammler. Für mich passt das Programm nicht mehr. Warten wir trotzdem mal ab, was die Änderungen effektiv im 2. Halbjahr bedeuten.
Stellt euch vor, 40% höherer Meileneinsatz und dann landet man in der old school Business Class. Das kann sich wirklich niemand mehr glaubhaft schönrechnen.
Ich fände eine Übersicht spannend, mit welchen Maßnahmen seit Anfang 2024 Miles&More unattraktiver geworden ist.
Das ist schon enorm schlechter mittlerweile.
Mittlerweile haben wir tatsächlich erste Beispielwerte, die zumindest nicht ganz so schlimm aussehen, wie man vielleicht zwischendurch gedacht hätte: https://reisetopia.de/news/miles-more-veraenderungen-meilenpreise-beispiele/
Das ist aber natürlich nur ein Ausschnitt, sodass ich mit einer finalen Einschätzung dennoch etwas vorsichtig wäre.
Hi Moritz,
mich würde wirklich mal interessieren, ob sich das Miles&More Programm in Zukunft überhaupt noch lohnt und falls nicht, ob es besser ist in diesem Zuge auch die Miles&More Kreditkarte zu kündigen und auf eine andere zu setzen, bspw. Amex um hier deutlich bessere Konditionen bei anderen Airlines dann zu bekommen. Die Entwicklung lässt sich bei Miles&More ja nun schon seit fast 2 Jahren sehen. Vielleicht könnt ihr hierzu mal einen ausgiebigen Artikel veröffentlichen?
Das ist eine sehr gute Frage, die natürlich nicht so einfach zu beantworten ist. Je nach konkretem Fall denke ich durchaus, dass sich Miles & More (und dann auch die Kreditkarte) weiterhin lohnen kann. Ich würde auf ejden Fall noch bis Juni abwarten mit einer finalen Entscheidung. Dennoch halte ich die Idee für einen entsprechenden Artikel, sobald uns alle Fakten des neuen Programms und der Preise für Award Flüge vorliegen, für sinnvoll. Ich schreibe mir das schon mal auf 🙂
Ein Youtuber hat einen Bericht über Miles and More mit dem Titel “Wie Miles and More wirklich funktioniert” gepostet. Darin wird erklärt, dass Lufthansa und Co. mehr Geld verdient als mit dem Flugverkehr. Die Meilen sind ihre eigene Währung und sie können die Einlösungen (Webshop, Flugupgrades, Prämienflüge) nach ihrem “Gusto” steuern. Der Kunde ist abhängig und tauscht seine Meilen zu hoch ein, oder lässt sie verfallen. Der Gewinner wird immer die Lufthansa und Co. sein. Ein Problem würde es nur geben, wenn niemand mehr Meilen Sammeln würde. Dann hätten sie vermutlich finanziell auch ein Problem. Habt ihr bei Reisetopia dieses “Problem” schon mal besprochen ?
Hi Chris, in der Tat ist Miles & More ein gewinnorientertes Unternehmen und es ist auch korrekt, dass viele Vielfliegerprogramme rentabler sind als die Airlines selbst. Die Idee ist dabei entsprechend natürlich, dass das Programm die Meilen / Punkte teurer verkauft als sie im Schnitt eingelöst werden (das ist z.B. auch bei Payback so). Als Verbraucher ist man deshalb aber nicht zwingend der Verlierer, denn bei solchen Systemen kann man mit einer klugen Einlösung eben auch immer das System schlagen, weil man die Meilen / Punkte eben für das einlöst, das für einen selbst einen höheren Gegenwert hat. Zumal die Generierung von Meilen ja teilweise aus Verbrauchersicht nicht von einem selbst bezahlt wird. Wenn ich z.B. ein Zeitungsabo der Leistung (der Zeitung) wegen abschließe, bekomme ich die Meilen sozusagen ja als Bonus oben drauf – bezahlt werden sie vom jeweiligen Verlag. Genauso ist es bei einem Flug, den ich sowieso bei der jeweiligen Airline gebucht hätte.
Bleiben wir doch mal ehrlich. Wie viele Zeitungsabos`s wurden schon abgeschlossen obne einen wirklichen Bedarf zu haben, es geht nur um die Meilen. Wie oft werden Einkäufe bei Paybackpartnern gesammelt obwohl der Einkauf bei einem Nicht Paybackpartner wesesentlich günstiger ist und die gesammelten Punkte in keiner Relation zur möglichen Einsparung stehen.
Treuerprogramme sind sehr kompliziert und unterm Strich gibt es nur einen Gewinner und zwar den Anbieter des Treuerprogramms. Vielen Einlösungen von Prämienflügen steht eine nicht zu unterschätzende Invenstion gegenüber. Kurz gesagt, man kauft da ein wo es teurer ist, nur um Punkte / Meilen zu sammeln. Man bucht bei Flügen teurere Buchungsklassen, nur um ein paar Meilen mehr zu sammeln usw.
Pffff. Ich sammel jetzt seit 10 Monaten Meilen und hab mich akribisch mit all den Guides auf dieser Seite eingelesen. Ich hab jetzt 241.000 Meilen gesammelt und noch nicht einen einzigen Flug eingelöst, aber hier schon öfter als ich zählen kann gelesen, dass die Meilen mal wieder entwertet wurden. Komplett demotivierend.
Kann ich gut verstehen – die letzten Monate waren hart. Immerhin gibt es bei Miles & More noch bis Juni die Möglichkeit, von den alten Werten zu profitieren. Ich hoffe, dass sich da noch eine attraktive Option zur Einlösung für dich ergibt 🙂
Treue zu einem Unternehmen zahlt sich fast nie aus. Das beste Vielfliegerprogramm bzw. Treueprogramm ist heißt nach meiner Meinung “Preise vergleichen und entsprechend buchen” Hiermit lassen sich bei Flügen in Business oder First teilweise 1.000 EUR und mehr sparen. Das sind Beträge die zahlt man bei MM für Steuern und Gebühren plus die mühsam und teils teuer erworbenen Meilen. Die Zeiten als Vielfliegerprogramm noch attraktiv waren sind längst um. Damit muss man sich abfinden.
Ich würde sagen, dass es immer ein wenig darauf ankommt. Es gibt immer noch richtig attraktive Optionen und weiterhin viele Sweetspots, aber gleichzeitig werden diese auch weniger und man braucht oft Glück und Flexibilität. Schauen wir mal, wie das neue Programm wird, aber ich gehe leider auch davon aus, dass es viele eher davon abbringen wird, auf Miles & More zu setzen.
Wie kommst Du zu der Einschätzung, es gebe im neuen System “immer noch richtig attraktive Optionen und weiterhin viele Sweetspots”?
Durch dynamic pricing fallen die Sweetspots weg – wenn die Flüge mehr kosten, sind auch mehr Meilen zu zahlen und umgekehrt.
Und ich finde es überhaupt nicht attraktiv, wenn es zwar an der einen oder anderen Stelle Verfügbarkeiten gibt (die es im alten System vielleicht nicht gab), ich aber auch ganz erheblich mehr Prämienmeilen einsetzen muss.
Ich spreche als HON mit noch mehr als 2 Millionen Prämienmeilen auf dem Konto.
Für mich haben sich jetzt LH und Miles & More endgültig erledigt. Nach dem Softlanding auf Senator werde ich auch diesen auslaufen lassen.
Loyalität lohnt sich nicht mehr, und insbesondere die LH-Gruppe werde ich künftig meiden, wo es nur geht.
Dass den Payback-Fliegern das Leben schwerer gemacht wird, ist vollkommen in Ordnung.
Aber man traf und trifft durch die erfolgten und noch erfolgenden Umstellungen die echten Vielflieger und Statuskunden – und zwar richtig heftig!
In aller Deutlichkeit: Die haben doch den Ar… offen!
Noch widerlicher ist nur der strunzdumme Marketing-Sprech aus der E-Mail:
Es “erwarten Sie Neuerungen, die Ihnen mehr Flexibilität bei den Tarifen bieten. ”
Ja klar.
“Die Verfügbarkeit kann sich durch die Umstellung auf einigen Flugstrecken verbessern.”
Ja klar. Für viele hunderttausend Prämienmeilen mehr, wenn es denn überhaupt bessere Verfügbarkeiten gibt.
“Die aktuelle Award Flights Tabelle ist seit 2019 unverändert geblieben.”
Ja, nur wurden allein letztes Jahr gleich mehrfach die absurden Fantasiegebühren drastisch erhöht.
Weitere Auszüge spare ich mir.
Nach vielen Jahren als HON und angesichts nahezu ausnahmsloser Verschlechterungen in allen Bereichen der LH-Gruppe und bei Miles & More reicht es mir jetzt endgültig.
Die Antwort war primär auf das aktuelle System bezogen (weil es in dem Kommentar darum ging, dass das Programm schon jetzt nicht mehr attraktiv sei). Besondere Sweetspots werden natürlich mit dem neuen System eher eliminiert, aber ich denke dennoch, dass es gerade in deinem Fall durchaus noch interessante Optionen geben wird. Das gilt insbesondere mit Blick auf den Companion Award sowie für die Business und ggf. auch First Class auf der Langstrecke – hier sind die Veränderungen, mit Ausnahme des Wegfalls der Flex Plus Prämie (hier hoffe ich allerdings, dass man eine Alternative vorstellen wird) vermutlich nicht allzu groß. Hoffnung macht zudem, dass es auch weiterhin die Senator bzw. HON Warteliste / Buchungsgarantie gibt, sodass man mit einem Status noch relativ gute Chancen auf (attraktive) Prämienflüge haben dürfte.
Der erste Eindruck ist natürlich sehr negativ. Insbesondere der Wegfall von Flex Plus ist für mich super schade, zuletzt habe ich interkontinental nur Flex Plus gebucht. Es wird spannend zu sehen, wie sich das Konzept auf unterschiedliche Gruppen auswirkt und was die LH am Ende davon hat. Den klassischen Vielflieger beschneidet es mit Sicherheit in seinen Möglichkeiten, es geht mehr an die Vielnutzer der Kreditkarten… Wie sich da ggf. eine wegfallende Treue auswirkt muss die Zeit bringen.
In Zukunft verschiedene Tarifstufen anzubieten kann interessant werden. Mal schauen, was das preislich bedeutet.
Ich bin insbesondere sehr gespannt, wie sich das auf die Verfügbarkeit auswirkt. Es gibt ja im Moment genügend Strecken, wo es so gut wie nie Awardverfügbarkeit in Business oder First gibt, sowohl bei der LH-Group als auch bei den Partnern. Wenn mir jetzt jemand SQ Suites für sagen wir mal 1 Mio Meilen Return anbieten würde, wäre ich sofort dabei.
Sehr fundierte Einschätzung, danke. Ich bin auch ziemlich gespannt, allerdings denke ich nicht wirklich, dass die Verfügbarkeiten viel besser werden – hier hat sich Miles & More wirklich sehr schwammig ausgedrückt. Ich gehe primär davon aus, dass die Meilenwerte für weniger Leistung (Umbuchung etc.) im Schnitt signifikant höher liegen werden. Eine Dynamisierung ist an sich zwar wünschenswert, führt aber ohne Mindestwerte vermutlich im ersten Moment nur zu einer versteckten Preiserhöhung :/
So wird also die Auszahlung von Payback Punkten wieder die attraktivste Option, um dann zum Beispiel Cash C Tickets bei DE zu kaufen.
Wenn jetzt noch das Vielfliegerprogramm bei Condor kommt, wird es LH sicherlich schmerzen.
Spannender Punkt – ich bin wirklich gespannt, ob der Wert pro Meile zukünftig bei mehr als 1 Cent liegen wird bei regulären Einlösungen auf der Langstrecke. Damit steht und fällt dann am Ende gewissermaßen auch der Wert des Programms. Auf das Programm von Condor als Konkurrenz bin ich auch sehr gespannt, gerade in Kombination mit einer Kreditkarte und Partnern könnte das sehr interessant werden!
Das ist der Dank, dass man jahrelang seiner Airline treu geblieben ist, obwohl diese oft teurer und umständlicher als andere Verbindungen war. Für mich hat sich Miles & More und damit die Buchung bei Lufthansa erledigt.
Kann ich gut verstehen. Ich würde persönlich noch abwarten, was im Juni dann wirklich kommt – wir können uns aber wohl darauf einstellen, dass es auf jeden Fall schlechter ist als zuvor :/
Positiv: Zeitgewinn. Wenn bezahlt Tickets am Ende dann günstiger sind als Meilentickets, dann kann man sich die Zeit fürs Meilensammeln sparen und leider ist dann Reisetopia auch für mich und viele andere Geschichte. Danke LH für die massive Erhöhung meiner Lebensqualität und der Zeitersparnis.
Wir bespielen zum Glück ja nicht nur Miles & More als Thema, sodass ich hoffe, dass es auch in Zukunft noch interessante Inhalte bei uns gibt 😉 Generell denke ich aber auch, dass man im Bereich Loyalitätsprogramme auch zukünftig noch attraktive Optionen finden wird – das war immer so und wird in gewissem Maße wohl auch immer so bleiben. Schauen wir mal, was das neue System ab Juni konkret bringen wird!
no point with these milage programs anymore if all they are interested in is SALE value in other words money , then so am I !
you can save miles only to find the goal has been moved , that’s not a loyalty program, it’s a con !!