Die aktuell sehr niedrigen Flugpreise in die USA animieren nun auch United zum Handeln. Der erst im Juni 2018 eingeführte Light Tarif, der auf Flügen in die USA und nach Kanada kein Aufgabegepäck beinhaltet, wird noch einmal überarbeitet und wartet mit einigen drastischen Änderungen auf, die zum 11. Dezember 2018 in Kraft treten.

Der Trend der Basic Economy ohne inbegriffenes Aufgabegepäck kommt aus den USA und wurde auf transatlantischen Strecken zuerst von Delta und den SkyTeam Partnern eingeführt. Die Lufthansa folgte kurz darauf mit Tarifen ab Skandinavien, bevor die neuen Economy Light Tarife auf der Langstrecke auch ab Deutschland eingeführt wurde.

United ändert Meilengutschrift & mehr im Light-Tarif – die Änderungen

Trotz des fehlenden Aufgabegepäcks war der bisherige Light Tarif von United ein recht attraktives Angebot. Der „Economy (first bag charge / no changes allowed)“ Tarif, so der offizielle Name von Uniteds Light Tarif, ermöglichte Reisenden beispielsweise das Sammeln von 100 Prozent der Entfernungsmeilen im eigenen Viefliegerprogramm MileagePlus, kostenfreie Sitzplatzaufwahl beim Check-in sowie kostenfreies Aufgabegepäck für Statuskunden.

Ab dem 11. Dezember 2018 stehen nun jedoch einige Änderungen an. Zwar dürfen Statuskunden auch weiterhin bis zu drei Gepäckstücke kostenfrei aufgeben, eine kostenfreie Sitzplatzwahl fällt allerdings für alle Passagiere weg. Zukünftig ist eine Reservierung im Voraus nur noch gegen Gebühr möglich. Zudem können generell keine Sitze in der Economy Plus mehr gewählt werden, auch nicht von Statuskunden.

United Economy Plus Langstrecke SItze
Economy Plus Sitze können künftig nicht mehr gewählt werden

Die wohl drastischste Änderung betrifft allerdings den wohl attraktivsten Punkt des bisherigen Light-Tarifs. Die Gutschrift von Statusmeilen sinkt von 100 Prozent um die Hälfte auf 50 Prozent. Das Erreichen eines Vielfliegerstatus‘ über das MileagePlus Programm wird somit zumindest über den neuen Basic Economy Tarif deutlich erschwert.

United ändert Meilengutschrift & mehr im Light-Tarif – der neue Tarif

Der neue Basic Economy Tarif behält jedoch auch viel aus dem ursprünglichen Light Tarif bei. Wie bereits angesprochen werden Statuskunden auch in Zukunft bis zu drei Gepäckstücke mit je 32 Kilogramm kostenfrei aufgeben können. Für alle anderen kostet ein normales Gepäckstück mit bis zu 23 kg etwa 50 Euro je Strecke Aufpreis. Anders als bei US-Inlandsflügen von United wird es auf der Langstrecke aber weiterhin auch im Basic Economy Tarif erlaubt sein, ein Handgepäckstück sowie ein Personal Item mit an Bord zu nehmen. Änderungen und Umbuchungen sind auch in Zukunft generell nicht möglich. Davon unberührt bleibt die Möglichkeit, das Ticket innerhalb von 24 Stunden nach Buchung kostenfrei zu stornieren.

Bislang unklar ist, wie man die Verteilung der Sitzplätze in Zukunft gestalten wird. Obwohl es auf Inlandsflügen innerhalb der USA üblich ist, dass die Sitzplätze zum Check-in automatisch zugeteilt werden und dann nicht mehr geändert werden können, ist nicht davon auszugehen, dass United dieses Prinzip auch auf der Langstrecke anwenden wird. Damit würde man sich als Airline in einem Segment bewegen, von dem sich United auch weiterhin entfernt halten möchte.

United ändert Meilengutschrift & mehr im Light-Tarif – Fazit

Die Änderung des aktuellen Light Tarifs von United in einen Basic Economy Tarif bedeutet eine deutliche Abwertung des Produkts. Besonders bitter ist die drastisch verschlechterte Meilengutschrift. Für viele Kunden wird der Tarif damit weniger interessant werden. In Anbetracht der aktuellen Preissituation für Flüge in die USA und nach Kanada könnte dieser Umstand United aber auch entgegenkommen. Der Aufpreis für die normale Economy Class wird auch weiterhin etwa 80 Euro bei einem Hin- und Rückflug betragen. Im Hinblick auf die wachsenden Leistungsunterschiede zwischen der Basic Economy und der regulären Economy Class könnte es sich für manch einen lohnen, in Zukunft etwas mehr zu bezahlen.

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