Engpässe bei Gates und Triebwerken zwingen die US-Airline zu Anpassungen in der Langstreckenflotte.
United Airlines passt ihre künftige Langstreckenflotte an. Wie Aerotelegraph berichtet, wandelt die Airline bereits bestellte Boeing 787-9 in die größere Variante Boeing 787-10 um. Die Entscheidung hängt dabei nicht nur mit operativen Anforderungen in der Luft, sondern auch mit Einschränkungen am Boden zusammen.
Das Wichtigste in Kürze
- United Airlines wandelt 56 Bestellungen der Boeing 787-9 in die größere 787-10 um
- Als Grund gelten Engpässe bei Gate-Kapazitäten an Flughäfen
- Für die ab 2028 geplanten Auslieferungen der Boeing 787-10 hat United laut Bericht noch keinen Triebwerkshersteller festgelegt
Anpassung der Dreamliner-Bestellung bei United Airlines
Bereits im Juni 2021 hatte United Airlines eine ihrer bislang größten Flottenentscheidungen getroffen und umfangreiche Bestellungen bei Boeing und Airbus angekündigt. Im Oktober 2023 konkretisierte die Airline diese Pläne erneut und ergänzte ihr Auftragsbuch um weitere Großraumflugzeuge. Die nun bekannt gewordene Umwandlung von Boeing 787-9 Bestellungen in größere Varianten knüpft an diese langfristige Flottenstrategie an und zeigt, dass United Airlines ihre Planungen fortlaufend an operative Rahmenbedingungen und infrastrukturelle Grenzen anpasst.

Kapazitätsengpässe an großen Drehkreuzen zwingen Fluggesellschaften zunehmend dazu, ihre Flottenstrategie zu überdenken. Auch das Star Alliance Mitglied United Airlines reagiert auf diese Entwicklung und justiert die Planung seiner künftigen Langstreckenflotte. In diesem Zusammenhang hat die Airline bestehende Bestellungen für die Boeing 787-9 in die größere Variante Boeing 787-10 umgewandelt. Ziel ist es, mehr Sitzplätze pro Abflug anzubieten, ohne zusätzliche Gate Kapazitäten oder Slots zu benötigen.
Die Boeing 787-10 bietet je nach Konfiguration rund 40 zusätzliche Sitzplätze im Vergleich zur Boeing 787-9. Dadurch lässt sich die Kapazität pro Flug erhöhen, ohne die Anzahl der Flugbewegungen auszuweiten – ein Vorteil insbesondere an stark ausgelasteten Flughäfen.
Herausforderungen in der Langstreckenflotte
Parallel zur Anpassung der Neubestellungen steht United Airlines vor kurzfristigen Herausforderungen in der bestehenden Langstreckenflotte. Laut dem Bericht sind bei den ältesten Boeing 777 Jets der Airline Ersatzteile für die Triebwerke nur eingeschränkt verfügbar. Dies wirkt sich auf die Einsatzfähigkeit einzelner Maschinen aus und erhöht den Druck, die Flotte mittelfristig weiter zu modernisieren.

Die Umstellung auf größere Dreamliner-Varianten fügt sich damit in eine übergeordnete Flottenstrategie ein, mit der United Airlines ihre Langstreckenkapazitäten stabilisieren und effizienter einsetzen will.
Für die ab 2028 geplanten Auslieferungen der Boeing 787-10 hat United Airlines bislang noch keinen Triebwerkshersteller festgelegt. Nach Informationen von “The Air Current” konkurrieren derzeit GE Aerospace und Rolls-Royce um den Auftrag. Welche Triebwerksoption sich United letztlich sichert, ist damit weiterhin offen. Die Entscheidung dürfte maßgeblichen Einfluss auf Betriebskosten, Wartungsstrategie und die langfristige Flottenplanung der Airline haben.
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