Eines steht jetzt wohl schon fest: Airlines sowie touristische Konzerne werden aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise auf enorme finanzielle Hilfen angewiesen sein. Als erstes Unternehmen der Reisebranche erhält nun das deutsche Touristikunternehmen TUI einen milliardenschweren Hilfskredit der KfW.

Finanzhilfe verschafft TUI Mittel in Höhe von 3,1 Milliarden Euro

Die staatliche Förderbank KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau – hat mitsamt der Bundesregierung ein Hilfsprogramm eigens für die aktuelle Krise geschaffen, um finanziell gefährdete Unternehmen stützen zu können. TUI ist nun das erste Unternehmen überhaupt, dass einen solch großen Teil der Finanzhilfen aus dem Sonderprogramm der KfW erhalten wird. Somit sollen 1,75 Milliarden Euro dafür verwendet werden, die bereits laufenden Kredite des touristischen Konzerns aufzustocken. Die Finanzspritze ist jedoch an zwei Bedingungen geknüpft: So müssen die Hausbanken der TUI für 20 Prozent des Kreditvolumens der KfW bürgen. Außerdem darf das Unternehmen für die gesamte Zeit des laufenden Hilfskredits keine Dividenden ausschütten.

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Wenn die Bedingungen erfüllt und der Kredit von allen Seiten durchgewunken wird, hätte TUI nach eigenen Angaben ganze 3,1 Milliarden Euro an verfügbaren finanziellen Mitteln, um sich durch diese schwere Zeit zu hangeln. “Tui ist ein kerngesundes Unternehmen. Wir waren vor der Krise wirtschaftlich erfolgreich und werden es auch nach der Krise wieder sein. Unser Geschäftsmodell ist intakt und wir haben über 21 Millionen treue Kunden”, teilte TUI-Chef Fritz Joussen dazu mit. Allerdings lasse es die aktuelle Situation nicht anders zu, da schlicht kaum Einnahmen generiert würden. Deshalb hätte sich nun ein Umstand ergeben, den es mithilfe des Corona-Programms der KfW gilt zu überbrücken.

Januar war stärkster Monat der Unternehmensgeschichte

Im vergangenen Jahr konnte der deutsche Reisekonzern TUI noch einen Umsatz von 19 Milliarden Euro und ein rein operatives Ergebnis von 893 Millionen Euro verbuchen. Bis Anfang Februar lagen die Buchungszahlen für die starken Sommermonate laut TUI sogar etwa 14 Prozent höher als noch 2019. Demnach war der vergangene Januar der bisher stärkste Monat in der Geschichte des Konzerns. Jedoch ist – wie bei etlichen anderen Reisekonzernen auch – noch gänzlich ungewiss, ob und wenn ja, welche Reisen im kommenden Sommer überhaupt stattfinden können.

Fazit zum Hilfskredit für TUI

TUI ist nun nicht nur der erste Konzern aus der Reisebranche, sondern wohl das erste Unternehmen überhaupt, dass einen Teil aus dem Corona-Programm der KfW, in dieser Höhe, erhält. Und TUI wird definitiv nicht das letzte Unternehmen sein, dass aus dem Sonderkredit wird schöpfen müssen. Schließlich ist jetzt schon klar, dass die aktuelle Krise solche Hilfen auch dringend nötig macht. Welche Konzerne hierbei als Nächstes folgen werden, dürfte sich sicherlich schon in Kürze zeigen.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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