Glückliche Gesichter vor dem Amtsgericht Stralsund – Sundair darf nach erfolgreicher Sanierung das Schutzschirmverfahren verlassen und ist nun für die Zukunft gut aufgestellt.

Sundair darf aufatmen und in eine zuversichtliche Zukunft blicken! Die Fluggesellschaft hat am gestrigen Mittwoch erfolgreich das Schutzschirmverfahren verlassen. Die positiven Fakten: Das Verfahren dauerte nur sechs Monate, Mitarbeiter wurden keine entlassen und teure Leasingverträge konnten gekündigt werden – das berichtet Airliners. Nun möchte die Fluggesellschaft wieder durchstarten und verfolgt dabei ambitionierte Ziele.

Sechs Monate später saniert

Eigentlich hat Sundair in der Vergangenheit vieles richtig gemacht. Leider durchkreuzte die Corona-Pandemie die Pläne der noch jungen Airline. Vor allem Fluggesellschaften wie Sundair mussten umso härter während der letzten Monate ums Überleben kämpfen. Deshalb entschied man sich rechtzeitig ein Schutzschirmverfahren einzuleiten, um die Airline für die Zukunft wieder gut aufstellen zu können. Mithilfe dieses Verfahrens wollte man sich „innerhalb kurzer Zeit neu aufstellen – und zwar bei laufendem Flugbetrieb.“ Wie man der Mitteilung des Amtsgerichts Stralsund von gestern entnehmen kann, war das eine gute Entscheidung.

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Die Airline konnte nach nur sechs Monaten das Schutzschirmverfahren verlassen und gilt nun als erfolgreich saniert. Das Verfahren, geleitet vom Aviatik-Insolvenzspezialisten Lucas Flöther, hatte vor allem ein Ziel: die Kündigung teurer Leasingverträge. Alternativ hätte Sundair vor Aufnahme des Verfahrens auch ein KfW-Kredit aufnehmen können. Das hätte jedoch nur zu einer Verschiebung des eigentlichen Problems geführt. Mit Ende des Verfahrens kann Sundair nun auch vermelden, dass die teuren Leasingverträge erfolgreich gekündigt sind. Eine weitere positive Randnotiz: Die Airline musste laut eigenen Angaben keinen der 240 Mitarbeiter kündigen.

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Sundair hat vor der Krise eine Flotte bestehend aus je drei Flugzeugen der Typen Airbus A319 und A320 betrieben. Ein Flugzeug davon flog sogar noch in den Grundfarben der ehemaligen airberlin. Dieses Flugzeug führte übrigens auch einen der letzten Flüge vom ehemaligen Berliner Hauptstadtflughafen Tegel durch. Zukünftig wird sich die Airline auch weiterhin auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Sundair führt Charter- und Linienflüge vornehmlich in die Mittelmeerregion zu klassischen touristischen Zielen durch. Zusätzlich war vor einigen Monaten die Aufnahme einer weiteren Route ab Stockholm geplant. Die Pläne hierzu mussten jedoch wieder verworfen werden. Andere Fluggesellschaften wie eben airberlin, aber auch die ebenfalls insolvente Germania, haben große Lücken hinterlassen – Lücken, die Sundair ideal ausfüllen könnte.

Fazit zum Ende des Schutzschirmverfahrens

Nach nur sechs Monaten gilt Sundair bereits wieder als saniert. Die Airline geht gestärkt aus dem Verfahren heraus und sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt. Das dürfte auch die 240 Mitarbeiter freuen, die allesamt dem Unternehmen erhalten bleiben sollen. Der Fokus der Airline wird sich in Zukunft nicht verändern. Ab mehreren deutschen Flughäfen wird man auch weiterhin hauptsächlich touristische Destinationen im Süden Europas ansteuern.

Autor

Seit Alex zum ersten Mal im Alter von 3 Jahren geflogen ist, wollte er das Flugzeug eigentlich nicht mehr verlassen. Bis heute riss seine Faszination fürs Fliegen nicht ab, weshalb er sich entschlossen hat, Euch an seinen Erfahrungen und Tipps teilhaben zu lassen.

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