Auch das beliebte Fernreiseziel Sri Lanke bleibt weiterhin stark von den Folgen der Pandemie getroffen. Den ausbleibenden Touristenzahlen soll nun ein neues Reisekonzept für Touristen entgegenwirken, um den internationalen Tourismus im Land erneut anzukurbeln.

Bereits im Jahr 2019 plante Sri Lanka zu den weltweit beliebtesten Fernreisezielen aufzusteigen und bereitete sich auf steigende Ankünfte internationaler Touristen vor. Durch die Pandemie und die immer noch strikten Reisebeschränkungen bleiben auch in dieser beliebten Destination seit nun mehr als einem Jahr die Touristen aus. Erst seit diesem Januar wurde der Flugverkehr in die Fernreisedestination wieder aufgenommen. Der internationale Tourismus soll nun durch ein neues Reisekonzept erneut vorangetrieben werden, wie tagesschau.de berichtet.

Neues Reisekonzept soll internationale Touristen zurückholen

Um das Vertrauen in die Reisebranche Sri Lankas zurückzuholen, stellt das Land kürzlich neue Strategien vor um erneut Buchungsanstiege verzeichnen zu können. Das neue Reisekonzept für internationale Touristen umfasst unter anderem sogenannte “Safe and Secure”- Unterkünfte. Die rund 130 ausgewählten Hotels in Sri Lanka müssen sich dabei entscheiden, ob sie ihre Türen für einheimische oder für internationale Gäste öffnen. Damit eine potenzielle Ausbreitung einer Infektion so gering wie möglich gehalten werden kann, ist ein Mix aus internationalen und einheimischen Gästen vorerst nicht gestattet.

Sri Lanka Hotel 2

Ebenfalls müssen alle Mitarbeiter regelmäßig getestet werden, genauso wie die Touristen bei Ihrer Ankunft und Abreise. Durch die regelmäßigen Tests soll eine virenfreie Urlaubsblase innerhalb der Hotels gewährleistet werden können. Nach zwei Wochen Aufenthalt innerhalb eines der ausgewählten Hotels können Touristen in ein anderes “Safe and Secure”-Hotel wechseln, sobald ein negatives Covid-Testergebnis vorliegt. Für alle bereits geimpften Touristen verkürzt sich diese Frist auf sieben Tage. Durch das Konzept der “Safe and Secure”-Unterkünfte können Touristen somit ohne eine lange Quarantäne in den Hotelzimmern ins Land einreisen und dort den Urlaub genießen.

Sri Lanka Reservat 2

Auch Reiseagenturen, die bestimmte Tagesausflüge anbieten und organisieren, sind verpflichtet die strikten Infektionsschutzmaßnahmen des neuen Reisekonzeptes einzuhalten. Demnach dürfen nur zertifizierte Veranstalter Ausflüge anbieten und müssen dabei Acht geben, die Touristen strikt von den Einheimischen zu trennen. Touristen müssen bereits im Vorfeld Touren zu den traditionellen Tempeln, Nationalparks oder Shopping-Malls buchen und dabei einen negativen PCR-Test vorweisen. Um den Touristen und den Mitarbeitern gegenüber einen größtmöglichen Infektionsschutz zu bieten, muss der Test unmittelbar vor Beginn des Ausfluges erneut wiederholt werden. Sri Lanka möchte Touristen mit dem Konzept dieser “Bio-Bubbles” somit die Möglichkeit geben, auch während der Pandemie das Hotel zu verlassen um das Land erkunden zu können.

Ausbleibende Touristenzahlen bereits vor der Pandemie

Sri Lanka musste bereist vor der Pandemie rückläufige Gästezahlen verzeichnen und versucht sich nun mit dem neuen Reisekonzept für den internationalen Tourismus zurück an die Spitze zu kämpfen. Bereits im Jahr 2019 blieben viele Touristen nach den Osteranschlägen während eines Gottesdienstes in Colombo aus. Durch unzählige Todesfälle, während des Selbstmordattentates, zu denen auch viele Touristen zählten, blieb der größte Teil der erwarteten internationalen Reisenden in diesem Jahr aus.

Die coronabedingte zehnmonatige Grenzschließung im Folgejahr verschlimmerte die Situation für den inländischen Tourismus nur zunehmend. Das nun entwickelte neue Reisekonzept soll den Touristen das verloren gegangene Vertrauen in Sri Lanka Reisen wieder zurückbringen. Das Land hofft durch die Einführung des Reisekonzeptes auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Bereits für November wird auf eine 50-prozentige Auslastung im Vergleich zu Buchungen in normalen Reisejahren gerechnet.

Fazit zum neuen Reisekonzept Sri Lankas

Das neue Reisekonzept für Sri Lanka sieht vor, die Touristen und Einheimischen des Landes strikt voneinander zu trennen und somit die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung des Virus so gering wie möglich zu halten. Touristen sollen sich innerhalb der Hotels in einer Art “sicheren Reiseblase” aufhalten, da durch regelmäßige Tests aller Mitarbeiter und Touristen das Infektionsrisiko minimal gehalten werden soll. Weiterhin leibt mit Spannung abzuwarten, ob und in welchem Umfang Touristen das neue Angebot zum Reisen nach Sri Lanka in diesem Sommer annehmen werden und ob das Konzept so gelingt. Was denkt Ihr?

Autor

Seit Ann-Cathrin ihr erstes Praktikum in der Reisebranche absolviert hat stand fest, dass sie beruflich in die Welt des Reisens eintauchen möchte. Ihr Tourismusstudium und viele Kurztrips während der Semesterferien haben ihr bereits viele Einblicke in die Hintergründe und Abläufe und genauso die wunderschönsten Orte in den verschiedensten Ländern gezeigt.

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  • Also das sind keine Bedingungen fuer mich um in Sri Lanka Urlaub zu machen. Da ich Rundreisen liebe, ist das also nichts. Einen Test bei Einreise und Ausreise sollte doch wohl genug sein. Alles andere ist fuer mich kein Urlaub sondern Stress. Das wird auch Sri Lanka irgendwann einsehen muessen, wenn sich nur wenige Touristen unter diesen Bedingungen auf den Weg machen.

  • “Trennung von einheimischen und Touristen”, Tests vor Ausflügen, 2 Wochen im gleichen Hotel.. Wer das unter Reisen versteht, bleibt besser zu Haus oder bucht sich eine Woche pauschal mit All in auf Gran Canaria. Ein Test vorzulegen bei Einreise und von mir aus noch ein zweiter an der Grenze reicht doch wohl. Wer solch wirre und freudlose Regeln aufstellt, bekommt sicher kein Geld von mir.

    • Absolute Zustimmung zum Kommentar von Markus, unter diesen Bedienungen ist Sri Lanka für ‘Reisende’ (die die Begegnung mit der Bevölkerung schätzen und wollen) zur Zeit für mich völlig uninteressant. Zudem diese Regelungen die Situation für kleien Guest-Houses weiter verschärft und viele im Tourismus Tätige endgültig in die Arme von Job-Agenten für Hilfsarbeiten in den Emiraten treibt.

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