In den vergangenen Monaten berichten wir vermehrt über die südafrikanische Fluggesellschaft South African Airways. Leider dominieren dabei Artikel über die angespannte finanzielle Situation der Airline. Eine weitere negative Meldung sind massive Streckenstreichungen, die auch München betreffen.

Einen kurzen positiven Moment gab es zuletzt: South African Airways bedient die Strecke von Johannesburg nach Frankfurt mit einem Airbus A350. Für Reisende aus Deutschland sind das tolle Nachrichten. Allerdings war diese Meldung auch nur ein kurzer Hoffnungsschimmer, denn South African Airways wird einen relevanten Teil des Netzwerks wegen finanziellen Engpässen zusammenstreichen – betroffen ist auch München.

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Streckennetz von South African schrumpft enorm

Aufgrund der finanziellen Engpässe sieht sich die Airline dazu gezwungen, Fluggerät zu verkaufen. Insgesamt möchte South African Airways sich von neun Flugzeugen des Typs Airbus A340 trennen. Damit geht einher, dass der aktuelle Flugplan nicht nur aufgrund der finanziellen Situation nicht aufrecht erhalten werden kann, sondern aufgrund des mangelnden Fluggerätes. Einige der zum Verkauf stehenden Airbus A340 werden nicht mehr für den Flugbetrieb genutzt. Dazu kommen die anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten, die dafür sorgen, dass weitere Jets am Boden bleiben müssen.

South African Airways Airbus A340
Stehen zum Verkauf – mehrere Airbus A340

Die logische Konsequenz ist die Dezimierung des Streckennetzes. Davon betroffen sind sowohl nationale als auch internationale Ziele. So sieht sich South African Airways gezwungen ab dem 29. Februar alle Inlandsflüge außer denen zwischen Johannesburg und Kapstadt einzustellen. Aber auch diese Strecke wird zukünftig seltener bedient. Das bedeutet, dass die Flüge nach Durban, East London und Port Elizabeth wegfallen. Bedenken sollte man dabei aber, dass South African bislang generell nur wenige Routen im Inland selbst bedient hat. Zusätzlich werden auch die regionalen Verbindungen nach Abidjan via Accra, Entebbe, Luanda und Ndola gestrichen. Die einzig positive Nachricht daran ist, dass die Billigfluggesellschaft Mango von dem radikalen Abbau nicht betroffen ist.

Viele internationale Ziele fallen weg

Auch das internationale Streckennetz muss sich radikalen Streichungen unterziehen. So fallen neben den Flügen nach Guangzhou und Hongkong auch die Flüge nach São Paolo weg. Und wären diese Streichungen nicht genug, muss South African Airways auch den Flug nach München einstellen. Seit 2007 bediente die Fluggesellschaft die Strecke in die bayrische Landeshauptstadt.

Im Flugplan verbleiben die regionalen Flüge nach Blantyre, Dar es Salaam, Harare, Kinshasa, Lagos, Lilongwe, Lusaka, Maputo, Mauritius, Nairobi, Victoria Falls, Livingston und Windhoek. Zusätzlich bleiben auch die Strecken nach Frankfurt, London-Heathrow, New York, Perth und Washington via Accra erhalten. Besonders die Flüge nach New York und Frankfurt, auf denen ein Airbus A350 zum Einsatz kommt, sind wichtige Stützen im Flugplan von SAA. Damit habe man künftig ein Streckennetz geschaffen, das sowohl nachhaltig sei als sich auch finanziell rechne, so die Sonderverwalter der Fluggesellschaft.

Leider sind auch viele Arbeitsstellen in Gefahr. Im November hatte Zuks Ramasia, Interimschefin der Airline, angekündigt, dass womöglich rund 18 Prozent oder 940 der 5.150 Stellen verschwinden könnten. Neben dem Verkauf von Fluggerät prüfe man zusätzlich den Verkauf der Tochterunternehmen.

Fazit zu den Streichungen von South African Airways

Nach einer positiven Nachricht folgt eine negative Nachricht. Im Rahmen der Sofortmaßnahmen zur Sicherung des Flugbetriebes streicht South African Airways eine Vielzahl von Flugstrecken und dezimiert das Streckennetz. Leider betrifft das auch die Flugverbindung nach München. South African Airways muss bedauerlicherweise zu diesen drastischen Mitteln greifen, damit der Flugbetrieb aufrecht erhalten werden kann. Die Zukunft des Unternehmens bleibt fraglich.

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