Durch die neue Partnerschaft zwischen easyJet und Norse wird der Flughafen Berlin-Brandenburg zum Transitairport.

Norse Atlantic Airways versteht sich als Low-Cost-Carrier zwischen Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika. Wie cision berichtet, geht die norwegische Fluggesellschaft Partnerschaften ein, um Reisende an mehr Orte in Europa und Nordamerika zu bringen ohne eine eigene Kurz- und Mittelstreckenflotte aufzubauen.

Berlin wird zum Transitairport

Die junge Airline Norse wurde im letzten Jahr gegründet und nahm den Flugbetrieb erst am 14. Juni dieses Jahres auf. Ab August bietet die Airline auch Verbindungen zwischen Berlin und den USA an. Die Ziele hierbei sind New York-JFK und Los Angeles. Um konkurrenzfähiger zu werden, geht die norwegische Fluggesellschaft nun Zusammenarbeiten mit drei Low-Cost-Carriern für die Kurz- und Mittelstrecke ein. Interessant ist hierbei die Partnerschaft zwischen easyJet und Norse. easyJet fungiert hierbei als Zubringer, um Passagiere aus ganz Europa in Berlin für den Norse-Transatlantikflug umsteigen zu lassen. Norwegian übernimmt die Zubringerstrecken bei Flügen ab Oslo. Um in den Vereinigten Staaten an Ziele im ganzen Land zu kommen, startet Norse auch eine Partnerschaft mit dem Low-Cost-Carrier Spirit, der die Langstreckenpassagiere von den Knotenflughäfen an die jeweiligen Ziele verteilt.

Norse Atlantic Boeing 787 Dreamliner

Der Haken an den Partnerschaften ist die Durchführung des Transits. Reisende können nach der Landung nämlich nicht direkt in den Transitbereich des Flughafens, sondern müssen erst durch die Zollkontrolle, dann ihr Gepäck abholen und erneut aufgeben und anschließend durch die Sicherheitskontrolle. Das kann viel Zeit beanspruchen, weshalb die vorgegebene Mindestumsteigezeit je nach Verbindung 2,5 Stunden betragen kann. An dieser Stelle sei aber auch erwähnt, dass dies gängige Praxis beim Transit in den USA ist. Trotzdem kann es passieren, dass der Anschlussflug nicht erreicht wird, da die Flugzeuge aufgrund ihrer Pünktlichkeitsstatistik nicht warten können. Bei verpasster Transitverbindung wird man allerdings auf den Folgeflug umgebucht.

Fazit zur neuen Partnerschaft zwischen Norse und easyJet

Die Partnerschaft zwischen Norse und den Low-Cost-Carriern easyJet, Norwegian und Spirit ist ein interessantes Modell. In der Luftfahrtindustrie sieht man einen Zusammenschluss von Billigairlines eher selten. Der Sinn der Partnerschaft ist durchaus nachvollziehbar, da sich die Geschäftsmodelle nicht beeinflussen, sondern ergänzen. Spannend wird allerdings, ob die Umsetzung der Transitverbindungen klappt, bei dem die Passagiere erneut einchecken müssen.

Autor

Adrian ist Content Editor und seit März 2022 Teil des reisetopia Teams. Sobald Adrian einen Flughafen betritt, ist er glücklich. Es begeistert ihn in den Flieger zu steigen, aus dem Flugzeugfenster zu schauen und unsere Welt von oben zu sehen. Nach der Landung fasziniert es Adrian neue Orte, neue Kulturen zu erleben, gut zu essen und Menschen aus aller Welt zu treffen.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

  • Was ist denn der Vorteil der Partnerschaft, wenn man sich beim Umstieg als Passagier genauso verhalten muss, als hätte man die Flüge einzeln gebucht? Hat man eine Umbuchungsgarantie bei Verspätungen oder was bringt es einem? Danke

    • Hallo Flo,

      Wie du sagst, liegt der Vorteil hierbei auf der Umbuchungsgarantie und der gemeinsamen Buchung der kompletten Strecke; auch wenn der Umstieg aufwendiger ist als bei der gleichen Airline.

Alle Kommentare anzeigen (1)